MALT-Lymphom: Diagnostik, Staging und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Onkopedia|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das extranodale Marginalzonen-Lymphom des Mukosa-assoziierten lymphatischen Gewebes (MALT-Lymphom) gehört zu den reifzelligen indolenten Non-Hodgkin-Lymphomen. Es macht etwa sieben bis acht Prozent aller neu diagnostizierten Lymphome aus.

Der Magen stellt mit 30 bis 35 Prozent die häufigste Primärlokalisation dar. Das Risiko für die Entstehung eines MALT-Lymphoms wird maßgeblich durch Autoimmunerkrankungen wie das Sjögren-Syndrom und durch chronische Infektionen erhöht.

Zu den relevanten Erregern zählen unter anderem Helicobacter pylori beim Magen-MALT, Campylobacter jejuni beim Dünndarmbefall und Chlamydophila psittaci bei Lymphomen der Augenanhangsgebilde. Die Prognose ist insgesamt sehr gut, mit 5-Jahres-Überlebensraten zwischen 70 und 100 Prozent.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie betont, dass beim MALT-Lymphom des Magens eine Helicobacter-pylori-Eradikation auch bei HP-negativen Patienten im lokalisierten Stadium als primäre Therapie empfohlen wird. Zudem wird darauf hingewiesen, dass die Zeit bis zum bestmöglichen Ansprechen nach einer Eradikation mehr als 12 Monate betragen kann, weshalb bei asymptomatischen Patienten ohne Progress keine voreilige systemische Therapie eingeleitet werden sollte.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie ist die Helicobacter-pylori-Eradikation die Therapie der Wahl bei lokalisierten Stadien. Dies wird unabhängig vom tatsächlichen Nachweis des Bakteriums empfohlen.

Die Leitlinie empfiehlt die 18F-FDG-PET/CT für die klinische Routine beim initialen Staging nicht. Begründet wird dies mit der niedrigen FDG-Avidität dieser Lymphomart.

Eine medikamentöse Tumortherapie wird gemäß Leitlinie vor allem in fortgeschrittenen Stadien (Stadium III und IV) empfohlen. In lokalisierten Stadien kommt sie meist erst nach Versagen von Lokaltherapien oder Eradikationsversuchen zum Einsatz.

Die Leitlinie weist darauf hin, dass die Zeit bis zur maximalen Rückbildung mehr als 12 Monate betragen kann. Histologische Kontrollen sollten daher in regelmäßigen Abständen über mindestens zwei Jahre erfolgen.

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Quelle: Extranodales Marginalzonen-Lymphom (MALT LYMPHOM) (Onkopedia). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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