Kolloidosmotischer Druck (KOD): Gesundheit.gv.at

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Gesundheit.gv.at (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Text von Gesundheit.gv.at beschreibt den kolloidosmotischen Druck (KOD), auch onkotischer Druck genannt, als entscheidenden Faktor für den Stoffaustausch zwischen Blutgefäßsystem und Gewebe. Er entsteht durch Eiweißstoffe, vor allem Albumin, die unter normalen Verhältnissen die Blutgefäße nicht verlassen können.

Da im Gewebe eine niedrigere Eiweißkonzentration herrscht, baut sich ein Druckgefälle auf. Dieses Gefälle hält die Flüssigkeit im Gefäßsystem und wirkt dem hydrostatischen Blutdruck entgegen.

Auf der arteriellen Seite der Kapillaren überwiegt der hydrostatische Druck, wodurch nährstoffreiche Flüssigkeit in das Gewebe gepresst wird. Auf der venösen Seite überwiegt der kolloidosmotische Druck, was den Rückstrom von Flüssigkeit und Stoffwechselprodukten in das Blutgefäßsystem ermöglicht.

Empfehlungen

Die Leitlinie führt folgende klinische Aspekte zur Bestimmung des kolloidosmotischen Drucks auf:

Klinische Bedeutung und Indikationen

Eine Störung der komplexen Druckverhältnisse zwischen Blut und Gewebe kann zu Ödemen führen. Die Messung des KOD wird laut Text zur Beurteilung der Flüssigkeitsbilanzierung des Körpers herangezogen.

Besonders hervorgehoben wird die Überwachung bei folgenden medizinischen Fragestellungen:

  • Langfristige Infusionsbehandlungen, wie etwa bei künstlicher intravenöser Ernährung

  • Erkrankungen mit hohem Eiweißverlust, beispielsweise schwere Verbrennungen

  • Bestimmte Formen von Darmentzündungen (exsudative Enteropathien)

Diagnostik und Überwachung

Die Messung erfolgt im medizinischen Labor unter standardisierten Bedingungen mittels eines Onkometers, wofür in der Regel Blutplasma verwendet wird. Im Rahmen einer intensivmedizinischen Infusionstherapie wird eine exakte Bilanzierung empfohlen, um eine Flüssigkeitsüberladung oder einen funktionellen Eiweißmangel zu vermeiden.

Zur umfassenden Überwachung der Flüssigkeitsbilanz nennt der Text neben dem KOD weitere Parameter wie die Osmolalität von Blut und Harn, das Körpergewicht sowie Elektrolyte und Gesamteiweiß.

Referenzwerte

Die Leitlinie gibt folgende Referenzwerte für den kolloidosmotischen Druck an:

PatientengruppeAlterReferenzbereich
Männerbis 18 Jahre20–30 mmHg
Männerüber 18 Jahre20–30 mmHg
Frauenbis 18 Jahre20–30 mmHg
Frauenüber 18 Jahre20–30 mmHg
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💡Praxis-Tipp

Bei intensivmedizinisch betreuten Personen unter Infusionstherapie wird eine engmaschige Überwachung des kolloidosmotischen Drucks beschrieben, um eine Flüssigkeitsüberladung zu verhindern. Ein Abfall des onkotischen Drucks, beispielsweise durch Eiweißverlust, wird als wesentliche Ursache für die Entstehung von Ödemen genannt.

Häufig gestellte Fragen

Laut Text misst die Osmolalität die Summe aller osmotisch wirksamen Stoffe in einer Lösung. Der kolloidosmotische Druck wird hingegen spezifisch durch Eiweißstoffe wie Albumin erzeugt, die das Blutgefäßsystem nicht verlassen können.

Die Messung erfolgt gemäß der Quelle unter standardisierten Bedingungen mit einem sogenannten Onkometer. Hierfür wird in der Regel das Blutplasma der untersuchten Person verwendet.

Der Text nennt Erkrankungen mit hohem Eiweißverlust als Ursache für Veränderungen des KOD. Dazu zählen unter anderem schwere Verbrennungen sowie bestimmte Darmentzündungen (exsudative Enteropathien).

Es wird beschrieben, dass eine Störung der Druckverhältnisse zwischen Blutgefäßen und Gewebe zu vermehrten Flüssigkeitsansammlungen führt. Klinisch äußert sich dies in der Bildung von Ödemen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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