Theophyllin (Euphyllin) Laborwert: Gesundheit.gv.at

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Gesundheit.gv.at (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Theophyllin (bekannt unter Handelsnamen wie Euphyllin, Respicur oder Theospirex) ist ein Medikament zur Behandlung von Atemnotzuständen. Laut der Leitlinie von Gesundheit.gv.at wird es vor allem bei Bronchialasthma und chronischer Bronchitis eingesetzt. Zudem findet es Anwendung bei Frühgeborenen zur Vorbeugung eines Atemstillstandes.

Das Medikament zeichnet sich durch eine geringe therapeutische Breite aus. Das bedeutet, dass der Bereich zwischen einer Unterdosierung und toxischen Nebenwirkungen sehr schmal ist.

Die Halbwertszeit variiert stark je nach Personengruppe. Sie beträgt bei Erwachsenen drei bis zwölf Stunden, bei Rauchern und Kindern etwa vier Stunden und bei Frühgeborenen rund 30 Stunden.

Empfehlungen

Diese Zusammenfassung basiert auf den Informationen von Gesundheit.gv.at. Die Leitlinie formuliert folgende Kernaspekte zum Umgang mit Theophyllin:

Therapeutisches Drugmonitoring (TDM)

Aufgrund der geringen therapeutischen Breite wird ein regelmäßiges TDM im Blut empfohlen. Ziel ist es, eine optimale Wirkkonzentration zu gewährleisten und toxische Effekte rechtzeitig zu erkennen.

Je nach medizinischer Fragestellung beschreibt die Leitlinie zwei Messzeitpunkte:

  • Maximalkonzentration: Blutabnahme ein bis vier Stunden nach der letzten Einnahme (präparateabhängig).

  • Talspiegel: Blutabnahme unmittelbar vor der nächsten Medikamenteneinnahme.

Analysemethoden

Für die Bestimmung des Blutspiegels werden verschiedene Labormethoden angeführt:

  • Immunologische Methoden (z.B. EIA, ELISA): Weit verbreitet, bergen jedoch das Risiko von Kreuzreaktionen und falschen Befunden.

  • Referenzmethoden (z.B. HPLC, GC/MS): Technisch aufwändiger, ermöglichen aber eine exakte Quantifizierung aller Metabolite.

Referenzwerte

Die Leitlinie gibt für alle Personengruppen einen einheitlichen Referenzbereich an. Es wird betont, dass Laborwerte immer im individuellen klinischen Zusammenhang interpretiert werden müssen.

PersonengruppeAlterReferenzwert
Männerbis 18 Jahre10–20 µg/L
Männerüber 18 Jahre10–20 µg/L
Frauenbis 18 Jahre10–20 µg/L
Frauenüber 18 Jahre10–20 µg/L

Kontraindikationen

Die Leitlinie warnt vor einer Überdosierung, da Theophyllin eine geringe therapeutische Breite aufweist. Zu hohe Konzentrationen im Blut können zu folgenden toxischen Nebenwirkungen führen:

  • Herzrhythmusstörungen

  • Übelkeit und Erbrechen

  • Krämpfe

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie weist nachdrücklich auf die stark schwankende Halbwertszeit von Theophyllin hin. Diese ist bei Rauchern und Kindern deutlich verkürzt (etwa vier Stunden), bei Frühgeborenen jedoch massiv verlängert (etwa 30 Stunden). Es wird empfohlen, diese metabolischen Unterschiede bei der Therapieplanung und dem Drugmonitoring zwingend zu berücksichtigen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie kann entweder die Maximalkonzentration ein bis vier Stunden nach der Einnahme bestimmt werden. Alternativ wird die Messung des Talspiegels unmittelbar vor der nächsten Dosis beschrieben.

Die Leitlinie von Gesundheit.gv.at gibt den Referenzbereich für alle Altersgruppen und Geschlechter mit 10–20 µg/L an. Es wird jedoch betont, dass dieser Wert immer im klinischen Gesamtbild betrachtet werden muss.

Es wird ein Monitoring empfohlen, da das Medikament eine sehr geringe therapeutische Breite besitzt. Dadurch liegen die Bereiche für eine Unwirksamkeit und für toxische Überdosierungen sehr nah beieinander.

Als toxische Effekte einer Überdosierung nennt die Leitlinie unter anderem Herzrhythmusstörungen und Krämpfe. Zudem wird auf gastrointestinale Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen hingewiesen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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