IQWiG2017Onkologie

Trametinib bei NSCLC: Therapie bei BRAF-V600-Mutation

Diese Leitlinie stammt aus 2017 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2017)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht A17-16 bewertet den Zusatznutzen von Trametinib in Kombination mit Dabrafenib. Das Anwendungsgebiet umfasst erwachsene Personen mit fortgeschrittenem nicht kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) und einer nachgewiesenen BRAF-V600-Mutation.

Bislang standen für diese spezifische Mutation beim NSCLC keine zielgerichteten Therapien zur Verfügung. Die Bewertung vergleicht die Kombinationstherapie mit der vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) festgelegten zweckmäßigen Vergleichstherapie.

Dabei wird zwischen Personen mit und ohne Vorbehandlung unterschieden. Als Vergleichstherapien dienen unter anderem platinbasierte Chemotherapien, Docetaxel, Pemetrexed oder Nivolumab.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Aspekt aus der Bewertung ist die methodische Schwäche unkontrollierter Studiendaten bei seltenen Mutationen. Obwohl die Kombinationstherapie in der einarmigen Zulassungsstudie ein Ansprechen zeigte, lässt sich laut IQWiG aufgrund fehlender direkter Vergleiche und unzureichender historischer Kontrollen kein quantifizierbarer Zusatznutzen gegenüber etablierten Chemotherapien oder Immuntherapien ableiten. Es wird empfohlen, betroffene Personen über diese Evidenzlücke aufzuklären.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht ist ein Zusatznutzen von Trametinib in Kombination mit Dabrafenib beim NSCLC mit BRAF-V600-Mutation nicht belegt. Die vorgelegten Daten aus unkontrollierten Studien reichten für einen Nachweis nicht aus.

Die empfohlene Dosis beträgt 2 mg Trametinib einmal täglich in Kombination mit 150 mg Dabrafenib zweimal täglich. Die Einnahme sollte nüchtern erfolgen, also mindestens eine Stunde vor oder zwei Stunden nach einer Mahlzeit.

Vor der Einleitung der Therapie muss zwingend eine BRAF-V600-Mutation durch einen validierten Test nachgewiesen werden. Zudem wird eine kardiologische und dermatologische Ausgangsuntersuchung empfohlen.

Der Bericht warnt unter anderem vor kutanen Plattenepithelkarzinomen, Pyrexie, einer verminderten linksventrikulären Auswurffraktion und interstitiellen Lungenerkrankungen. Bei Auftreten schwerer Toxizitäten wird eine Dosisreduktion oder ein Therapieabbruch empfohlen.

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Quelle: IQWiG A17-16: Trametinib (nicht kleinzelliges Lungenkarzinom) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2017). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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