WHO2020

Influenza-Surveillance: SARS-CoV-2-Tests und Diagnostik

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: WHO (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die WHO-Leitlinie (2020) adressiert die Herausforderungen für das Global Influenza Surveillance and Response System (GISRS) während der COVID-19-Pandemie. Zu Beginn der Pandemie wurden viele GISRS-Labore zu COVID-19-Testzentren umfunktioniert.

Dies führte laut Leitlinie zu einem signifikanten Rückgang der getesteten Influenza-Proben und zu Verzögerungen bei der Berichterstattung. Gleichzeitig bleibt die Überwachung von saisonalen, zoonotischen und potenziell pandemischen Influenzaviren unerlässlich.

Das Dokument zielt darauf ab, die kontinuierliche Influenza-Surveillance sicherzustellen. Zudem soll die bestehende Infrastruktur für die syndromische Sentinel-Surveillance von COVID-19 weiter genutzt und gestärkt werden.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen für die Aufrechterhaltung der Surveillance-Systeme:

Allgemeine Strategie

Die Leitlinie empfiehlt, sich auf die Ko-Zirkulation von Influenza und COVID-19 vorzubereiten. Es wird dazu geraten, bestehende nationale Influenza-Surveillance-Systeme für beide Erreger zu nutzen und zu stärken.

Dabei sollte die COVID-19-Sentinel-Surveillance bestmöglich in laufende Systeme integriert werden. Die Strategien sind laut Leitlinie an die spezifischen Bedürfnisse und Kapazitäten des jeweiligen Landes anzupassen.

Anforderungen an Nationale Influenza-Zentren (NICs)

Für die nationalen Zentren und assoziierten Überwachungssysteme werden folgende Maßnahmen empfohlen:

  • Aufrechterhaltung der syndromischen (ILI/ARI und SARI) sowie virologischen Sentinel-Surveillance für Influenza und COVID-19.

  • Wöchentliche Testung von mindestens 150 respiratorischen Proben pro Land aus Sentinel-Standorten.

  • Wöchentliche Meldung aggregierter Surveillance-Daten für beide Viren über etablierte WHO-Plattformen (z. B. FluNet oder FluID).

  • Zeitnahe Sequenzierung einer Teilmenge der Viren und Teilen der genetischen Daten in öffentlichen Datenbanken wie GISAID oder GenBank.

Labor- und Biosicherheit

Ein kritischer Aspekt der Leitlinie betrifft die Biosicherheit bei der Virusisolierung.

Es wird dringend empfohlen, sicherzustellen, dass Influenza-positive Proben negativ auf COVID-19 getestet wurden, bevor eine Virusisolierung in Zellkulturen oder Eiern unter BSL-2-Bedingungen versucht wird.

Aufgaben der WHO-Kooperationszentren

Die WHO-Kooperationszentren sollen laut Leitlinie die ganzjährige Surveillance und die Entwicklung von Impfstoff-Kandidatenviren fortsetzen.

Zudem wird empfohlen, sich auf die Charakterisierung von Virusmaterialien mit potenzieller Ko-Infektion von Influenza und COVID-19 vorzubereiten. Die Entwicklung von Multiplex-Assays für beide Erreger wird ebenfalls unterstützt.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Sicherheitshinweis der Leitlinie betrifft die Virusisolierung in BSL-2-Laboren. Es wird dringend empfohlen, jede Influenza-positive Probe vor der Anzucht in Zellkulturen oder Eiern zwingend auf COVID-19 negativ zu testen. Dadurch soll eine unbeabsichtigte Vermehrung von SARS-CoV-2 unter unzureichenden Biosicherheitsbedingungen vermieden werden.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt, die Laborkapazitäten maximal auszuschöpfen. Es wird ein Zielwert von mindestens 150 respiratorischen Proben pro Land und Woche aus Sentinel-Standorten genannt.

Es wird empfohlen, die wöchentlich aggregierten Surveillance-Daten für Influenza und COVID-19 über dieselben WHO-Plattformen zu melden. Dazu gehören laut Leitlinie Systeme wie FluNet, FluID oder entsprechende regionale WHO-Plattformen.

Laut Leitlinie darf eine Influenza-Virusisolierung in BSL-2-Laboren nur erfolgen, wenn die Probe zuvor negativ auf COVID-19 getestet wurde. Ist dies nicht möglich, wird auf alternative Methoden wie eine primäre Sequenzierung verwiesen.

Ja, die Leitlinie empfiehlt die zeitnahe Sequenzierung einer Teilmenge der Viren. Diese genetischen Sequenzdaten sollen in öffentlich zugänglichen Datenbanken wie GISAID oder GenBank geteilt werden.

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Quelle: Preparing GISRS for the upcoming influenza seasons during the COVID-19 pandemic – practical considerations (WHO, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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