Kolloidosmotischer Druck (KOD): Referenzwerte & Messung
Hintergrund
Der Text von Gesundheit.gv.at beschreibt den kolloidosmotischen Druck (KOD), auch onkotischer Druck genannt, als entscheidenden Faktor für den Stoffaustausch zwischen Blutgefäßsystem und Gewebe. Er entsteht durch Eiweißstoffe, vor allem Albumin, die unter normalen Verhältnissen die Blutgefäße nicht verlassen können.
Da im Gewebe eine niedrigere Eiweißkonzentration herrscht, baut sich ein Druckgefälle auf. Dieses Gefälle hält die Flüssigkeit im Gefäßsystem und wirkt dem hydrostatischen Blutdruck entgegen.
Auf der arteriellen Seite der Kapillaren überwiegt der hydrostatische Druck, wodurch nährstoffreiche Flüssigkeit in das Gewebe gepresst wird. Auf der venösen Seite überwiegt der kolloidosmotische Druck, was den Rückstrom von Flüssigkeit und Stoffwechselprodukten in das Blutgefäßsystem ermöglicht.
💡Praxis-Tipp
Bei intensivmedizinisch betreuten Personen unter Infusionstherapie wird eine engmaschige Überwachung des kolloidosmotischen Drucks beschrieben, um eine Flüssigkeitsüberladung zu verhindern. Ein Abfall des onkotischen Drucks, beispielsweise durch Eiweißverlust, wird als wesentliche Ursache für die Entstehung von Ödemen genannt.
Häufig gestellte Fragen
Laut Text misst die Osmolalität die Summe aller osmotisch wirksamen Stoffe in einer Lösung. Der kolloidosmotische Druck wird hingegen spezifisch durch Eiweißstoffe wie Albumin erzeugt, die das Blutgefäßsystem nicht verlassen können.
Die Messung erfolgt gemäß der Quelle unter standardisierten Bedingungen mit einem sogenannten Onkometer. Hierfür wird in der Regel das Blutplasma der untersuchten Person verwendet.
Der Text nennt Erkrankungen mit hohem Eiweißverlust als Ursache für Veränderungen des KOD. Dazu zählen unter anderem schwere Verbrennungen sowie bestimmte Darmentzündungen (exsudative Enteropathien).
Es wird beschrieben, dass eine Störung der Druckverhältnisse zwischen Blutgefäßen und Gewebe zu vermehrten Flüssigkeitsansammlungen führt. Klinisch äußert sich dies in der Bildung von Ödemen.
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Quelle: Laborwert: Kolloidosmotischer Druck (KOD) (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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