StatPearls2026

Prämenstruelles Syndrom (PMS): Diagnostik und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Prämenstruelle Syndrom (PMS) umfasst klinisch signifikante somatische und psychische Beschwerden während der Lutealphase des Menstruationszyklus. Weltweit sind etwa 47,8 % der Frauen im reproduktionsfähigen Alter betroffen, wobei bei rund 20 % die Symptome den Alltag erheblich beeinträchtigen.

Die schwerere Form wird als Prämenstruelle Dysphorische Störung (PMDD) bezeichnet und ist im DSM-5 als psychiatrische Erkrankung klassifiziert. Die genaue Ätiologie ist unklar, jedoch wird ein Zusammenhang mit hormonellen Schwankungen von Östrogen und Progesteron sowie dem Serotoninstoffwechsel vermutet.

Zu den typischen Symptomen zählen Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Brustspannen, Kopf- und Rückenschmerzen sowie Veränderungen des Appetits. Die Beschwerden verschlechtern sich typischerweise eine Woche vor der Menstruation und verschwinden wenige Tage nach deren Beginn.

Empfehlungen

Die StatPearls-Publikation formuliert folgende Kernempfehlungen zur Diagnostik und Therapie:

Diagnostik

Für die Diagnosestellung müssen drei Kriterien erfüllt sein: Die Symptome müssen zu PMS passen, ausschließlich in der Lutealphase auftreten und die Lebensqualität negativ beeinflussen. Es wird empfohlen, ein Symptomtagebuch über mehrere aufeinanderfolgende Monate führen zu lassen, um die Zyklusabhängigkeit zu dokumentieren.

Zum Ausschluss von Differenzialdiagnosen wie Schilddrüsenerkrankungen, Cushing-Syndrom oder Hyperprolaktinämie wird eine initiale laborchemische Abklärung empfohlen. Diese sollte die Bestimmung von FSH, Östradiol (E2), TSH, Prolaktin und Cortisol umfassen.

Nicht-medikamentöse Therapie

Bei leichten Symptomen gelten nicht-pharmakologische Ansätze als Erstlinientherapie. Zu den empfohlenen Lebensstilmodifikationen gehören:

  • Regelmäßige körperliche Bewegung und Vermeidung von Stress

  • Einhaltung gesunder Schlafgewohnheiten

  • Erhöhte Zufuhr komplexer Kohlenhydrate zur Steigerung des Serotonin-Vorläufers Tryptophan

  • Kognitive Verhaltenstherapie (CBT) zur Entwicklung von Bewältigungsstrategien

Medikamentöse Therapie

Bei vorwiegend emotionalen Symptomen werden Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) als Erstlinientherapie empfohlen.

Für die Behandlung der PMDD haben sich kombinierte orale Kontrazeptiva als wirksam erwiesen. Als pflanzliche Alternative wird der Extrakt aus Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) zur Kontrolle von Stimmungsschwankungen und Reizbarkeit genannt.

Dosierung

Die Quelle nennt folgendes spezifisches Dosierungsschema für die medikamentöse Therapie der PMDD:

WirkstoffkombinationDosierungEinnahmeschemaIndikation
Ethinylöstradiol + Drospirenon0,02 mg + 3 mg24 Tage wirkstoffhaltig, 4 Tage wirkstofffreiVerbesserung von PMDD-Symptomen
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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein unbehandeltes Prämenstruelles Syndrom kann zu erheblichen psychosozialen Belastungen führen und ist bei hormonsensiblen Frauen mit einem erhöhten Suizidrisiko assoziiert. Die Leitlinie betont zudem, dass Alkoholkonsum das Risiko für PMS moderat erhöht, weshalb eine entsprechende Anamnese und Aufklärung im klinischen Alltag von großer Bedeutung ist.

Häufig gestellte Fragen

Die Diagnose basiert auf dem Nachweis zyklusabhängiger Symptome, die ausschließlich in der Lutealphase auftreten und den Alltag beeinträchtigen. Die Leitlinie empfiehlt das Führen eines Symptomtagebuchs über mehrere Monate zur Bestätigung.

Zum Ausschluss anderer Erkrankungen wird eine initiale Blutuntersuchung empfohlen. Diese sollte laut Quelle die Werte für FSH, Östradiol, TSH, Prolaktin und Cortisol umfassen.

Bei vorwiegend emotionalen Beschwerden werden Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) als medikamentöse Erstlinientherapie empfohlen. Alternativ können spezifische orale Kontrazeptiva eingesetzt werden.

Ja, der Extrakt aus Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) wird in der Publikation als wirksames pflanzliches Mittel beschrieben. Er hilft nachweislich bei der Kontrolle von Stimmungsschwankungen und Reizbarkeit.

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Quelle: StatPearls: Premenstrual Syndrome (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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