Listeriose: Bakterienkultur (LIMKLT) und Therapie
Hintergrund
Listerien sind grampositive Stäbchenbakterien, die in der Natur weit verbreitet sind. Die für den Menschen relevanteste Spezies ist Listeria monocytogenes, welche meist über kontaminierte Nahrungsmittel wie Rohmilchprodukte oder Räucherfisch übertragen wird.
Bei immunkompetenten Personen verläuft eine Infektion meist asymptomatisch oder mit leichten grippeähnlichen Beschwerden. Die Inkubationszeit variiert dabei zwischen wenigen Stunden und bis zu 67 Tagen.
Für Risikogruppen wie Neugeborene, ältere Menschen, Schwangere und Immunsupprimierte stellt die Listeriose jedoch eine ernsthafte Gefahr dar. In diesen Fällen kann es zu schweren septischen Verläufen oder einer Beteiligung des zentralen Nervensystems kommen.
💡Praxis-Tipp
Ein besonderes Augenmerk wird auf die Tatsache gelegt, dass sich Listerien auch bei Kühlschranktemperaturen vermehren können. Daher wird eine strikte Nahrungsmittelhygiene bei der Aufbewahrung von Risikolebensmitteln wie Rohmilchprodukten oder Räucherfisch als essenziell beschrieben.
Häufig gestellte Fragen
Laut Gesundheit.gv.at variiert die Inkubationszeit stark je nach Erkrankungserscheinung. Sie kann von wenigen Stunden bis zu 67 Tagen betragen, wobei letztere Dauer vor allem bei schwangerschaftsassoziierten Fällen auftritt.
Die Leitlinie beschreibt Amoxicillin in Kombination mit einem Aminoglykosid als primäre Therapie. Als Alternativen werden Cotrimoxazol oder Makrolide genannt, wobei die Behandlung über mindestens zwei Wochen erfolgen sollte.
Die Infektion erfolgt meist über kontaminierte Nahrungsmittel. Dazu zählen laut Quelle vor allem Rohmilchprodukte, bestimmte Rohmilchkäsesorten, Rohwürste, rohes Faschiertes sowie Räucherfisch und Räucherlachs.
Eine Infektion in frühen Schwangerschaftsphasen kann laut Leitlinie zu Totgeburten führen. Bei einer späteren Infektion drohen schwere septische Verläufe beim Neugeborenen, was als konnatale Listeriose bezeichnet wird.
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Quelle: Laborwert: Listeria-monocytogenes-Bakterienkultur (LIMKLT) (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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