Laborwert Calcium (Ca): Gesundheit.gv.at

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Gesundheit.gv.at (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Calcium ist einer der wichtigsten Mineralstoffe im menschlichen Körper. Etwa 99 Prozent des Calciums befinden sich in den Knochen und Zähnen, während der Rest im Blut teils frei (ionisiert) und teils gebunden vorliegt.

Der Mineralstoff erfüllt essenzielle biologische Funktionen. Er ist maßgeblich an der Blutgerinnung, der Erregbarkeit von Nervengewebe sowie der Muskelkontraktion beteiligt.

Der Calciumspiegel im Blut wird in einem sehr engen Bereich reguliert. Diese präzise Steuerung erfolgt laut der Leitlinie von Gesundheit.gv.at durch das Zusammenspiel von Parathormon, Calcitonin und Vitamin D.

Empfehlungen

Die Leitlinie beschreibt die Calciumbestimmung als typischen Screening-Test zum Ausschluss diverser Erkrankungen.

Indikationen zur Bestimmung

Eine Messung des Calciumspiegels im Blut oder Harn wird bei folgenden medizinischen Fragestellungen empfohlen:

  • Untersuchung des Knochenstoffwechsels und Verdacht auf Knochenerkrankungen (zum Beispiel Tumore)

  • Symptome einer Calciumstoffwechselstörung wie Krampfneigung (Tetanie), übermäßiges Urinieren (Polyurie) oder starker Durst (Polydipsie)

  • Vorliegen von Nieren-, Magen-Darm- oder hormonellen Erkrankungen

Ursachen für Hyperkalziämie

Erhöhte Calciumwerte im Blut können auf verschiedene Pathologien hindeuten. Die Leitlinie nennt hierbei:

  • Hormonelle Störungen der Calciumregulation, wie eine Überproduktion von Parathormon

  • Knochentumore und andere bösartige Tumore (etwa das kleinzellige Bronchuskarzinom)

  • Angeborene Erkrankungen

Eine extreme Hyperkalziämie von über 3,7 mmol/L wird als lebensbedrohlich eingestuft.

Ursachen für Hypokalziämie

Niedrige Calciumwerte treten häufig im Rahmen von Mangelzuständen oder Organerkrankungen auf. Zu den Ursachen zählen:

  • Mangelernährung beziehungsweise Vitamin-D-Mangel (kann bei Kindern zu Rachitis führen)

  • Nierenerkrankungen mit vermehrter Calciumausscheidung

  • Magen-Darm-Erkrankungen mit verminderter Calciumaufnahme (Malabsorption)

  • Parathormonmangel, beispielsweise nach Schilddrüsenoperationen

Krampfneigung (Tetanie)

Bei einer Tetanie kommt es zu einer anfallsartigen Übererregbarkeit der Muskulatur mit schmerzhaften Verkrampfungen und Sensibilitätsstörungen. Zur Abschätzung der Krampfneigung wird die György-Formel herangezogen.

Gemäß dieser Formel steigt die Krampfneigung bei niedrigen Werten von Calcium, Magnesium und Wasserstoffionen (hoher pH-Wert). Gleichzeitig begünstigen hohe Werte von Kalium, Phosphat und Bikarbonat das Auftreten einer Tetanie.

Referenzwerte

Die Leitlinie gibt folgende Referenzbereiche für Calcium im Blut an, die als Orientierungshilfe dienen:

PatientengruppeReferenzbereichEinheit
Männer bis 18 Jahre2,1–2,7mmol/L
Männer über 18 Jahre2,1–2,7mmol/L
Frauen bis 18 Jahre2,1–2,7mmol/L
Frauen über 18 Jahre2,1–2,7mmol/L
Frage zu dieser Leitlinie stellen...

💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie ist bei einer extremen Hyperkalziämie mit Werten über 3,7 mmol/L von einem lebensbedrohlichen Zustand auszugehen. Zudem wird darauf hingewiesen, dass nach Schilddrüsenoperationen ein Parathormonmangel auftreten kann, der zu einer symptomatischen Hypokalziämie und Tetanie führt.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie stuft eine extreme Hyperkalziämie ab einem Wert von über 3,7 mmol/L als lebensbedrohlich ein. In solchen Fällen ist eine rasche medizinische Intervention erforderlich.

Erhöhte Calciumwerte werden laut Leitlinie häufig durch Knochentumore oder andere Malignome verursacht. Ein spezifisches Beispiel ist das kleinzellige Bronchuskarzinom, welches parathormonähnliche Stoffe bilden kann.

Nach Eingriffen an der Schilddrüse kann es zu einer Beeinträchtigung der Nebenschilddrüsen kommen. Dies führt gemäß der Leitlinie zu einem Parathormonmangel, welcher wiederum eine Hypokalziämie auslöst.

Die Krampfneigung lässt sich laut Leitlinie anhand der György-Formel abschätzen. Sie steigt bei niedrigen Werten von Calcium, Magnesium und Wasserstoffionen sowie bei hohen Werten von Kalium, Phosphat und Bikarbonat.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: Laborwert: Calcium (CA) (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien