Histamin im 24-Stunden-Urin: Gesundheit.gv.at

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Gesundheit.gv.at (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Histamin ist ein biogenes Amin, das im Organismus als Botenstoff bei Entzündungsreaktionen und als Neurotransmitter fungiert. Es wird im Körper in großen Mengen von Gewebsmastzellen gebildet und gespeichert, kommt aber auch in zahlreichen Nahrungsmitteln vor.

Der Abbau von Histamin erfolgt normalerweise rasch über das Enzym Diaminoxidase (DAO) und dessen Coenzym Vitamin B6. Ein Ungleichgewicht zwischen der Histaminfreisetzung beziehungsweise -aufnahme und dem Abbau kann zu pseudoallergischen Reaktionen führen.

Das Gesundheitsportal Österreich (Gesundheit.gv.at) beschreibt die Bestimmung von Histamin im 24-Stunden-Urin als wichtiges diagnostisches Instrument. Die Untersuchung dient primär der Unterscheidung zwischen echten, immunologisch vermittelten Nahrungsmittelallergien und nicht-immunologischen Unverträglichkeiten wie der Histamin-Intoleranz.

Empfehlungen

Die Informationen der Quelle umfassen folgende Kernaspekte zur Diagnostik und Interpretation:

Präanalytik

Vor der Gewinnung von Untersuchungsmaterial für die Histamin-Bestimmung wird eine strikte Diät empfohlen. Laut Quelle dürfen keine stark histaminhaltigen Nahrungsmittel wie Thunfisch, Sauerkraut, Käse oder Rotwein konsumiert werden.

Ebenso ist der Verzicht auf Alkohol zwingend erforderlich. Ethanol hemmt die Diaminoxidase (DAO) und verfälscht somit den Histamin-Abbau im Körper.

Referenzwerte

Für die Beurteilung des Histamins im 24-Stunden-Urin gelten laut Text folgende Referenzbereiche:

PatientengruppeAlterReferenzbereich
Männerbis 18 Jahre5–35 ng/mL
Männerüber 18 Jahre5–35 ng/mL
Frauenbis 18 Jahre5–35 ng/mL
Frauenüber 18 Jahre5–35 ng/mL

Diagnostische Interpretation

Ein Hinweis auf eine Histamin-Intoleranz liegt bei folgenden Laborkonstellationen vor:

  • Erhöhtes Histamin und/oder erhöhte Histamin-Metabolite im Harn

  • Normales oder erhöhtes Histamin im Blut bei verminderter DAO-Aktivität

  • Gleichsinnige Erhöhung von Histamin und DAO-Aktivität im Blut

  • Erhöhtes Histamin im Stuhl

Zur weiteren Abklärung einer Nahrungsmittelallergie wird ein mehrstufiges Vorgehen beschrieben. Dieses umfasst eine ausführliche Anamnese mit Ernährungstagebuch, eine Eliminationsdiät sowie spezifische Labortests (Gesamt-IgE, spezifisches IgE/IgG, Tryptase) und Hauttestungen.

Differenzialdiagnosen

Erhöhte Histamin-Werte sind nicht spezifisch für eine Intoleranz. Der Text nennt folgende Erkrankungen, die diagnostisch zwingend abgegrenzt werden müssen:

  • Mastozytose (systemische Anhäufung von Mastzellen im Gewebe)

  • Bösartige Erkrankungen des blutbildenden Systems (z.B. chronisch myeloische Leukämie, Polycythaemia vera)

  • Neuroendokrine Tumore (sogenannte Karzinoide)

  • Angeborene Enzymdefekte oder Zöliakie

Therapeutische Maßnahmen

Bei bestätigter Nahrungsmittelallergie oder Intoleranz stellt die Allergenkarenz die wichtigste therapeutische Maßnahme dar. Es wird geraten, Fertigprodukte, Würzmischungen und üppige Buffets konsequent zu meiden.

Medikamentös können je nach Beschwerdebild verschiedene Optionen eingesetzt werden. Dazu zählen Mastzellstabilisatoren wie Cromoglicinsäure, Antihistaminika, Vitamin B6 als DAO-Kofaktor sowie Asthmatherapeutika.

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💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler bei der Bestimmung von Histamin im 24-Stunden-Urin ist die unzureichende Aufklärung über die Präanalytik. Es wird betont, dass der Konsum von Alkohol oder histaminreichen Lebensmitteln vor der Probengewinnung die Diaminoxidase hemmt und zu falsch-hohen Werten führt. Eine strikte Karenz im Vorfeld der Untersuchung ist essenziell für verwertbare Laborergebnisse.

Häufig gestellte Fragen

Laut Gesundheit.gv.at liegt der Referenzbereich für Histamin im 24-Stunden-Urin bei 5 bis 35 ng/mL. Dieser Wert gilt geschlechtsunabhängig für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Vor der Probengewinnung wird der Verzicht auf histaminreiche Nahrungsmittel wie Hartkäse, Rotwein, Sauerkraut und Thunfisch empfohlen. Zudem muss Alkohol strikt gemieden werden, da dieser das abbauende Enzym DAO hemmt.

Neben allergischen Reaktionen und Intoleranzen weist der Text auf systemische Erkrankungen hin. Dazu gehören die Mastozytose, neuroendokrine Tumore (Karzinoide) sowie bestimmte Leukämieformen wie die chronisch myeloische Leukämie.

Eine echte Nahrungsmittelallergie wird meist durch IgE- oder IgG-Antikörper vermittelt, die im Blut nachweisbar sind. Bei einer Histamin-Intoleranz (Pseudoallergie) zeigt sich hingegen oft eine verminderte DAO-Aktivität bei gleichzeitig erhöhten Histaminwerten in Blut, Urin oder Stuhl.

Zur medikamentösen Unterstützung werden Antihistaminika und Mastzellstabilisatoren wie Cromoglicinsäure genannt. Zusätzlich kann die Gabe von Vitamin B6 als Kofaktor der Diaminoxidase (DAO) erwogen werden.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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