Musculus teres major: Anatomie, Diagnostik und Ruptur
Hintergrund
Der Musculus teres major ist ein dicker, rechteckiger Muskel der Schulter. Laut der StatPearls-Übersicht verläuft er vom inferioren, posterioren Schulterblatt zur medialen Lippe des Sulcus intertubercularis am Humerus.
Er bildet zusammen mit dem Musculus subscapularis und dem Musculus latissimus dorsi die posteriore Wand der Axilla. Die Hauptfunktionen umfassen die Extension, Adduktion und Innenrotation des Humerus.
Obwohl der Muskel zur Stabilisierung des Humeruskopfes beiträgt, zählt er anatomisch nicht zur Rotatorenmanschette. Er arbeitet synergistisch mit dem Musculus latissimus dorsi, wobei beide Muskeln elektromyographisch oft als eine funktionelle Einheit agieren.
Empfehlungen
Die StatPearls-Übersicht liefert folgende klinische und anatomische Kernaussagen:
Anatomische Grundlagen und Synergismus
Der Text betont die enge anatomische und funktionelle Beziehung zwischen dem Musculus teres major und dem Musculus latissimus dorsi. Beide Muskeln weisen folgende anatomische Charakteristika auf:
| Muskel | Ursprung | Ansatz | Innervation |
|---|---|---|---|
| Musculus teres major | Inferiorer Winkel der Scapula (posterior) | Mediale Lippe des Sulcus intertubercularis | Unterer Nervus subscapularis |
| Musculus latissimus dorsi | Inferior des Teres major | Mediale Lippe des Sulcus intertubercularis | Nervus thoracodorsalis |
Bei operativen Eingriffen wird auf die Gefahr von iatrogenen Nerven- oder Gefäßverletzungen hingewiesen. Der Musculus teres major bildet die untere Begrenzung des quadrangulären Raums, durch den der Nervus axillaris und die Arteria circumflexa humeri posterior verlaufen.
Diagnostik von Verletzungen
Isolierte oder kombinierte Rupturen (meist mit dem Musculus latissimus dorsi) treten laut Text vor allem bei Überkopfsportlern wie Baseball-Pitchern auf. Zur klinischen und apparativen Diagnostik wird Folgendes festgehalten:
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Bei der körperlichen Untersuchung zeigt sich oft ein Druckschmerz über dem Muskel sowie Schwäche bei Extension, Adduktion und Innenrotation.
-
Ein sogenanntes "Jump-Sign" (unwillkürliches Zurückziehen bei passiver Innenrotation) kann auf eine Muskelzerrung hinweisen.
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Als bestes bildgebendes Verfahren zur Beurteilung von kombinierten Rupturen wird die Magnetresonanztomographie (MRT) hervorgehoben.
Konservative Therapie
Die Übersicht beschreibt, dass Verletzungen des Musculus teres major in den meisten Fällen nicht operativ behandelt werden. Es wird eine konservative Therapie empfohlen, die folgende Bausteine umfasst:
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Körperliche Schonung und Ruhigstellung
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Physiotherapie zur Wiederherstellung der Funktion
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Orale Gabe von entzündungshemmenden Medikamenten
Assoziierte klinische Syndrome
Der Text beschreibt zudem das Quadranguläre-Raum-Syndrom, welches durch eine Kompression des Nervus axillaris entstehen kann. Ursächlich hierfür können eine Hypertrophie oder fibröse Bänder des Musculus teres major sein.
Zusätzlich wird das Upper-Crossed-Syndrom erwähnt, eine muskuläre Dysbalance, die zu Haltungsschäden, Schmerzen und langfristig zu einer Dysfunktion des glenohumeralen Gelenks führen kann.
💡Praxis-Tipp
Bei Sehnentransfers im Rahmen einer Rotatorenmanschettenrekonstruktion wird eine besondere Vigilanz bezüglich der anatomischen Strukturen empfohlen. Da der Musculus teres major die untere Grenze des quadrangulären Raums bildet, besteht ein erhöhtes Risiko für iatrogene Verletzungen des Nervus axillaris und des Nervus radialis.
Häufig gestellte Fragen
Laut StatPearls ist der Muskel für die Extension, Adduktion und Innenrotation des Humerus verantwortlich. Zudem unterstützt er die Stabilisierung des Humeruskopfes, auch wenn er nicht zur Rotatorenmanschette gehört.
Betroffene präsentieren sich oft mit plötzlich einsetzenden, stechenden Schmerzen in der Schulter und der Achselhöhle. Die Schmerzen verstärken sich bei körperlicher Aktivität, insbesondere wenn die Hand hinter den Rücken geführt wird.
Die Übersicht hebt die Magnetresonanztomographie (MRT) als beste Bildgebungstechnik hervor. Bei einer Zerrung wird ein großflächiges MRT mit einem speziellen Protokoll zur Darstellung beider Schultergürtel empfohlen.
In den meisten Fällen erfolgt die Behandlung konservativ. Es werden körperliche Schonung, Physiotherapie und die Einnahme von oralen Entzündungshemmern beschrieben.
Dieses seltene Syndrom entsteht durch die Kompression des Nervus axillaris und der Arteria circumflexa humeri posterior. Es kann durch eine Hypertrophie des Musculus teres major ausgelöst werden und führt zu Schulterschmerzen und Sensibilitätsverlusten.
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Quelle: StatPearls: Anatomy, Shoulder and Upper Limb, Teres Major Muscle (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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