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Calciumchlorid bei Kindern: Dosierung & Kinderformularium

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Kinderformularium (2026)|Arzneimittel-Fachinformation|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Kinderformularium bietet eine Monographie zur pädiatrischen Anwendung von Calciumchlorid. Es handelt sich um ein Elektrolytkonzentrat, bei dem ausschließlich das ionisierte Calcium biologisch wirksam ist.

Zu den Hauptindikationen zählen Calciummangelzustände, insbesondere bei einer hypochlorämischen alkalotischen Stoffwechsellage. Zudem wird die Substanz im Off-Label-Use bei Hyperkaliämie mit EKG-Anomalien eingesetzt.

Empfehlungen

Die Monographie des Kinderformulariums formuliert folgende Kernempfehlungen zur Anwendung von Calciumchlorid:

Vorbereitung und Applikation

  • Das Infusionslösungskonzentrat darf laut Quelle nicht unverdünnt angewendet werden, sondern dient als Zusatz zur intravenösen Infusion.

  • Es wird empfohlen, die Lösung vor Gebrauch auf sichtbare Partikel und Verfärbungen zu überprüfen.

  • Die Leitlinie warnt ausdrücklich davor, das Arzneimittel intramuskulär zu injizieren.

  • Wegen der gewebereizenden Eigenschaften wird zu großer Vorsicht bei der intravenösen Injektion geraten, um eine Extravasation zu verhindern.

Monitoring und Infusionsgeschwindigkeit

  • Es sind regelmäßige Kontrollen des Serumionogramms und des Säuren-Basen-Haushalts erforderlich.

  • Die Infusion sollte langsam erfolgen, um Nebenwirkungen wie Hitzegefühl, Übelkeit, Erbrechen, Blutdruckabfall oder Herzrhythmusstörungen zu vermeiden.

Besondere Patientengruppen

  • Bei Patienten mit prädisponierenden Faktoren für Hypercalcämie (z.B. Nierenfunktionsstörungen, Sarkoidose oder Calcium-Nierensteine) ist laut Monographie besondere Vorsicht geboten.

  • Für Kinder mit Nierenfunktionsstörungen im Alter von über 3 Monaten liegen keine Informationen zur Dosisanpassung vor.

Dosierung

Die Dosierung richtet sich grundsätzlich nach dem individuellen Bedarf, der vor der Anwendung zu bestimmen ist. Für die spezifische Indikation der Hyperkaliämie mit EKG-Anomalien (Off-Label-Use) gibt das Kinderformularium folgende Dosierung an:

IndikationAlterDosierungApplikation
Hyperkaliämie mit EKG-Anomalien1 Monat bis 18 Jahre17,64 mg/kg/Dosis Calciumchlorid-Dihydrat (entspricht 0,2 ml/kg der 10%-Lösung)Intravenöser Bolus

Laut Monographie darf die Dosierung bei sehr hohem Kaliumspiegel bis zu zweimal wiederholt werden.

Umrechnungshinweise

  • 1 mmol elementares Calcium entspricht 40 mg elementarem Calcium

  • Dies entspricht 111 mg wasserfreiem Calciumchlorid

  • Dies entspricht 147 mg Calciumchlorid-Dihydrat

Kontraindikationen

Laut Monographie bestehen folgende allgemeine Kontraindikationen für die Anwendung von Calciumchlorid:

  • Hypercalcämie und Hyperchlorämie

  • Azidosen

  • Schwere Niereninsuffizienz

  • Hyperkalzurie und Nephrokalzinose

Spezifische Warnhinweise zu Interaktionen

  • Neugeborene (≤ 28 Tage): Die gleichzeitige Verabreichung von Ceftriaxon und Calciumchlorid ist streng kontraindiziert, da das Risiko letaler Ausfällungen im Blutkreislauf besteht. Dies gilt auch bei Verwendung separater Infusionsschläuche. Generell wird von der Anwendung bei Neugeborenen abgeraten.

  • Patienten > 28 Tage: Ceftriaxon darf auf keinen Fall gleichzeitig über denselben Infusionsschlauch appliziert werden. Bei sequenzieller Gabe muss der Schlauch zwingend gründlich mit einer kompatiblen Lösung gespült werden.

  • Blutprodukte: Das Arzneimittel darf nicht Blutprodukten mit Citrat-Antikoagulans zugesetzt oder gleichzeitig über denselben Schlauch verabreicht werden, da Calcium Gerinnungsprozesse auslösen kann.

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💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Warnhinweis der Monographie betrifft die absolute Kontraindikation der gleichzeitigen Gabe von Calciumchlorid und Ceftriaxon bei Neugeborenen, da hierbei letale Ausfällungen im Blutkreislauf drohen. Auch bei älteren Kindern wird dringend davor gewarnt, beide Substanzen über denselben Infusionsschlauch zu verabreichen. Zudem wird betont, dass Calciumchlorid stark gewebereizend ist und eine Extravasation sowie eine intramuskuläre Injektion zwingend vermieden werden sollen.

Häufig gestellte Fragen

Das Kinderformularium gibt für Kinder von 1 Monat bis 18 Jahren eine Bolus-Dosis von 17,64 mg/kg Calciumchlorid-Dihydrat an. Dies entspricht 0,2 ml/kg der 10%-Lösung und kann bei sehr hohen Kaliumwerten bis zu zweimal wiederholt werden.

Laut Monographie darf das Infusionslösungskonzentrat nicht unverdünnt angewendet werden. Es dient ausschließlich als Zusatz zu einer intravenösen Infusion.

Eine zu schnelle Infusion kann laut Quelle zu Hitzegefühl, Übelkeit, Erbrechen und einem Blutdruckabfall führen. Im schlimmsten Fall drohen Bewusstlosigkeit sowie Herzrhythmusstörungen.

Bei Neugeborenen ist die gleichzeitige Gabe streng kontraindiziert, da letale Ausfällungen drohen. Bei älteren Patienten dürfen die Substanzen laut Leitlinie nicht über denselben Infusionsschlauch verabreicht werden.

Die Monographie warnt ausdrücklich vor einer intramuskulären Injektion. Aufgrund der gewebereizenden Eigenschaften ist auch bei der intravenösen Gabe streng auf die Vermeidung einer Extravasation zu achten.

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Quelle: Kinderformularium: Prednisolon - Pädiatrische Dosierung (Kinderformularium, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.

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