StatPearls2026

Hüftfraktur: Diagnostik, Klassifikation und OP-Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Übersicht behandelt die Ätiologie, Diagnostik und Therapie von Hüftfrakturen. Diese Frakturen des proximalen Femurs treten überwiegend bei älteren Menschen nach Stürzen auf und sind mit einer hohen Morbidität und Mortalität verbunden.

Bei jüngeren Erwachsenen sind Hüftfrakturen meist die Folge von Hochrasanztraumata. Zudem wird darauf hingewiesen, dass etwa 5 % der Frakturen ohne Trauma auftreten und auf pathologische Ursachen wie Malignome oder eine Bisphosphonat-Therapie zurückzuführen sein können.

Die klassische klinische Präsentation umfasst Schmerzen, Gehunfähigkeit sowie ein verkürztes und außenrotiertes Bein. Die Autoren betonen die Wichtigkeit einer interprofessionellen Betreuung zur Optimierung der postoperativen Ergebnisse und zur Reduktion der Mortalität.

Empfehlungen

Die StatPearls-Übersicht formuliert folgende Kernempfehlungen zur Behandlung von Hüftfrakturen:

Diagnostik und Evaluation

Es wird empfohlen, bei Verdacht auf eine Hüftfraktur Röntgenaufnahmen des Beckens (anterior-posterior) und der betroffenen Hüfte (lateral) anzufertigen. Bei okkulten Frakturen gilt die Magnetresonanztomographie (MRT) als Goldstandard, da sie eine Sensitivität von 100 % aufweist.

Zusätzlich wird eine routinemäßige kognitive Beurteilung bei Aufnahme und postoperativ empfohlen, um Demenz oder ein akutes Delir frühzeitig zu erkennen. Die präoperative Labordiagnostik sollte laut Text ein Blutbild, die Nierenfunktion, das Gerinnungsprofil sowie eine Kreuzprobe umfassen.

Frakturklassifikationen

Die Leitlinie beschreibt verschiedene Klassifikationssysteme, welche die chirurgische Strategie maßgeblich bestimmen. Für intrakapsuläre Frakturen wird unter anderem die Pauwel-Klassifikation herangezogen, die den Frakturwinkel bewertet:

TypWinkelStabilität
Typ 1< 30 GradHöhere Stabilität
Typ 231-50 GradMittlere Stabilität
Typ 3> 50 GradInstabil (hohe Scherkräfte)

Eine weitere gängige Einteilung für intrakapsuläre Frakturen ist die Garden-Klassifikation, welche den Grad der Dislokation beschreibt:

TypFrakturbeschreibungDislokation
Typ 1Inkomplette FrakturKeine Dislokation
Typ 2Komplette FrakturKeine Dislokation
Typ 3Komplette FrakturPartielle Dislokation
Typ 4Komplette FrakturKomplette Dislokation

Extrakapsuläre (trochantäre) Frakturen werden typischerweise nach der AO-Klassifikation eingeteilt:

TypFrakturmusterStabilität
A1Zweiteilige FrakturStabil
A2TrümmerfrakturInstabil
A3Reverse oder transversale FrakturInstabil

Präoperative Versorgung

Es wird eine frühzeitige Flüssigkeitssubstitution und gegebenenfalls eine Bluttransfusion empfohlen, da Patienten bis zu einem Liter Blut verlieren können. Zur Schmerztherapie wird ein präoperativer Fascia-iliaca-Block empfohlen, um den Analgetikabedarf und assoziierte Morbiditäten zu senken.

Die operative Versorgung sollte idealerweise innerhalb von 48 Stunden nach Aufnahme erfolgen, um die klinischen Ergebnisse zu verbessern. Eine hyperakute Operation innerhalb von 6 Stunden reduziert laut Text das Delirrisiko, zeigt jedoch keinen signifikanten Einfluss auf die Gesamtmortalität.

Operative Therapie

Für dislozierte intrakapsuläre Frakturen wird bei älteren Patienten primär eine Arthroplastik empfohlen. Eine totale Hüftendoprothese (TEP) wird für Patienten empfohlen, die vor dem Sturz eigenständig mobil waren, während bei geringerem funktionellem Anspruch eine Hemiarthroplastik bevorzugt wird.

