StatPearls2026

Nierenersatztherapie (CRRT): Indikation & Modalitäten

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die kontinuierliche Nierenersatztherapie (CRRT) ist ein zentrales Verfahren zur Behandlung der schweren akuten Nierenschädigung (AKI). Laut der StatPearls-Leitlinie wird sie besonders bei hämodynamisch instabilen Personen auf der Intensivstation eingesetzt.

Im Gegensatz zur intermittierenden Hämodialyse (IHD) ermöglicht die CRRT eine kontinuierliche Kontrolle des Flüssigkeitshaushalts und der gelösten Stoffe über 24 Stunden. Dies minimiert das Risiko für schnelle osmotische Verschiebungen und abrupte Blutdruckabfälle.

Das Verfahren nutzt verschiedene Mechanismen des Stofftransports wie Diffusion und Konvektion. Die Wahl der spezifischen Modalität richtet sich nach den klinischen Erfordernissen und dem hämodynamischen Status.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen zur Durchführung der kontinuierlichen Nierenersatztherapie:

Indikationen und Modalitäten

Die Leitlinie empfiehlt den Einsatz der CRRT primär bei hämodynamischer Instabilität, da sie eine kontrolliertere Flüssigkeitssteuerung als die intermittierende Hämodialyse (IHD) erlaubt. Weitere Indikationen umfassen Volumenüberladung, schwere Azidose, Elektrolytstörungen und urämische Komplikationen.

Bei zerebralem Ödem wird die CRRT als bevorzugte Modalität genannt, da sie osmotisch aktive Substanzen schrittweise eliminiert. Dies verhindert einen gefährlichen Anstieg des intrakraniellen Drucks.

Die Leitlinie unterscheidet drei Hauptverfahren der CRRT, die je nach Transportmechanismus eingesetzt werden:

ModalitätTransportmechanismusBesonderheit
CVVHKonvektionHohe Ultrafiltrationsrate, erfordert Substitutionsflüssigkeit
CVVHDDiffusionDialysatfluss im Gegenstrom, gut für kleine Moleküle
CVVHDFKonvektion + DiffusionKombination für kleine und mittelgroße Moleküle

Gefäßzugang

Für den Gefäßzugang wird die Anlage eines doppellumigen Katheters empfohlen. Die rechte Vena jugularis interna gilt als bevorzugte Punktionsstelle, da sie einen optimalen Blutfluss gewährleistet.

Die Nutzung der Vena subclavia wird ausdrücklich nicht empfohlen. Es besteht ein hohes Risiko für Stenosen, was zukünftige Shunt-Anlagen erschweren kann.

Parameter und Dosierung

Die Leitlinie definiert spezifische Zielwerte für die Durchführung der CRRT. Es wird betont, dass die verschriebene Dosis aufgrund von Unterbrechungen oft nicht der tatsächlich verabreichten Dosis entspricht.

ParameterEmpfohlener Zielwert
Effluent-Dosis20 bis 25 ml/kg/h
Netto-FlüssigkeitsentzugUnter 1,5 bis 2,0 ml/kg/h
BlutflussrateMindestens 150 ml/min

Antikoagulation

Um eine Gerinnung im extrakorporalen Kreislauf zu verhindern, ist eine Antikoagulation erforderlich. Gemäß den KDIGO-Richtlinien wird die regionale Citrat-Antikoagulation gegenüber Heparin bevorzugt.

Citrat bietet ein geringeres Blutungsrisiko als systemisches Heparin. Bei der Anwendung von Citrat wird ein Zielwert von 3 bis 5 mmol/L für Citrat und unter 0,35 mmol/L für ionisiertes Kalzium im Kreislauf empfohlen.

Monitoring und Komplikationsmanagement

Während der Therapie wird eine engmaschige Überwachung des Elektrolyt- und Säure-Basen-Status alle 6 bis 12 Stunden empfohlen. Häufige Komplikationen sind Hypokalzämie, Hypokaliämie und Hypophosphatämie.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Clearance von Medikamenten während der CRRT variabel ist. Insbesondere die Dosierung von wasserlöslichen Antibiotika muss regelmäßig überprüft und angepasst werden.

Kontraindikationen

Die Leitlinie nennt folgende Kontraindikationen und Situationen, in denen eine CRRT weniger geeignet ist:

  • Notwendigkeit einer sehr schnellen Toxin- oder Kaliumelimination (hier ist die intermittierende Hämodialyse überlegen)

  • Vorliegen von Patientenverfügungen, die eine Dialyse ablehnen

  • Fehlende Möglichkeit eines sicheren Gefäßzugangs

  • Irreversibles Leberversagen bei Personen, die nicht für eine Lebertransplantation in Frage kommen

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fallstrick bei der CRRT ist die unzureichende Anpassung der Medikamentendosierung, insbesondere bei wasserlöslichen Antibiotika. Die Leitlinie warnt davor, dass durch die kontinuierliche Clearance subtherapeutische Wirkstoffspiegel entstehen können. Es wird empfohlen, die Talspiegel regelmäßig zu kontrollieren, um eine adäquate antimikrobielle Therapie bei septischen Krankheitsbildern sicherzustellen.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt die CRRT primär bei hämodynamisch instabilen Personen. Sie ermöglicht einen langsameren, kontrollierteren Flüssigkeitsentzug und vermeidet schnelle Blutdruckabfälle.

Laut Leitlinie wird die regionale Citrat-Antikoagulation gegenüber systemischem Heparin bevorzugt. Sie senkt das Blutungsrisiko und reduziert die Wahrscheinlichkeit von Filtergerinnungen.

Es wird die rechte Vena jugularis interna als optimaler Zugangsweg empfohlen. Die Vena subclavia sollte aufgrund des hohen Stenoserisikos vermieden werden.

Die empfohlene durchschnittliche Effluent-Dosis liegt bei 20 bis 25 ml/kg/h. Höhere Dosen zeigen laut Leitlinie keinen zusätzlichen klinischen Nutzen.

Zu den häufigsten Komplikationen zählen Hypophosphatämie, Hypokaliämie und Hypokalzämie. Es wird ein regelmäßiges Monitoring alle 6 bis 12 Stunden in der Anfangsphase empfohlen.

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Quelle: StatPearls: Continuous Renal Replacement Therapy (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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