HIV-assoziierte Nierenerkrankung: Diagnostik & Therapie

Diese Leitlinie stammt aus 2014 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IDSA (2014)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Chronische Nierenerkrankungen (CKD) treten bei HIV-infizierten Personen häufiger auf als in der Allgemeinbevölkerung. Sie sind mit einer erhöhten Morbidität und Mortalität verbunden.

Zu den Ursachen zählen direkte Effekte des HI-Virus, medikamentöse Toxizität, Koinfektionen (wie Hepatitis C) sowie traditionelle Risikofaktoren. Eine besondere Form ist die HIV-assoziierte Nephropathie (HIVAN), die vor allem bei Patienten afrikanischer Abstammung auftritt.

Die vorliegende Zusammenfassung basiert auf der Leitlinie der Infectious Diseases Society of America (IDSA). Sie bietet Empfehlungen für das klinische Management von CKD bei HIV-infizierten Erwachsenen und Kindern.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie ist die fehlerhafte Dosierung antiretroviraler Medikamente bei eingeschränkter Nierenfunktion eine häufige Fehlerquelle. Es wird nachdrücklich darauf hingewiesen, zur Dosisanpassung die CKD-EPI-Formel oder die Cockcroft-Gault-Formel zu verwenden. Zudem wird betont, dass eine Unterdosierung der ART in dieser Patientengruppe mit einer höheren Mortalität assoziiert ist.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt, die GFR bei stabilen Patienten unter antiretroviraler Therapie mindestens zweimal jährlich zu bestimmen. Zusätzlich sollte mindestens einmal im Jahr ein Monitoring auf Nierenschäden mittels Urinanalyse erfolgen.

Eine Überweisung wird laut Leitlinie empfohlen, wenn die GFR klinisch signifikant um mehr als 25 % abfällt und unter 60 mL/min/1.73 m² sinkt. Weitere Indikationen sind eine Albuminurie von über 300 mg pro Tag oder das Management einer fortgeschrittenen chronischen Nierenerkrankung.

Bei normaler bis leicht erhöhter Albuminurie wird ein Zielblutdruck von unter 140/90 mmHg empfohlen. Liegt eine moderat bis stark erhöhte Albuminurie vor, schlägt die Leitlinie einen strengeren Zielwert von unter 130/80 mmHg vor.

Ja, die Leitlinie empfiehlt ausdrücklich, Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz für eine Nierentransplantation zu evaluieren. Dabei müssen Faktoren wie opportunistische Infektionen, Immunstatus und die virologische Kontrolle durch die ART berücksichtigt werden.

Der Einsatz von ACE-Hemmern oder Angiotensin-Rezeptor-Blockern wird bei Patienten mit bestätigter oder vermuteter HIVAN stark empfohlen. Laut Leitlinie dienen sie der Verzögerung der Krankheitsprogression und der Reduktion der Albuminurie.

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Quelle: IDSA: Chronic Kidney Disease in HIV (IDSA, 2014). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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