BfArM2023

Methotrexat Dosierungsfehler: BfArM Sicherheitswarnung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) informiert über die Ergebnisse einer EMA-Studie zur Arzneimittelsicherheit von Methotrexat. Der Fokus liegt auf der Vermeidung von schweren Medikationsfehlern bei der Therapie von entzündlichen Autoimmunerkrankungen.

Methotrexat ist ein bewährter Wirkstoff, der ursprünglich als Chemotherapeutikum entwickelt wurde und unter anderem bei akuter lymphatischer Leukämie (ALL) eingesetzt wird. Heutzutage ist das Medikament auch zur Behandlung von rheumatoider Arthritis, juveniler idiopathischer Arthritis, Psoriasis und Morbus Crohn zugelassen.

Ein zentrales Sicherheitsrisiko stellt die versehentliche tägliche statt der vorgeschriebenen wöchentlichen Einnahme dar. Bereits 2019 wurde auf europäischer Ebene ein Risikobewertungsverfahren abgeschlossen, um dieses Problem durch gezielte Maßnahmen zu adressieren.

Empfehlungen

Die Publikation des BfArM hebt verschiedene Maßnahmen zur Risikominimierung bei der Verordnung und Abgabe von methotrexathaltigen Arzneimitteln hervor.

Sensibilisierung für das Dosierungsintervall

Es wird dringend darauf hingewiesen, dass Methotrexat bei entzündlichen Autoimmunerkrankungen ausschließlich einmal wöchentlich angewendet werden darf. Eine versehentliche tägliche Einnahme kann zu lebensbedrohlichen Überdosierungen führen.

Maßnahmen zur Fehlervermeidung

Laut BfArM wurden auf europäischer Ebene folgende Sicherheitsmaßnahmen etabliert, die im klinischen Alltag Beachtung finden sollten:

  • Nutzung von aktualisierten Schulungsmaterialien für medizinisches Fachpersonal und Behandelte

  • Beachtung der expliziten Warnhinweise auf den Medikamentenverpackungen und in der Fachinformation

  • Bevorzugte Abgabe von Methotrexat-Tabletten in Blisterpackungen anstelle von ungeteilten Behältnissen wie Flaschen oder Röhrchen

Aufklärung und Kommunikation

Das BfArM betont die Notwendigkeit, Behandelte und deren Bezugspersonen kontinuierlich über die korrekte Einnahme aufzuklären. Apotheker und verschreibende Personen nehmen hierbei eine zentrale Rolle ein, um das Risikobewusstsein nachhaltig zu stärken.

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💡Praxis-Tipp

Der häufigste und gefährlichste Fehler bei der Verordnung von Methotrexat in der Rheumatologie ist die versehentliche tägliche statt wöchentliche Dosierung. Es wird empfohlen, bei jeder Rezeptausstellung und Medikamentenabgabe explizit auf das wöchentliche Einnahmeintervall hinzuweisen und Tabletten in Blisterpackungen zu bevorzugen.

Häufig gestellte Fragen

Laut BfArM darf Methotrexat bei entzündlichen Autoimmunerkrankungen wie rheumatoider Arthritis strikt nur einmal wöchentlich angewendet werden. Eine tägliche Einnahme stellt einen schweren Medikationsfehler dar.

Das BfArM verweist auf Warnhinweise auf Verpackungen, aktualisierte Schulungsmaterialien und die Umstellung auf Blisterpackungen. Zudem wird die kontinuierliche Aufklärung durch Ärzte und Apotheker als essenziell erachtet.

Gemäß der Publikation wird der Wirkstoff in der Onkologie, beispielsweise bei akuter lymphatischer Leukämie, eingesetzt. Darüber hinaus ist er für Autoimmunerkrankungen wie Psoriasis, juvenile idiopathische Arthritis und Morbus Crohn zugelassen.

Der Ausschuss für Risikobewertung (PRAC) empfiehlt Blisterpackungen, um die Entnahme einzelner Dosen bewusster zu gestalten. Dies soll verhindern, dass aus größeren Behältnissen wie Flaschen versehentlich tägliche Dosen entnommen werden.

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Quelle: Methotrexathaltige Arzneimittel: Verbesserung des Risikobewusstseins durch Änderung der risikominimierenden Massnahmen - Ergebnisse einer von der EMA in Auftrag gegebenen Studie (BfArM, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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