Ösophaguskarzinom: Diagnostik und multimodale Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Onkopedia|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Onkopedia-Leitlinie behandelt die Diagnostik und Therapie des Ösophaguskarzinoms, welches in Deutschland etwa ein Prozent aller malignen Erkrankungen ausmacht. Klinisch relevant ist die Unterscheidung zwischen Plattenepithelkarzinomen und Adenokarzinomen des Ösophagus sowie des ösophago-gastralen Übergangs (AEG).

Zu den wesentlichen Risikofaktoren für Plattenepithelkarzinome zählen laut Leitlinie ein dosisabhängiger Nikotin- und Alkoholabusus. Adenokarzinome entwickeln sich hingegen häufiger auf dem Boden einer gastro-ösophagealen Refluxerkrankung (Barrett-Ösophagus) oder bei Adipositas.

Die Prognose der Erkrankung ist insbesondere im ersten Jahr nach der Diagnose ungünstig. Etwa 30 bis 40 Prozent der Betroffenen befinden sich bei der Erstdiagnose in einem prinzipiell resektablen Stadium, was die Wichtigkeit einer exakten prätherapeutischen Diagnostik unterstreicht.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie weist nachdrücklich darauf hin, dass bei Diagnosestellung häufig eine schwere Mangelernährung vorliegt. Es wird empfohlen, bereits vor einer geplanten Operation ein Ernährungs- und Symptomscreening durchzuführen und eine präoperative Ernährungstherapie einzuleiten, selbst wenn dies zu einer Verschiebung des operativen Eingriffs führt.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie kann die PET/CT bei lokal fortgeschrittenen Tumoren (cT2-4 und cN+) in kurativer Intention eingesetzt werden. Sie dient primär dem Ausschluss von Fernmetastasen und der exakten Bestrahlungsplanung.

Die Leitlinie empfiehlt die endoskopische Resektion als Therapiestandard bei Frühkarzinomen der Kategorie T1a N0 M0. Bei Vorliegen von Risikofaktoren wie einer tiefen Submukosainfiltration oder einem Tumorrest am basalen Resektionsrand wird stattdessen ein chirurgisches Vorgehen empfohlen.

Es wird eine perioperative Chemotherapie nach dem FLOT-Schema empfohlen. Aktuelle Daten unterstützen zudem die Hinzunahme des Checkpoint-Inhibitors Durvalumab (D-FLOT) unabhängig vom PD-L1-Status.

Wenn nach einer präoperativen Radiochemotherapie und anschließender Resektion keine pathologische Komplettremission (pCR) vorliegt, wird eine adjuvante Immuntherapie mit Nivolumab über 12 Monate empfohlen. Nach einer R1-Resektion rät die Leitlinie zu einer adjuvanten Chemoradiotherapie.

Die Leitlinie empfiehlt eine platinbasierte Chemotherapie als Basis. Bei PD-L1-positiven Tumoren wird diese mit Checkpoint-Inhibitoren wie Pembrolizumab, Nivolumab oder Tislelizumab kombiniert.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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