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Glucagon bei Kindern: Dosierung (Kinderformularium)

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Kinderformularium (2026)|Arzneimittel-Fachinformation|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Monographie des Kinderformulariums behandelt den Einsatz von Glucagon bei Kindern und Jugendlichen. Glucagon ist ein lebensrettendes Hormon, das die Glykogenolyse in der Leber fördert und dadurch die Blutglukosekonzentration rasch ansteigen lässt.

Hauptindikation im pädiatrischen Bereich ist die Behandlung schwerer Hypoglykämien bei Patienten mit Diabetes mellitus. Zusätzlich wird der Wirkstoff off-label in der endokrinologischen Diagnostik eingesetzt.

Gleichzeitig hemmt Glucagon die Motilität des Gastrointestinaltraktes. Diese Eigenschaft wird bei Untersuchungen des Magen-Darm-Traktes genutzt, ist jedoch laut Quelle nur für Erwachsene zugelassen.

Empfehlungen

Die Monographie formuliert folgende Kernaspekte zur Anwendung von Glucagon:

Indikationen und Anwendung

Laut Monographie ist Glucagon zur Behandlung schwerer hypoglykämischer Reaktionen bei Kindern mit Diabetes mellitus zugelassen. Die Applikation kann subkutan, intramuskulär oder nasal erfolgen.

Für die nasale Anwendung wird betont, dass der Wirkstoff passiv durch die Nasenschleimhaut resorbiert wird. Ein tiefes Einatmen oder Inhalieren nach der Dosisabgabe ist nicht erforderlich.

Diagnostischer Einsatz (Off-Label)

In der pädiatrischen Endokrinologie wird Glucagon laut Quelle als Diagnostikum eingesetzt. Dies umfasst die Bestimmung des C-Peptids, des Hyperinsulinismus sowie der Wachstumshormon- und ACTH-Reserve.

Klinisches Management bei Hypoglykämie

Die Monographie gibt folgende praktische Hinweise für das Management:

  • Bei unbekannter Ursache der Hypoglykämie wird die primäre Gabe von Glukose empfohlen.

  • Tritt 10 Minuten nach der Glucagon-Verabreichung keine Wirkung ein, sollte die Dosis wiederholt oder Glukose intravenös verabreicht werden.

  • Nach erfolgreicher Wirksamkeit wird die Gabe oraler Kohlenhydrate empfohlen, um die Leberspeicher aufzufüllen und Rezidive zu verhindern.

Dosierung

Die Monographie gibt folgende Dosierungsempfehlungen für Kinder und Jugendliche vor:

IndikationApplikationswegAlter / GewichtDosierung
Schwere HypoglykämieSubkutan / Intramuskulär< 25 kg0,5 mg einmalig (bei Bedarf nach 20 Min. wiederholen)
Schwere HypoglykämieSubkutan / Intramuskulär≥ 25 kg1 mg einmalig (bei Bedarf nach 20 Min. wiederholen)
Schwere HypoglykämieNasal≥ 1 Jahr3 mg einmalig (in ein Nasenloch)
Diagnostik: C-Peptid (Off-Label)Intravenös1 Monat bis < 18 Jahre15 µg/kg einmalig (max. 1 mg)
Diagnostik: Hyperinsulinismus (Off-Label)Intramuskulär1 Monat bis < 18 Jahre0,1 mg/kg einmalig (max. 1 mg)
Diagnostik: GH/ACTH-Reserve (Off-Label)Subkutan / Intramuskulär1 Monat bis < 18 Jahre0,1 mg/kg einmalig (max. 1 mg)

Kontraindikationen

Laut Monographie stellt ein Phäochromozytom eine absolute Kontraindikation für die Gabe von Glucagon dar.

Zudem wird auf relevante Wechselwirkungen hingewiesen: Bei gleichzeitiger Gabe von Indometacin kann die blutzuckersteigernde Wirkung vermindert sein. Bei Patienten unter Vitamin-K-Antagonisten besteht ein erhöhtes Blutungsrisiko.

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💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Praxis-Hinweis der Monographie ist das Vorgehen nach erfolgreicher Glucagon-Gabe bei Hypoglykämie. Es wird dringend empfohlen, dem Kind im Anschluss orale Kohlenhydrate zuzuführen. Dies ist essenziell, um die entleerten Glykogenspeicher der Leber wieder aufzufüllen und ein erneutes Abrutschen in die Hypoglykämie zu verhindern.

Häufig gestellte Fragen

Laut Monographie ist das nasale Glucagon-Präparat (Baqsimi) für Kinder ab einem Alter von 1 Jahr zugelassen. Die empfohlene Dosis beträgt unabhängig vom Gewicht 3 mg in ein Nasenloch.

Bei einer subkutanen oder intramuskulären Injektion wird für Kinder unter 25 kg Körpergewicht eine Dosis von 0,5 mg empfohlen. Tritt nach 10 Minuten keine Besserung ein, kann die Gabe laut Quelle wiederholt werden.

Die Monographie stellt klar, dass ein tiefes Einatmen oder Inhalieren nach der Dosisabgabe nicht notwendig ist. Der Wirkstoff wird passiv durch die Nasenschleimhaut resorbiert.

Falls 10 Minuten nach der Verabreichung von Glucagon keine ausreichende Wirkung eintritt, wird ein weiteres Eingreifen empfohlen. Die Quelle rät in diesem Fall zur Wiederholung der Dosis oder zur intravenösen Gabe von Glukose.

Zu den sehr häufigen unerwünschten Wirkungen der nasalen Gabe zählen laut Quelle Kopfschmerzen, erhöhter Tränenfluss, Erbrechen und Übelkeit. Zudem werden Reizungen der oberen Atemwege beschrieben.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.

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