Ausbruchsmanagement im Krankenhaus: SHEA/CDC Leitlinie
📋Auf einen Blick
- •Die Leitlinie richtet sich an Krankenhausepidemiologen in Akutkrankenhäusern.
- •Sie bietet einen Rahmen für das Incident Management bei Infektionsausbrüchen.
- •Die Empfehlungen sind nicht erregerspezifisch, sondern allgemein anwendbar.
- •Maßnahmen umfassen Personalaufstockung, Infektionsschutz, Schulungen und externe Kommunikation.
Hintergrund
Die Leitlinie der SHEA/CDC zum "Outbreak Response Training Program" dient als Expertenratgeber für Krankenhausepidemiologen in Akutkrankenhäusern. Sie bietet einen übergeordneten Überblick über das Incident Management (Ereignismanagement) bei Ausbrüchen von Infektionskrankheiten und bereitet auf die Arbeit innerhalb eines Notfallreaktionsrahmens vor.
Anwendungsbereiche
Die Leitlinie ist nicht erregerspezifisch konzipiert. Sie kommt insbesondere bei Szenarien zum Einsatz, die eine erhöhte Vorbereitung und Reaktion erfordern, wie zum Beispiel:
- Ausbrüche mit schlecht charakterisierten Erregern
- Ausbrüche, die zusätzliche Interventionen erfordern
Erforderliche Interventionen im Ausbruchsfall
Wenn ein Ausbruch erweiterte Maßnahmen erfordert, umfassen die Interventionen laut Leitlinie folgende Bereiche:
| Interventionsbereich | Maßnahmen / Beispiele |
|---|---|
| Personal & Ressourcen | Aufstockung von Personal, Materialien und Ressourcen |
| Prävention | Verstärkte Maßnahmen zur Infektionsprävention und -kontrolle |
| Schulung | Aufklärung und Training des medizinischen Personals (HCP) |
| Klinikbetrieb | Anpassungen von klinischen und unterstützenden Aktivitäten |
| Kommunikation | Externe Kommunikation |
Zielgruppe und Verantwortlichkeiten
Das Dokument definiert spezifische Empfehlungen und Verantwortlichkeiten für:
- Krankenhausepidemiologen
- Die Gesundheitseinrichtung (Facility)
- Weiteres medizinisches Personal (HCP)
(Hinweis: Die detaillierten, spezifischen Empfehlungen sind im Volltext der Leitlinie einzusehen, da das Abstract nur den konzeptionellen Rahmen vorgibt).
💡Praxis-Tipp
Nutzen Sie das Framework nicht nur für bekannte Erreger, sondern insbesondere als Struktur für Ausbrüche mit noch unzureichend charakterisierten Pathogenen.