LVAD-Management (Präklinik): Notfall und Therapie
Hintergrund
Die Herzinsuffizienz verzeichnet weltweit steigende Prävalenzzahlen. Bei Patienten mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz (Stadium D) liegt die Ein-Jahres-Mortalität bei bis zu 80 Prozent.
Als nicht-pharmakologische Therapieoptionen stehen Herztransplantationen und linksventrikuläre Unterstützungssysteme (LVAD) zur Verfügung. Ursprünglich wurden LVADs hauptsächlich als Überbrückung bis zur Transplantation eingesetzt.
Seit der Zulassung als dauerhafte Therapieoption steigt die Anzahl der Implantationen stetig. Diese Zusammenfassung basiert auf dem Abstract der StatPearls-Leitlinie und beleuchtet die Grundlagen für den Rettungsdienst.
Empfehlungen
Die StatPearls-Leitlinie formuliert folgende Kernaspekte für den Umgang mit LVAD-Patienten:
Indikation und Funktionsweise
Ein LVAD wird bei Patienten mit einer linksventrikulären Ejektionsfraktion von unter 25 Prozent, im kardiogenen Schock oder nach einer Myokarditis eingesetzt. Das System entlastet den Ventrikel und pumpt das Blut in die proximale Aorta.
Dadurch kann ein Blutfluss von 8 bis 10 Litern pro Minute generiert werden.
Gerätegenerationen
Laut Leitlinie wird zwischen verschiedenen Generationen von Unterstützungssystemen unterschieden:
| Generation | Flussart | Eigenschaften |
|---|---|---|
| Erste Generation | Pulsatil | Ältere Technologie |
| Zweite und dritte Generation | Kontinuierlich (nicht-pulsatil) | Höhere Haltbarkeit, geringere Scherkräfte, kompaktere Bauweise |
Präklinisches Management
Für den Rettungsdienst wird ein standardisiertes Vorgehen empfohlen. Die Leitlinie betont folgende Maßnahmen:
-
Identifikation des Systems anhand des LVAD-Ausweises, der sich meist in der vorderen Tasche der LVAD-Tasche befindet
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Sicherstellung, dass der Patient stets einen Monitor, einen Controller, einen Ersatz-Controller sowie zwei Stromquellen mit sich führt
-
Vollständiger Transfer aller zugehörigen Ausrüstungsteile gemeinsam mit dem Patienten in das nächstgelegene Krankenhaus
Aufgrund möglicher Komplikationen wird eine kontinuierliche Überwachung durch ein interprofessionelles Team als zwingend erforderlich beschrieben.
💡Praxis-Tipp
Die Leitlinie betont, dass bei einer Krankenhauseinweisung zwingend alle externen Systemkomponenten des LVADs mitgenommen werden müssen. Es wird zudem darauf hingewiesen, dass moderne Geräte einen kontinuierlichen Blutfluss erzeugen, was bei der präklinischen Vitalzeichenkontrolle berücksichtigt werden muss.
Häufig gestellte Fragen
Ein linksventrikuläres Unterstützungssystem (LVAD) wird bei schwerer Herzinsuffizienz mit einer Ejektionsfraktion unter 25 Prozent eingesetzt. Laut Leitlinie dient es als Überbrückung zur Transplantation oder als dauerhafte Therapie.
Die Leitlinie beschreibt, dass Patienten neben dem implantierten Gerät einen Monitor, einen Controller, einen Ersatz-Controller und zwei Stromquellen mitführen. Diese Komponenten sind über eine perkutane Driveline am Bauch mit der Pumpe verbunden.
Moderne LVADs der zweiten und dritten Generation erzeugen einen kontinuierlichen, nicht-pulsatilen Blutfluss. Dies führt laut Leitlinie dazu, dass bei diesen Patienten oft kein klassischer Puls tastbar ist, obwohl eine ausreichende Durchblutung stattfindet.
Es wird empfohlen, das Gerät frühzeitig zu identifizieren und den zugehörigen LVAD-Ausweis zu sichten. Beim Transport in die Klinik muss zwingend die gesamte externe Ausrüstung des Patienten mitgenommen werden.
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Quelle: StatPearls: EMS Left Ventricular Assist Device Management (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
Verwandte Leitlinien
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