Surviving Sepsis Campaign 2026: Leitlinie (IDSA/SCCM)
📋Auf einen Blick
- •Sepsis ist eine lebensbedrohliche Organdysfunktion durch Infektion mit weltweit ca. 49 Millionen Fällen jährlich.
- •Die Leitlinie fokussiert auf das Management im prähospitalen, klinischen und poststationären Bereich.
- •Antimicrobial Stewardship (verantwortungsvoller Einsatz, Diagnostik, Deeskalation) ist ein zentrales Prinzip der Empfehlungen.
Hintergrund
Sepsis ist definiert als eine lebensbedrohliche akute Organdysfunktion, die durch eine Infektion verursacht wird. Sie stellt weltweit eine gesundheitliche Priorität dar. Jährlich kommt es zu etwa 49 Millionen Sepsis-Fällen und 13 Millionen sepsisbedingten Todesfällen.
Neben der akuten Lebensgefahr trägt eine Sepsis bei vielen Überlebenden zu neuen oder verschlechterten Problemen in folgenden Bereichen bei:
- Physische Gesundheit
- Kognitive Fähigkeiten
- Mentale Gesundheit
Fokus der Leitlinie
Eine frühzeitige Erkennung und Behandlung sind entscheidend für die Verbesserung der klinischen Ergebnisse. Die Surviving Sepsis Campaign (SSC) Leitlinie richtet sich an Behandler von erwachsenen Sepsis-Patienten und deckt folgende Versorgungsbereiche ab:
| Versorgungsbereich | Fokus der Empfehlungen |
|---|---|
| Prähospital | Unmittelbares Management vor der Klinikaufnahme |
| Klinisch | Stationäres Management im Krankenhaus |
| Poststationär | Unmittelbare Nachsorge nach der Entlassung |
Antimicrobial Stewardship
Ein zentrales Prinzip der Leitlinie ist die Integration von Antimicrobial Stewardship. Dies umfasst:
- Verantwortungsvoller Einsatz von antimikrobiellen Substanzen
- Adäquate diagnostische Strategien
- Deeskalation der antimikrobiellen Therapie
(Hinweis: Der vorliegende Text ist eine Zusammenfassung der Leitlinien-Übersicht. Die vollständigen evidenzbasierten Empfehlungen sind über die SCCM-Website abrufbar.)
💡Praxis-Tipp
Achten Sie bei Sepsis-Überlebenden nicht nur auf die akute körperliche Erholung, sondern evaluieren Sie auch aktiv neue oder verschlechterte kognitive und mentale Probleme im poststationären Verlauf.