Lebertransplantation bei COVID-19: Therapie-Empfehlung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-S1-Leitlinie adressiert die medizinische Versorgung von Patienten vor und nach einer Lebertransplantation während der COVID-19-Pandemie. Diese Patientengruppe gilt aufgrund ihrer Grunderkrankung oder der notwendigen Immunsuppression als besonders vulnerabel für schwere Krankheitsverläufe.

Trotz der pandemischen Lage betont die Leitlinie, dass Organentnahmen und Lebertransplantationen grundsätzlich weitergeführt werden sollen. Eine Einschränkung der Transplantationsaktivitäten würde zu einer erheblichen Benachteiligung von Patienten mit fortgeschrittenen Lebererkrankungen führen.

Zudem werden spezifische Anpassungen im Management der Warteliste, der Evaluation sowie der medikamentösen Therapie bei einer SARS-CoV-2-Infektion detailliert beschrieben. Ziel ist es, das Infektionsrisiko zu minimieren und gleichzeitig die lebensrettende Transplantationsmedizin aufrechtzuerhalten.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie weist darauf hin, dass die Symptomatik einer SARS-CoV-2-Infektion bei immunsupprimierten Patienten atypisch verlaufen kann. Es wird betont, dass Fieber seltener auftritt, während gastrointestinale Symptome häufiger zu beobachten sind. Zudem kann eine akute hepatische Dekompensation der erste und einzige Hinweis auf eine Infektion bei Patienten mit Zirrhose sein.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie kann die Transplantation einer Leber von einem SARS-CoV-2-positiven Spender unter einer strengen Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen. Bei unklarem Immunschutz des Empfängers sollte in diesem Fall eine passive Immunisierung mit monoklonalen Antikörpern durchgeführt werden.

Es wird empfohlen, die immunsuppressive Erhaltungstherapie zur reinen Vorbeugung einer Infektion nicht zu verändern. Erst bei einer manifesten COVID-19-Erkrankung sollte laut Leitlinie eine Anpassung, wie etwa die Reduktion von Mycophenolat-Mofetil, in Absprache mit dem Zentrum erfolgen.

Die Leitlinie rät vom Einsatz von Nirmatrelvir/Ritonavir bei Patienten mit dekompensierter Leberzirrhose (Child-Pugh C) ab. Bei Patienten mit Child-Pugh B sollte die Gabe nur mit besonderer Vorsicht erfolgen, da starke CYP3A4-Interaktionen bestehen.

Die Leitlinie empfiehlt eine Grundimmunisierung sowie Auffrischungsimpfungen entsprechend den aktuellen STIKO-Vorgaben. Für Patienten nach Lebertransplantation wird explizit eine zweite Booster-Impfung (vierte Impfung) empfohlen, um den Immunschutz zu verbessern.

Es wird empfohlen, umgehend das Transplantationszentrum zu kontaktieren, um die Indikation für eine frühzeitige antivirale Therapie oder Antikörpergabe zu prüfen. Eine Infektion ohne pulmonale Symptome führt laut Leitlinie nicht zwingend dazu, dass der Patient als "nicht transplantabel" eingestuft wird.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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