CENP-B-Antikörper (CNBAQ): Gesundheit.gv.at
Hintergrund
Antikörper schützen den Körper normalerweise vor Fremdstoffen. Bei Autoimmunerkrankungen bildet das Immunsystem jedoch Antikörper gegen körpereigenes Gewebe, was zu Entzündungsreaktionen in verschiedenen Organen führt.
Eine spezielle Gruppe dieser Autoantikörper sind die antinukleären Antikörper (ANA), die sich gegen Bestandteile des Zellkerns richten. CENP-B-Antikörper gehören zur Untergruppe der Antikörper gegen extrahierbare nukleäre Antigene (ENA).
Diese Zusammenfassung basiert auf den Informationen des Gesundheitsportals Gesundheit.gv.at. Die Bestimmung der ENA hilft dabei, die genaue Form einer vorliegenden Autoimmunerkrankung zu spezifizieren.
Empfehlungen
Indikation zur Testung
Laut Gesundheit.gv.at erfolgt die Bestimmung von CENP-B-Antikörpern im Anschluss an einen positiven Nachweis von antinukleären Antikörpern (ANA) im Blut. Ziel ist es, die zugrunde liegende Autoimmunerkrankung genauer zu klassifizieren.
Klinische Bedeutung
Ein positiver Nachweis von CENP-B-Antikörpern gilt als Hinweis auf eine Sklerodermie (progressive systemische Sklerose). Dabei handelt es sich um eine Bindegewebserkrankung mit Kollagenanhäufung in der Haut und inneren Organen.
Bei einer Sklerodermie können laut Quelle folgende Organe und Symptome betroffen sein:
-
Hautverdickungen und Raynaud-Syndrom (anfallsartige Durchblutungsstörung der Finger bei Stress oder Kälte)
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Gelenkentzündungen (Arthritis) und Schmerzen
-
Beteiligung von Magen-Darm-Trakt, Lunge, Herz und Nieren
Ergänzende Diagnostik und Therapie
Neben den CENP-B-Antikörpern sind bei einer Sklerodermie häufig weitere Autoantikörper nachweisbar. Dazu zählen ANA, RNP/Sm-Antikörper sowie Scl-70-Antikörper.
Die Behandlung der Erkrankung fokussiert sich auf die Linderung der Symptome. Es werden entzündungshemmende Maßnahmen sowie eine Immunsuppression eingesetzt.
Referenzwerte
Die Quelle gibt für alle Alters- und Geschlechtsgruppen einen negativen Befund als Referenzwert an. Es wird betont, dass Laborwerte immer im klinischen Gesamtbild interpretiert werden müssen.
| Patientengruppe | Alter | Referenzwert |
|---|---|---|
| Männer | bis 18 Jahre | negativ |
| Männer | über 18 Jahre | negativ |
| Frauen | bis 18 Jahre | negativ |
| Frauen | über 18 Jahre | negativ |
💡Praxis-Tipp
Laut Quelle zieht ein positiver ANA-Nachweis in der Regel eine differenzierte ENA-Diagnostik nach sich, um das Krankheitsbild zu spezifizieren. Bei der klinischen Beurteilung einer möglichen Sklerodermie stellt das Raynaud-Syndrom ein typisches Begleitsymptom dar, welches diagnostisch wegweisend sein kann.
Häufig gestellte Fragen
Die Bestimmung erfolgt laut Gesundheit.gv.at im Anschluss an einen positiven Nachweis von antinukleären Antikörpern (ANA). Sie dient der genauen Spezifizierung einer Autoimmunerkrankung.
Ein positiver Nachweis im Blut ist ein starker Hinweis auf das Vorliegen einer Sklerodermie. Diese wird auch als progressive systemische Sklerose (PSS) bezeichnet.
Neben den CENP-B-Antikörpern lassen sich bei Sklerodermie-Patienten häufig auch ANA, RNP/Sm-Antikörper und Scl-70-Antikörper nachweisen.
Der Referenzwert ist für alle Geschlechter und Altersgruppen negativ. Die Quelle betont jedoch, dass abweichende Werte immer im klinischen Gesamtbild beurteilt werden müssen.
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Quelle: Laborwert: CENP-B-Antikörper (CNBAQ) (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.