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Endometriose: Diagnostik & Therapie (NICE-Leitlinie)

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf NICE Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Der transvaginale Ultraschall ist die primäre Bildgebung und sollte allen Patientinnen mit Verdacht auf Endometriose angeboten werden.
  • Ein unauffälliger Ultraschall oder Tastbefund schließt eine Endometriose nicht aus.
  • Die Bestimmung von CA125 im Serum ist zur Diagnostik der Endometriose nicht empfohlen.
  • Bei Kinderwunsch verbessert die laparoskopische Exzision oder Ablation die spontane Schwangerschaftsrate.
  • Hormonelle Therapien verbessern die Schwangerschaftsrate bei Kinderwunsch nicht und sollten hierfür nicht eingesetzt werden.
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Hintergrund

Die Endometriose ist eine chronische Erkrankung, die erhebliche physische, sexuelle und psychologische Auswirkungen haben kann. Die NICE-Leitlinie empfiehlt den Aufbau eines gestuften Versorgungsnetzwerks aus Primärversorgung, allgemeiner Gynäkologie und spezialisierten Endometriose-Zentren, um Diagnoseverzögerungen zu minimieren und eine koordinierte Behandlung zu gewährleisten.

Leitsymptome und Anamnese

Ein Verdacht auf Endometriose besteht bei einem oder mehreren der folgenden Symptome, insbesondere wenn eine positive Familienanamnese (Verwandte 1. Grades) vorliegt:

Symptom-KategorieSpezifische Beschwerden
SchmerzChronische Beckenschmerzen, Dysmenorrhoe (mit Einschränkung der Lebensqualität), tiefe Dyspareunie
GastrointestinalZyklische oder menstruationsbezogene Darmsymptome (z. B. Schmerzen beim Stuhlgang)
UrologischZyklische urologische Symptome (z. B. Hämaturie, Schmerzen beim Wasserlassen)
ReproduktivInfertilität in Kombination mit obigen Symptomen

Diagnostik

Die Diagnostik sollte parallel zur initialen medikamentösen Therapie erfolgen, um Verzögerungen zu vermeiden.

  • Transvaginaler Ultraschall: Allen Patientinnen anbieten, um Endometriome und tiefe Endometriose (Darm, Blase, Ureter) zu identifizieren.
  • CA125: Nicht zur Diagnostik verwenden.
  • MRT / Spezial-Ultraschall: Zur genauen Beurteilung einer tiefen Endometriose vor operativen Eingriffen.
  • Diagnostische Laparoskopie: Auch bei unauffälliger Bildgebung erwägen. Eine systematische Inspektion mit Dokumentation und ggf. Biopsie wird empfohlen.

Wichtig: Ein unauffälliger Tastbefund und ein normaler Ultraschall schließen eine Endometriose nicht aus.

Medikamentöse Therapie

StufeTherapieoptionBemerkung
1. Wahl (Schmerz)Paracetamol oder NSARKurzzeitiger Versuch (z. B. 3 Monate)
HormontherapieKombinierte Pille oder GestageneReduziert Schmerzen, kein negativer Effekt auf spätere Fertilität
ReserveGnRH-Antagonisten (z. B. Linzagolix, Relugolix)Gemäß spezifischer Zulassung nach Vortherapie

Operative Therapie

  • Laparoskopischer Zugang: Standardverfahren für die chirurgische Therapie.
  • Endometriome: Exzision gegenüber Ablation bevorzugen, jedoch Ovarialreserve und Kinderwunsch beachten.
  • Hysterektomie: Wenn indiziert (z. B. bei Adenomyose), immer mit der Exzision aller sichtbaren Endometrioseherde kombinieren.

Management bei Kinderwunsch

Bei Patientinnen mit primärem Kinderwunsch gelten besondere Empfehlungen, da die Erhaltung der Ovarialreserve und die Optimierung der Konzeptionswahrscheinlichkeit im Vordergrund stehen.

MaßnahmeEmpfehlungBegründung
Exzision/Ablation + AdhäsiolyseEmpfohlenVerbessert die Rate spontaner Schwangerschaften bei peritonealer Endometriose
Ovarialzystektomie vs. DrainageIndividuell abwägenDrainage und Ablation schonen die Ovarialreserve potenziell besser als eine Zystektomie
HormontherapieNicht empfohlenVerbessert die Schwangerschaftsrate nicht (weder allein noch perioperativ)

💡Praxis-Tipp

Ein unauffälliger Tastbefund und ein normaler Ultraschall schließen eine Endometriose nicht aus. Überweisen Sie Patientinnen bei persistierenden, alltagseinschränkenden Beschwerden dennoch zur weiteren Abklärung an einen Spezialisten.

Häufig gestellte Fragen

Nein, die Leitlinie rät explizit von der Nutzung des CA125-Wertes zur Diagnostik ab.
Ein kurzzeitiger Versuch (ca. 3 Monate) mit Paracetamol und/oder NSAR wird als Erstlinientherapie empfohlen.
Nein, hormonelle Therapien verbessern die spontane Schwangerschaftsrate nicht und sollten bei alleinigem Kinderwunsch nicht eingesetzt werden.
Der transvaginale Ultraschall wird allen Patientinnen mit Verdacht auf Endometriose empfohlen, um Endometriome und tiefe Endometriose zu erkennen.

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