Bei undislozierten intrakapsulären Frakturen wird in der Regel eine osteosynthetische Fixation (z. B. dynamische Hüftschraube oder kanülierte Schrauben) empfohlen, um das native Gelenk zu erhalten. Eine Arthroplastik kann jedoch bei Patienten mit geringem funktionellem Anspruch oder bei vorbestehender Arthrose erwogen werden.

Für extrakapsuläre Frakturen ist die Fixation die Methode der Wahl. Bei stabilen trochantären Frakturen (A1) zeigen intramedulläre Nägel (IMN) und dynamische Hüftschrauben (SHS) vergleichbar gute Ergebnisse. Bei instabilen (A2) sowie subtrochantären und reversen obliquen Frakturen (A3) wird die Verwendung eines intramedullären Nagels empfohlen.

Postoperative Versorgung

In der postoperativen Phase wird eine pharmakologische Thromboembolie-Prophylaxe empfohlen, sofern keine Kontraindikationen vorliegen. Zudem wird eine frühzeitige Mobilisation unter physiotherapeutischer Anleitung empfohlen.

Bei Patienten mit intrakapsulärer Frakturfixation wird häufig eine geschützte Gewichtsbelastung angeraten, um eine sekundäre Dislokation zu vermeiden. Eine interprofessionelle Betreuung wird empfohlen, um medizinische Komplikationen wie Delir, Pneumonie oder akute Nierenschädigung frühzeitig zu behandeln.

Kontraindikationen

Es werden folgende Warnhinweise und Kontraindikationen formuliert:

  • Von einer Traktion der betroffenen Extremität in der Notaufnahme wird abgeraten.

  • Ein Versuch der geschlossenen Reposition in der Notaufnahme wird nicht empfohlen.

  • Eine konservative Therapie geht mit einer höheren Mortalität einher und sollte auf Patienten beschränkt bleiben, die nicht operabel sind.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Hinweis für die klinische Praxis ist der Einsatz eines präoperativen Fascia-iliaca-Blocks zur Schmerztherapie. Dieser wird empfohlen, um den Bedarf an systemischen Analgetika und die damit verbundene Morbidität (wie etwa ein Delir) bei älteren Patienten zu reduzieren. Zudem wird ausdrücklich davor gewarnt, in der Notaufnahme eine Traktion oder geschlossene Reposition der Extremität durchzuführen.

Häufig gestellte Fragen

Bei unauffälligem Röntgenbild, aber anhaltendem klinischem Verdacht, wird eine MRT empfohlen. Diese gilt mit einer Sensitivität von 100 % als Goldstandard zur Diagnose okkulter Hüftfrakturen.

Es wird empfohlen, die Operation innerhalb von 48 Stunden nach der stationären Aufnahme durchzuführen. Eine frühzeitige chirurgische Intervention ist mit besseren klinischen Ergebnissen und einer reduzierten Mortalität assoziiert.

Bei älteren Patienten mit dislozierten intrakapsulären Frakturen wird primär eine Arthroplastik empfohlen. Für eigenständig mobile Patienten wird eine totale Hüftendoprothese (TEP) angeraten, während bei geringerem funktionellem Anspruch eine Hemiarthroplastik bevorzugt wird.

Eine postoperative Bluttransfusion wird laut Text erst bei einem Hämoglobinwert von unter 8 g/dL empfohlen. Bei Patienten, die klinische Symptome einer Anämie aufweisen, kann sie ebenfalls indiziert sein.

Gemäß den zitierten Richtlinien der European Society of Anaesthesiology wird empfohlen, die Nüchternheit auf 2 Stunden für Flüssigkeiten und 6 Stunden für feste Nahrung zu begrenzen. Lange Nüchternheitsphasen sollten vermieden werden, um Dehydration und Katabolismus vorzubeugen.

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Quelle: StatPearls: Hip Fracture Overview (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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