BfArM2010

Rivastigmin Pflaster: BfArM-Warnung zu Überdosierung

Diese Leitlinie stammt aus 2010 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2010)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Rivastigmin (Handelsnamen Exelon, Prometax) ist ein Cholinesterase-Hemmer. Er wird zur symptomatischen Behandlung der leichten bis mittelschweren Alzheimer-Demenz sowie der Demenz bei Parkinson-Krankheit eingesetzt.

Die Applikation erfolgt häufig über transdermale Pflaster, um eine kontinuierliche Wirkstofffreisetzung zu gewährleisten und gastrointestinale Nebenwirkungen zu reduzieren. Im Jahr 2010 veröffentlichte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) einen Informations- beziehungsweise Rote-Hand-Brief zu diesen Systemen.

Hintergrund der Warnung waren gemeldete Fälle von Überdosierungen. Diese waren auf Medikationsfehler und eine unsachgemäße Anwendung in der Praxis zurückzuführen.

Hinweis: Diese Zusammenfassung basiert auf dem Kurztext der Sicherheitswarnung.

Empfehlungen

Der Informationsbrief des BfArM fokussiert sich auf die Arzneimittelsicherheit bei der Anwendung rivastigminhaltiger transdermaler Pflaster.

Vermeidung von Überdosierungen

Laut der Sicherheitswarnung wird auf ein erhöhtes Risiko für Überdosierungen hingewiesen. Diese resultieren primär aus folgenden Ursachen:

  • Medikationsfehlern im klinischen oder häuslichen Umfeld

  • Unsachgemäßer Anwendung der transdermalen Pflaster (Exelon, Prometax)

Sensibilisierung des medizinischen Personals

Das BfArM betont durch die Versendung des Rote-Hand-Briefs die Notwendigkeit, bei der Verordnung und Applikation der Pflaster besondere Sorgfalt walten zu lassen. Es wird hervorgehoben, dass Anwender und Pflegepersonal auf die korrekte Handhabung geschult werden müssen.

Ein typischer Hintergrund für solche Warnungen ist das versehentliche Belassen alter Pflaster bei der Applikation neuer Systeme. Dies kann zu toxischen Kumulationen des Wirkstoffs führen.

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💡Praxis-Tipp

Bei der Verordnung von transdermalen Pflastern wie Rivastigmin wird eine genaue Aufklärung von Angehörigen und Pflegepersonal empfohlen. Ein häufiger, zu Überdosierungen führender Fehler in der Praxis ist das Vergessen, das alte Pflaster zu entfernen, bevor ein neues appliziert wird.

Häufig gestellte Fragen

Das BfArM informierte 2010 über gemeldete Fälle von Überdosierungen. Diese traten durch Medikationsfehler und die unsachgemäße Anwendung der transdermalen Pflaster auf.

Die Warnung bezieht sich explizit auf die rivastigminhaltigen transdermalen Pflaster. Namentlich genannt werden die Handelsnamen Exelon und Prometax.

Überdosierungen entstehen häufig durch Anwendungsfehler im Alltag. Ein klassisches Beispiel ist, wenn alte Pflaster nicht entfernt werden, bevor ein neues aufgeklebt wird, was zu einer Kumulation des Wirkstoffs führt.

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Quelle: Informationsbrief zu Exelon®/Prometax® transdermale Pflaster (Wirkstoff: Rivastigmin): unsachgemäße Anwendung und Medikationsfehler (BfArM, 2010). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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