Toskana-Virus IgG (Sandfliegen-Fieber): Gesundheit.gv.at

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Gesundheit.gv.at (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Toskana-Virus (TOSV) ist ein ARBO-Virus aus der Familie der Bunyaviren und gilt als einer der Hauptauslöser des Sandfliegen-Fiebers (Pappataci-Fieber). Die Übertragung erfolgt durch Stechmücken der Gattung Phlebotomus (Sandmücken).

Endemiegebiete umfassen vorwiegend den Mittelmeerraum sowie gemäßigte und subtropische Regionen Südostasiens. Nach einer Inkubationszeit von zwei bis fünf Tagen verläuft die Infektion oft asymptomatisch oder ähnelt einem grippalen Infekt mit Fieber sowie Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen.

In seltenen Fällen kann es nach einem fieberfreien Intervall zu einer Meningoenzephalitis kommen, die einer FSME-Erkrankung ähnelt. Da derzeit keine Impfung verfügbar ist, steht die Expositionsprophylaxe mittels Repellentien und Mückenschutznetzen im Vordergrund.

Empfehlungen

Die Leitlinie von Gesundheit.gv.at (Stand 2026) beschreibt folgende diagnostische und therapeutische Schritte:

Diagnostik und Anamnese

Eine exakte Erhebung der Reiseanamnese und des Krankheitsverlaufs wird als essenziell beschrieben. Die Quelle betont, dass die Erkrankung von anderen fieberhaften Reisekrankheiten wie Malaria abgegrenzt werden muss.

Serologische und molekulare Tests

Für den Erregernachweis werden folgende Laboruntersuchungen angeführt:

  • Bestimmung von TOSV-Antikörpern (IgG und IgM) mittels ELISA-Verfahren.

  • Ein Nachweis von IgM-Antikörpern deutet auf eine akute Infektion hin.

  • Ein zwei- bis vierfacher Anstieg der IgG-Antikörper innerhalb von zwei Wochen spricht ebenfalls für eine akute Infektion.

  • Die TOSV-RNA-PCR dient als direkter Erregernachweis und beweist eine akute Infektion.

Es wird darauf hingewiesen, dass ein negatives Laborergebnis eine Infektion nicht mit absoluter Sicherheit ausschließt.

Referenzwerte

Für die Interpretation des Laborbefundes (TOSV IgG Ser Ql IA) werden folgende Referenzwerte angegeben:

PatientengruppeReferenzwert
Männer bis 18 Jahrenegativ
Männer über 18 Jahrenegativ
Frauen bis 18 Jahrenegativ
Frauen über 18 Jahrenegativ

Therapie

Die Behandlung richtet sich laut Quelle nach der Schwere des Verlaufs:

  • Bei unkomplizierten Verläufen genügt eine symptomatische Therapie mit fiebersenkenden Medikamenten und ausreichender Flüssigkeitszufuhr.

  • Bei schweren Formen mit ZNS-Beteiligung ist eine stationäre Aufnahme erforderlich.

  • Bei Auftreten einer Atemlähmung können intensivmedizinische Maßnahmen notwendig werden.

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💡Praxis-Tipp

Die Quelle warnt davor, eine Toskana-Virus-Infektion allein aufgrund eines negativen Antikörper-Befundes auszuschließen. Da IgG-Antikörper erst in späteren Infektionsphasen gebildet werden, ist die Beobachtung des Titerverlaufs über zwei Wochen sowie die Einbeziehung der Reiseanamnese für eine korrekte Diagnosestellung unerlässlich.

Häufig gestellte Fragen

Ein positiver IgG-Wert kann laut Leitlinie entweder auf eine bestehende Immunität nach durchgemachter Infektion hinweisen oder eine akute Infektion anzeigen. Für den serologischen Nachweis einer akuten Infektion wird ein zwei- bis vierfacher Titeranstieg innerhalb von zwei Wochen gefordert.

Die Übertragung erfolgt durch den Stich infizierter Sandmücken (Phlebotomus pappatasi). Diese Stechmückenart ist vor allem im Mittelmeerraum sowie in Teilen Südostasiens verbreitet.

Die Erkrankung verläuft oft asymptomatisch oder zeigt sich als grippaler Infekt mit Fieber, Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen. In seltenen Fällen beschreibt die Quelle eine Beteiligung des zentralen Nervensystems in Form einer Meningoenzephalitis.

Laut Quelle ist derzeit keine Impfung gegen das Toskana-Virus verfügbar. Es wird stattdessen eine konsequente Expositionsprophylaxe mit Repellentien und Insektenschutzgittern empfohlen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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