Karpaltunnelsyndrom (KTS): Diagnostik und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Karpaltunnelsyndrom (KTS) ist das häufigste Engpass-Syndrom eines peripheren Nervs. Es entsteht durch eine Druckschädigung des Nervus medianus im Karpaltunnel aufgrund eines Missverhältnisses zwischen Weite und Inhalt des Kanals. Das nächtliche Einschlafen der Hand gilt laut AWMF-Leitlinie als typisches Erstsymptom und ist nahezu pathognomonisch.

Die Druckerhöhung führt zunächst zu einer Ischämie des Nervs und einer fokalen Demyelinisierung. Bei anhaltender Kompression resultiert eine Schädigung der Nervenfasern mit Axondegeneration. Ab einem Druck von 30 mmHg im Karpalkanal treten in der Regel klinische Symptome auf.

Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer. Zu den wesentlichen Risikofaktoren zählen laut Leitlinie Übergewicht, Diabetes mellitus, rheumatoide Arthritis sowie körperlich belastende Tätigkeiten. Auch während der Schwangerschaft und bei dialysepflichtiger Niereninsuffizienz tritt das Syndrom gehäuft auf.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei der klinischen Untersuchung wird darauf hingewiesen, dass eine Daumensattelgelenksarthrose (Rhizarthrose) eine neurogene Thenaratrophie oder ein positives Flaschenzeichen vortäuschen kann. Zudem ist bei persistierenden Beschwerden nach einer Operation an eine inkomplette Retinakulumspaltung zu denken, da dies laut Leitlinie die häufigste Ursache für ein Rezidiv darstellt. Ein postoperativ pathologischer neurographischer Befund allein rechtfertigt keine Revision, da sich die Werte in fortgeschrittenen Fällen oft nicht normalisieren.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt eine Operation bei anhaltenden sensiblen oder motorischen Ausfällen wie einer Thenaratrophie. Auch bei starken, durch konservative Maßnahmen nicht besserbaren Schmerzen wird zu einem chirurgischen Eingriff geraten.

Nein, als Standardmethode wird die sensible und motorische Neurographie empfohlen. Ein Elektromyogramm (EMG) ist laut Leitlinie nur zum Nachweis einer axonalen Läsion oder bei technischen Schwierigkeiten erforderlich.

Als primäre Maßnahme im Frühstadium wird das nächtliche Tragen einer Handgelenksschiene empfohlen. Ergänzend kann eine lokale Kortisoninfiltration in den Karpaltunnel erfolgen, die idealerweise ultraschallgesteuert durchgeführt wird.

Ja, die Leitlinie empfiehlt eine operative Dekompression auch bei Schwangeren, sofern neurologische Ausfallserscheinungen vorliegen. Es wird betont, dass die Beschwerden andernfalls häufig auch nach der Entbindung persistieren.

Bei einem regulären postoperativen Verlauf wird eine Arbeitsunfähigkeit von drei bis sechs Wochen angegeben. Bei leichten körperlichen Tätigkeiten, wie beispielsweise reiner Büroarbeit, kann dieser Zeitraum laut Leitlinie auch kürzer ausfallen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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