Leflunomid: Auswaschtherapie und Stillzeit-Empfehlung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Embryotox (2026)|Arzneimittel-Fachinformation|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Leflunomid ist ein orales antirheumatisches Basistherapeutikum (DMARD), das primär bei rheumatoider Arthritis und Psoriasis-Arthritis eingesetzt wird. Es handelt sich um ein Prodrug, das im Körper in den aktiven Metaboliten Teriflunomid umgewandelt wird.

Der Wirkstoff hemmt die Pyrimidin-Synthese und unterdrückt dadurch die Zellteilung von T-Lymphozyten. Die pharmakokinetische Halbwertszeit des aktiven Metaboliten ist mit 18 bis 19 Tagen sehr lang.

Diese Zusammenfassung basiert auf den Empfehlungen von Embryotox. Der Erfahrungsumfang für die Anwendung in der Schwangerschaft wird von der Quelle als mittel eingestuft.

Empfehlungen

Familienplanung und Schwangerschaft

Laut Leitlinie soll Leflunomid während der Schwangerschaft nicht angewendet werden. Bei Kinderwunsch wird empfohlen, die Therapie bereits vor Eintritt einer Schwangerschaft auf ein besser erprobtes Basistherapeutikum umzustellen.

Der Hersteller rät zu einer Wartezeit von zwei Jahren nach Beendigung der Therapie, bevor eine Schwangerschaft eintreten sollte. Alternativ kann eine beschleunigte Elimination (Auswaschtherapie) durchgeführt werden.

Für die beschleunigte Elimination formuliert die Quelle folgende Parameter:

ParameterEmpfehlung / Zielwert
MethodeGabe von Colestyramin oder Aktivkohle
Ziel-Plasmakonzentration (Teriflunomid)< 0,02 mg/l (präkonzeptionell)
LaborkontrolleZweimalige Messung im Abstand von mind. 14 Tagen

Vorgehen bei versehentlicher Exposition

Tritt unter der Therapie eine Schwangerschaft ein, wird ein umgehendes Absetzen und die Umstellung der Medikation empfohlen. Zur schnelleren Wirkstoffelimination sollte sofort eine Auswaschtherapie eingeleitet werden.

Es wird angeraten, die Teriflunomid-Spiegel vor und nach der Eliminationsprozedur zu bestimmen. Die Prozedur sollte wiederholt werden, bis der Zielwert von < 0,02 mg/l erreicht ist.

Zur Kontrolle der fetalen Entwicklung wird das Angebot einer weiterführenden Ultraschalldiagnostik empfohlen.

Stillzeit und Alternativen

Da keine Daten zur Anwendung in der Stillzeit vorliegen, wird empfohlen, stillende Mütter auf ein besser untersuchtes Basistherapeutikum einzustellen.

Als besser geeignete medikamentöse Alternativen in der Schwangerschaft nennt die Leitlinie folgende Wirkstoffe:

Wirkstoff / WirkstoffklasseStatus in der Schwangerschaft
SulfasalazinBesser geeignete Alternative
PrednisolonBesser geeignete Alternative
AzathioprinBesser geeignete Alternative
TNF-alpha-InhibitorenBesser geeignete Alternative

Kontraindikationen

Leflunomid soll laut Leitlinie während der Schwangerschaft nicht angewendet werden. Auch in der Stillzeit wird aufgrund fehlender Daten von einer Anwendung abgeraten.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Aufgrund der extrem langen Halbwertszeit von Teriflunomid (18 bis 19 Tage) wird bei Kinderwunsch oder versehentlicher Schwangerschaft eine aktive Auswaschtherapie mit Colestyramin oder Aktivkohle empfohlen, bis die Plasmakonzentration sicher unter 0,02 mg/l sinkt.

Häufig gestellte Fragen

Der Hersteller empfiehlt eine Wartezeit von zwei Jahren nach Beendigung der Therapie. Alternativ kann eine beschleunigte Auswaschtherapie durchgeführt werden, um die Wartezeit zu verkürzen.

Die Leitlinie empfiehlt die Gabe von Colestyramin oder Aktivkohle, um den enterohepatischen Kreislauf zu unterbrechen. Dies wird fortgeführt, bis der Teriflunomid-Spiegel im Blut bei zwei Messungen unter 0,02 mg/l liegt.

Als besser erprobte Alternativen nennt die Quelle Sulfasalazin, Prednisolon, Azathioprin und TNF-alpha-Inhibitoren.

Es wird von einer Anwendung in der Stillzeit abgeraten, da keine ausreichenden Daten vorliegen. Es wird empfohlen, die Medikation auf ein besser untersuchtes Basistherapeutikum umzustellen.

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Quelle: Embryotox: Leflunomid in der Schwangerschaft/Stillzeit (Embryotox, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.

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