Parodontitis Stadium I-III: Stufentherapie und UPT

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF S3-Leitlinie zur Behandlung der Parodontitis Stadium I bis III basiert auf der europäischen EFP-Leitlinie. Parodontitis ist eine multifaktorielle, chronisch entzündliche Erkrankung, die mit einem dysbiotischen Biofilm assoziiert ist.

Unbehandelt führt die Erkrankung zur Zerstörung des Zahnhalteapparats und zu Zahnverlust. Zudem bestehen gesicherte Zusammenhänge mit systemischen Erkrankungen wie Diabetes mellitus und kardiovaskulären Pathologien.

Das Ziel der Leitlinie ist die Verbesserung der Versorgungsqualität durch ein strukturiertes, stufenweises Therapiekonzept. Dabei wird die Behandlung individuell an das Stadium und den Grad der Erkrankung angepasst.

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💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Hinweis der Leitlinie betrifft den Verzicht auf unnötige Adjuvanzien. Es wird betont, dass der Einsatz von Lasern, photodynamischer Therapie (aPDT) oder lokalen Statinen bei der subgingivalen Instrumentierung keinen ausreichenden Zusatznutzen bietet. Der klinische Fokus sollte stattdessen auf der gründlichen mechanischen Instrumentierung und der strikten Etablierung einer adäquaten häuslichen Mundhygiene liegen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie können sowohl Handinstrumente als auch maschinell betriebene Instrumente (Schall/Ultraschall) allein oder in Kombination verwendet werden. Es konnten keine signifikanten Unterschiede in den Therapieergebnissen zwischen den Instrumentenarten gezeigt werden.

Die Leitlinie empfiehlt eine chirurgische Intervention bei tiefen Resttaschen von 6 mm oder mehr nach adäquater Durchführung der ersten und zweiten Therapiestufe. Bei moderaten Resttaschen von 4 bis 5 mm sollte stattdessen eine wiederholte subgingivale Instrumentierung erfolgen.

Es wird empfohlen, primär Interdentalraumbürsten zu verwenden, sofern dies anatomisch möglich ist. Zahnseide sollte laut Leitlinie nicht die erste Wahl zur interdentalen Reinigung bei Patienten in der unterstützenden Parodontaltherapie sein.

Die Leitlinie stellt fest, dass beide Vorgehensweisen vergleichbare Ergebnisse liefern. Die subgingivale Instrumentierung kann entweder traditionell quadrantenweise oder im Full-Mouth-Vorgehen innerhalb von 24 Stunden durchgeführt werden.

Ein routinemäßiger Einsatz wird von der Leitlinie aufgrund der Resistenzentwicklung strikt abgelehnt. Eine adjuvante systemische Antibiose kann lediglich bei spezifischen Patientengruppen mit nachgewiesener rascher Progression, wie etwa jungen Erwachsenen mit generalisierter Parodontitis, erwogen werden.

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Quelle: Die Behandlung von Parodontitis Stadium I bis III - Die deutsche Implementierung der S3-Leitlinie „Treatment of Stage I–III Periodontitis“ der European Federation of Periodontology (EFP) (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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