Kinderformularium / DGKJExpertenkonsens2026PädiatrieAllgemeinmedizinAnalgetika (Opioide)

Morphin bei Kindern: Dosierung, i.v. Gabe und Perfusor

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Kinderformularium / DGKJ (2026)|Arzneimittel-Fachinformation|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf der Kurzmonographie des Kinderformulariums zur pädiatrischen Dosierung von Morphin. Morphin ist ein stark wirksames Opioid-Analgetikum, das in der Kinderheilkunde eine zentrale Rolle in der Schmerzbehandlung spielt.

Es wird laut Monographie vor allem bei starken bis stärksten Schmerzen, in der postoperativen Schmerztherapie sowie in der Palliativmedizin eingesetzt. Die Dosierung erfordert bei Kindern, insbesondere bei Neugeborenen, eine genaue Anpassung an Alter und Gewicht.

Empfehlungen

Die Monographie des Kinderformulariums formuliert folgende Kernaspekte für die Anwendung von Morphin bei Kindern:

Monitoring und Sicherheit

Laut Quelle wird ein engmaschiges Monitoring während der Therapie empfohlen. Es wird darauf hingewiesen, dass die Sauerstoffsättigung (SpO2), die Atemfrequenz und der Sedierungsgrad kontinuierlich überwacht werden sollten.

Zudem wird empfohlen, Naloxon als Antidot in einer Dosierung von 10 mcg/kg i.v. stets bereitzuhalten.

Begleittherapie

Bei einer Dauertherapie mit Morphin wird eine medikamentöse Obstipationsprophylaxe empfohlen. Die Monographie nennt hierfür beispielhaft den Einsatz von Macrogol.

Nebenwirkungen

Es wird auf verschiedene mögliche Nebenwirkungen hingewiesen, darunter:

  • Dosisabhängige Atemdepression

  • Übelkeit und Erbrechen

  • Obstipation und Harnverhalt

  • Pruritus und Sedierung

Dosierung

Die Dosierung erfolgt streng nach Alter, Gewicht und Applikationsweg. Bei Neugeborenen wird aufgrund einer unreifen Leberfunktion und reduzierten Clearance eine Dosisreduktion sowie eine Verlängerung der Dosierungsintervalle empfohlen.

Intravenöse Gabe nach Alter

Alteri.v. Bolusi.v. Perfusor
Neugeborene25-50 mcg/kg5-15 mcg/kg/h
1-6 Monate50-100 mcg/kg10-20 mcg/kg/h
6 Monate - 12 Jahre100 mcg/kg20-40 mcg/kg/h
Ab 12 Jahre2,5-5 mg (absolut)1-3 mg/h (absolut)

Orale und allgemeine i.v. Dosierung

ApplikationswegDosierungIntervall
i.v. Bolus (allgemein)0,05-0,1 mg/kgalle 2-4 Stunden
Oral (unretardiert)0,1-0,3 mg/kgalle 4 Stunden
Oral (retardiert)0,2-0,5 mg/kgalle 8-12 Stunden

Als Darreichungsformen stehen laut Monographie i.v.-Lösungen (10 oder 20 mg/ml), Morphin-Tropfen (2 %), Retardtabletten (10, 30, 60 oder 100 mg) sowie Suppositorien zur Verfügung.

Kontraindikationen

Laut Kinderformularium bestehen folgende Kontraindikationen für die Gabe von Morphin:

  • Atemdepression

  • Paralytischer Ileus

  • Akutes Abdomen (vor der endgültigen Diagnosestellung)

  • Erhöhter intrakranieller Druck

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei der Behandlung von Neugeborenen wird aufgrund der unreifen Leberfunktion und der damit verbundenen reduzierten Clearance eine besondere Vorsicht empfohlen. Es wird angeraten, die Dosis in dieser Altersgruppe zu reduzieren und die Dosierungsintervalle zu verlängern, um Kumulationseffekte und eine lebensbedrohliche Atemdepression zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Laut Kinderformularium erhalten Neugeborene einen i.v. Bolus von 25-50 mcg/kg. Bei einer kontinuierlichen Gabe über den Perfusor wird eine Dosis von 5-15 mcg/kg/h empfohlen.

Es wird empfohlen, Naloxon als Antidot stets griffbereit zu haben. Die empfohlene Dosierung hierfür beträgt laut Monographie 10 mcg/kg i.v.

Die Monographie empfiehlt bei einer Dauertherapie die Einleitung einer Obstipationsprophylaxe. Hierfür wird beispielhaft die Gabe von Macrogol genannt.

Es wird ein Monitoring der Vitalparameter empfohlen. Dazu gehören laut Quelle die Sauerstoffsättigung (SpO2), die Atemfrequenz sowie die Überwachung des Sedierungsgrades.

Für die orale Gabe von unretardiertem Morphin wird eine Dosis von 0,1-0,3 mg/kg empfohlen. Das Dosierungsintervall liegt bei 4 Stunden.

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Quelle: Kinderformularium: Morphin - Pädiatrische Dosierung (Kinderformularium / DGKJ, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.

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