COVID-19 Impfung: STIKO-Empfehlung zu Novavax & 2. Booster
Hintergrund
Die Pressemitteilung der STIKO (Stand Februar 2022) aktualisiert die Empfehlungen zur COVID-19-Impfung. Im Fokus stehen die Einführung des proteinbasierten Impfstoffs Nuvaxovid (Novavax) sowie die Indikationsstellung für eine zweite Auffrischimpfung (Booster).
Hintergrund der Anpassung ist die Zulassung von Nuvaxovid in der EU im Dezember 2021. Zudem macht die abnehmende Schutzwirkung der ersten Auffrischimpfung gegen die Omikron-Variante eine Ausweitung der Impfstrategie für vulnerable Gruppen erforderlich.
Ziel der aktualisierten Empfehlung ist es, schwere Krankheitsverläufe bei Risikogruppen zu verhindern. Gleichzeitig soll durch den besseren Schutz des medizinischen Personals die Aufrechterhaltung der Gesundheitsversorgung durch die Vermeidung von Quarantänemaßnahmen gesichert werden.
💡Praxis-Tipp
Die Leitlinie differenziert bei der Indikationsstellung zur zweiten Auffrischimpfung streng nach Personengruppe. Während vulnerable Patienten den zweiten Booster bereits nach 3 Monaten erhalten sollen, ist für medizinisches Personal ein Intervall von 6 Monaten vorgesehen. Zudem entfällt die Empfehlung zur zweiten Auffrischimpfung komplett, wenn nach dem ersten Booster eine Durchbruchsinfektion stattgefunden hat.
Häufig gestellte Fragen
Die STIKO empfiehlt den Impfstoff Nuvaxovid zur Grundimmunisierung für Personen ab 18 Jahren.
Ja, Nuvaxovid ist ein Proteinimpfstoff mit einem Wirkverstärker (Adjuvans). Er enthält keine vermehrungsfähigen Viren und wird funktionell als Totimpfstoff eingestuft.
Die zweite Auffrischimpfung wird für Menschen ab 70 Jahren, Pflegeheimbewohner, Personen mit Immunschwäche ab 5 Jahren sowie für medizinisches und pflegerisches Personal empfohlen.
Für Personal in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen wird die zweite Auffrischimpfung frühestens 6 Monate nach dem ersten Booster empfohlen.
Laut STIKO wird keine weitere Auffrischimpfung empfohlen, wenn nach der ersten Auffrischimpfung bereits eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht wurde.
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Quelle: RKI: PM 2022-02-03 (RKI/STIKO, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.