Impfung von Frühgeborenen: RKI/STIKO-Empfehlungen
Hintergrund
Diese Zusammenfassung basiert auf dem Kurztext des RKI zu Impfthemen bei Frühgeburtlichkeit.
Frühgeborene, die vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche geboren werden, weisen im Vergleich zu Reifgeborenen ein deutlich unreiferes Immunsystem auf. Zudem ist der angeborene passive Immunschutz durch mütterliche Antikörper, die vorwiegend im letzten Trimenon über die Plazenta übertragen werden, geringer ausgeprägt.
Aufgrund dieser immunologischen Besonderheiten sind Frühgeborene deutlich anfälliger für Infektionen und haben ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe. Begleiterkrankungen, die häufig mit einer Frühgeburtlichkeit einhergehen, können dieses Risiko zusätzlich aggravieren.
💡Praxis-Tipp
Ein häufiger Fehler im klinischen Alltag ist die Verzögerung von Impfungen bei Frühgeborenen durch die Berechnung des korrigierten Alters. Das RKI betont, dass Frühgeborene strikt nach dem empfohlenen chronologischen Lebensalter geimpft werden sollten, um das hohe Risiko für schwere Infektionsverläufe frühzeitig zu minimieren.
Häufig gestellte Fragen
Ja, laut RKI stellt eine Frühgeburtlichkeit keine Kontraindikation dar. Frühgeborene sollten aufgrund ihres erhöhten Infektionsrisikos zeitgerecht geimpft werden.
Es wird empfohlen, Frühgeborene unabhängig von ihrem Reifealter nach dem chronologischen Lebensalter zu impfen. Das korrigierte Alter findet für den Impfbeginn keine Anwendung.
Bei bestimmten Impfungen, wie der 6-fach-Impfung und der Pneumokokken-Impfung, wird für Frühgeborene ein 3+1-Schema empfohlen. Dies beinhaltet eine zusätzliche Impfstoffdosis im Alter von 3 Monaten, sodass insgesamt 4 Dosen verabreicht werden.
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Quelle: RKI: Fruehgeburtlichkeit (RKI/STIKO, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.