Periimplantäre Infektionen: Diagnostik und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Periimplantäre Infektionen sind durch bakterielle Biofilme verursachte entzündliche Prozesse im Gewebe um zahnärztliche Implantate. Sie treten sowohl an Titan- als auch an Keramikimplantaten auf und führen unbehandelt zu einem progressiven Knochenverlust.

Zu den systemischen Risikofaktoren zählen Parodontalerkrankungen, schlechte Mundhygiene und eine stattgehabte Strahlentherapie. Lokale Risikofaktoren umfassen eine reduzierte Breite der keratinisierten Mukosa, residuale Zementreste sowie überkonturierte prothetische Versorgungen.

Die Diagnostik stützt sich auf klinische Parameter wie die Blutung auf Sondierung (BOP), Suppuration und die Zunahme der Sondierungstiefen. Ein radiologischer Knochenabbau sichert die Diagnose einer manifesten Periimplantitis und grenzt diese von der periimplantären Mukositis ab.

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💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie ist eine vollständige Abheilung der periimplantären Mukositis auch bei optimaler Therapie nicht vorhersehbar. Es wird daher zu engmaschigen Nachkontrollen im Abstand von drei Monaten geraten. Bei der Periimplantitis wird betont, dass bei ausbleibendem Erfolg der nichtchirurgischen Therapie frühzeitig eine chirurgische Intervention erfolgen sollte, um einen weiteren Knochenverlust zu verhindern.

Häufig gestellte Fragen

Die Diagnose basiert laut Leitlinie auf dem Vorhandensein von Blutung auf Sondierung (BOP) und/oder Suppuration. Zusätzlich muss ein radiologisch nachweisbarer marginaler Knochenverlust im Vergleich zu früheren Aufnahmen vorliegen.

Es wird der Einsatz alternativer Verfahren zur Biofilmentfernung empfohlen. Die Leitlinie nennt hierbei explizit die Monotherapie mittels Er:YAG-Laser oder Glycin-gestütztem Air-Polishing.

Die Leitlinie rät von einem routinemäßigen Einsatz systemischer Antibiotika bei der nichtchirurgischen Therapie ab. Auch bei der nicht-rekonstruktiven chirurgischen Therapie wird eine adjuvante lokale oder systemische Antibiose nicht empfohlen.

Ein chirurgischer Eingriff wird empfohlen, wenn das Behandlungsziel durch eine nichtchirurgische Therapie nach spätestens sechs Monaten nicht erreicht werden konnte. Dabei werden rekonstruktive Verfahren gegenüber nicht-rekonstruktiven Ansätzen bevorzugt.

Eine Explantation wird bei vorliegender Implantatlockerung oder nicht behebbaren technischen Komplikationen empfohlen. Auch bei Therapieresistenz oder einem Übergreifen der Infektion auf anatomische Nachbarstrukturen ist die Entfernung laut Leitlinie indiziert.

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Quelle: Die Behandlung periimplantärer Infektionen an Zahnimplantaten (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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