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Calciumacetat bei Kindern: Dosierung & Kinderformularium

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Kinderformularium (2026)|Arzneimittel-Fachinformation|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Monographie des Kinderformulariums behandelt den Einsatz von Calciumacetat bei pädiatrischen Patienten. Der Wirkstoff gehört zur Gruppe der Phosphatbinder und wird primär zur Therapie von erhöhten Phosphatspiegeln eingesetzt.

Die Wirkung beruht auf der Bindung von mit der Nahrung zugeführten Phosphationen im Magen-Darm-Trakt. Dadurch entstehen unlösliche Calciumsalze, die über den Stuhl ausgeschieden werden, was die enterale Absorption von Phosphat senkt.

Laut Monographie liegen für Kinder keine speziellen pharmakokinetischen Daten vor. Die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren erfolgt im Off-Label-Use, da keine ausreichenden Erfahrungen für eine reguläre Zulassung in dieser Altersgruppe vorliegen.

Empfehlungen

Indikationen und Anwendung

Die Monographie beschreibt den Off-Label-Einsatz von Calciumacetat bei Kindern ab einem Monat bis unter 18 Jahren. Zu den Hauptindikationen zählen die Hyperphosphatämie bei chronischer Niereninsuffizienz sowie die Hyperphosphatämie und Hypokalzämie nach Chemotherapie.

Es wird empfohlen, die Tabletten ausschließlich zu den Mahlzeiten einzunehmen. Dies dient laut Quelle der bestmöglichen Phosphatbindung.

Monitoring und Zielwerte

Eine engmaschige Überwachung der Serumphosphat- und Serumcalciumspiegel ist notwendig, um die Wirksamkeit zu kontrollieren und einer Hypercalcämie vorzubeugen. Die Quelle empfiehlt eine monatliche Überwachung.

Das Calcium-Phosphat-Produkt erfordert besondere Aufmerksamkeit:

  • Es sollte den Wert von 5,25 mmol²/l² (65 mg²/dl²) nicht überschreiten.

  • Bei Überschreiten dieses Grenzwertes nimmt die Inzidenz von Weichteilverkalkungen zu.

  • Ein längerdauerndes Überschreiten erfordert eine Änderung der Behandlung.

Begleitmaßnahmen und Interaktionen

Vor der Anwendung von Phosphatbindern sollte eine Ernährungsberatung zur Aufnahme von Phosphat und Calcium erfolgen. Die Dosierung muss an die Art der Dialysebehandlung sowie an die Phosphataufnahme und -elimination angepasst werden.

Besondere Vorsicht ist bei folgenden Kombinationen geboten:

  • Vitamin-D-Präparate: Das Risiko einer Hypercalcämie ist besonders hoch, weshalb eine enge medizinische Überwachung erforderlich ist.

  • Herzwirksame Glykoside: Hier wird eine Überwachung mittels EKG und zusätzlichen Kontrollen des Serumcalciumspiegels empfohlen.

  • Algeldrat: In Kombination sollte Calciumacetat niedriger dosiert werden.

Dosierung

Die Dosierung erfolgt nach Indikation und Serum-Phosphatspiegel. Die Anwendung bei Kindern unter 18 Jahren ist ein Off-Label-Use.

Umrechnungshinweis: 1 mmol elementares Calcium = 40 mg elementares Calcium = 158 mg Calciumacetat.

Dosierung nach Indikation (1 Monat bis 18 Jahre)

IndikationTagesdosisAufteilungAnwendungshinweis
Hyperphosphatämie bei chronischer Niereninsuffizienz100 - 150 mg/kg/TagIn 3 - 4 DosenUnmittelbar vor Hauptmahlzeiten und zu phosphatreichen Zwischenmahlzeiten einnehmen.
Hyperphosphatämie und Hypokalzämie nach Chemotherapie750 - 2.500 mg/TagIn 3 - 4 DosenÜber die Nahrungsaufnahme verteilt einnehmen.

Dosisanpassung bei Nierenfunktionsstörungen (> 3 Monate)

GFR (ml/min/1.73m²)Dosisanpassung
≥ 10Keine Dosisanpassung erforderlich
< 10Keine allgemeine Empfehlung zur Dosisanpassung möglich

Kontraindikationen

Als absolute Kontraindikation für die Gabe von Calciumacetat nennt die Monographie das Vorliegen einer Hypercalcämie.

Zudem werden folgende unerwünschte Arzneimittelwirkungen (Häufigkeit ≥0,1 %) aufgeführt, die bei der Therapie beachtet werden sollten:

  • Muskelschwäche und gastrointestinale Beschwerden (z.B. Übelkeit, Erbrechen, Obstipation, Diarrhoe)

  • Bewusstseinsstörungen (Lethargie, Desorientierung, in extremen Fällen Koma)

  • Herabgesetzte Nierenfunktion, Polydipsie und Polyurie

  • Bei Langzeitbehandlung mit hohen Dosen: Hypercalcämie, extraossäre Calcifikationen (Herzklappen, Gefäße, Weichteile) und Calciphylaxie

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💡Praxis-Tipp

Die Monographie warnt eindringlich vor der gleichzeitigen Gabe von Calciumacetat und Vitamin-D-Derivaten, da hierbei ein besonders hohes Risiko für eine Hypercalcämie besteht. Es wird empfohlen, Betroffene auf die Symptome einer Hypercalcämie hinzuweisen und vor der eigenmächtigen Einnahme calciumhaltiger Antacida abzuraten. Zudem sollte das Calcium-Phosphat-Produkt stets unter 65 mg²/dl² gehalten werden, um Weichteilverkalkungen zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Bei chronischer Niereninsuffizienz liegt die Off-Label-Dosierung für Kinder zwischen 1 Monat und 18 Jahren bei 100 bis 150 mg/kg/Tag. Die Tagesdosis wird laut Monographie auf 3 bis 4 Einzelgaben aufgeteilt.

Es wird empfohlen, Calciumacetat ausschließlich zu den Mahlzeiten einzunehmen. Bei Niereninsuffizienz sollte die Einnahme unmittelbar vor den Hauptmahlzeiten und zu phosphatreichen Zwischenmahlzeiten erfolgen, um die bestmögliche Phosphatbindung zu erzielen.

Das Calcium-Phosphat-Produkt sollte laut Quelle den Wert von 5,25 mmol²/l² (65 mg²/dl²) nicht überschreiten. Ein längerdauerndes Überschreiten erhöht das Risiko für Weichteilverkalkungen und erfordert eine Therapieanpassung.

Bei einer glomerulären Filtrationsrate (GFR) von über 10 ml/min/1.73m² ist laut Monographie keine Dosisanpassung erforderlich. Fällt die GFR unter 10 ml/min/1.73m², kann keine allgemeine Empfehlung zur Dosisanpassung gegeben werden.

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Quelle: Kinderformularium: Paracetamol - Pädiatrische Dosierung (Kinderformularium, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.

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