StatPearls2026

Herzinsuffizienz präklinisch: Diagnostik und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Herzinsuffizienz ist durch eine unzureichende Pumpfunktion des Herzens gekennzeichnet, was zu einer verminderten Gewebeperfusion und Flüssigkeitseinlagerungen führt. Zu den häufigsten Ursachen zählt die ischämische Herzerkrankung, die zunächst kompensatorische Mechanismen wie das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS) aktiviert.

In der präklinischen Notfallmedizin stellt die Erkennung einer akuten Herzinsuffizienz oft eine Herausforderung dar. Dies liegt an den begrenzten diagnostischen Möglichkeiten im Rettungsdienst und der Überlappung der Symptome mit anderen respiratorischen Notfällen.

Die vorliegende Zusammenfassung basiert auf der StatPearls-Publikation zur präklinischen Identifikation und Behandlung der Herzinsuffizienz. Ziel ist es, die Arbeitslast des Herzens frühzeitig zu reduzieren und eine rasche klinische Weiterversorgung zu gewährleisten.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernaspekte für das präklinische Management:

Klinische Beurteilung

Laut Leitlinie wird eine sorgfältige Anamnese und körperliche Untersuchung empfohlen. Typische Befunde umfassen Dyspnoe, Orthopnoe, Rasselgeräusche über den basalen Lungenabschnitten sowie eine gestaute Halsvene.

Es wird darauf hingewiesen, dass Patienten mit Herzinsuffizienz auch ein Giemen ("Asthma kardiale") aufweisen können. Dies kann zu einer Fehldiagnose eines Bronchospasmus führen.

Apparative Diagnostik

Zur Differenzierung der Dyspnoe wird der Einsatz der Wellenform-Kapnografie empfohlen:

  • Bei Herzinsuffizienz zeigt sich typischerweise eine normale, rechteckige Kapnografie-Kurve.

  • Bei einem Bronchospasmus (z. B. Asthma oder COPD) zeigt sich hingegen eine "Haifischflossen"-Kurve.

Zusätzlich wird der Einsatz von Point-of-Care-Ultraschall (POCUS) als nützlich beschrieben. Der Nachweis von B-Linien kann helfen, eine Herzinsuffizienz von bronchospastischen Ursachen abzugrenzen.

Präklinische Therapie

Das primäre Therapieziel ist die Reduktion der Herzarbeit. Die Leitlinie empfiehlt folgende Maßnahmen:

  • Lagerung: Eine aufrechte Positionierung der betroffenen Person wird empfohlen.

  • Sauerstoffgabe: Die Applikation von Sauerstoff über Nasensonde, Non-Rebreather-Maske oder CPAP (Continuous Positive Airway Pressure) ist indiziert.

  • CPAP-Beatmung: Diese wird als bevorzugte Methode genannt, sofern sie toleriert wird, da sie kollabierte Alveolen öffnet und Flüssigkeit in das Gefäßsystem zurückdrängt.

  • Medikamentöse Therapie: Der Einsatz von Vasodilatatoren wie Nitroglycerin (sublingual, als Spray oder intravenös) wird zur Senkung von Preload und Afterload empfohlen.

  • Flüssigkeitsmanagement: Es wird empfohlen, die intravenöse Flüssigkeitszufuhr strikt zu begrenzen.

Transport und Übergabe

Die Leitlinie betont, dass der Rettungsdienst nicht primär die endgültige Diagnose sichern muss. Es wird ein sofortiger Transport in eine geeignete medizinische Einrichtung empfohlen.

Kontraindikationen

Die Leitlinie nennt spezifische Warnhinweise und Kontraindikationen für die präklinische Therapie:

  • Hypotonie: Bei einem systolischen Blutdruck von unter 90 bis 100 mmHg sollten CPAP und Vasodilatatoren nur mit äußerster Vorsicht angewendet oder vollständig zurückgehalten werden.

  • Phosphodiesterase-5-Hemmer: Es wird ausdrücklich vor der Gabe von Nitroglycerin bei Personen gewarnt, die Sildenafil oder andere Medikamente gegen erektile Dysfunktion einnehmen.

  • Interaktion: Die Kombination dieser Medikamente kann zu einer schweren, lebensbedrohlichen Hypotonie führen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fallstrick in der Präklinik ist das sogenannte "Asthma kardiale", bei dem Personen mit akuter Herzinsuffizienz ein Giemen aufweisen, das fälschlicherweise als obstruktiver Bronchospasmus interpretiert wird. Laut Leitlinie bietet die Wellenform-Kapnografie hier eine entscheidende diagnostische Hilfe, da die Kurve bei einem kardialen Lungenödem in der Regel eine normale, rechteckige Form behält und nicht das für Obstruktionen typische Haifischflossen-Muster zeigt.

Häufig gestellte Fragen

Laut StatPearls-Publikation ist die Wellenform-Kapnografie das beste Hilfsmittel zur Unterscheidung. Während Asthma eine Haifischflossen-Kurve erzeugt, zeigt sich bei der Herzinsuffizienz meist eine normale, rechteckige Kurve.

Die Leitlinie empfiehlt die CPAP-Beatmung als bevorzugte Methode, sofern diese toleriert wird. Sie erhöht den intraalveolären Druck und drängt Flüssigkeit aus den Alveolen zurück in die Lungenstrombahn.

Es wird empfohlen, Nitroglycerin bei einem systolischen Blutdruck unter 90 bis 100 mmHg zurückzuhalten. Zudem ist die Gabe bei vorheriger Einnahme von Medikamenten gegen erektile Dysfunktion (wie Sildenafil) aufgrund der Gefahr einer schweren Hypotonie kontraindiziert.

Der Point-of-Care-Ultraschall (POCUS) wird als nützliches Instrument zur Differenzierung unklarer Dyspnoe beschrieben. Der Nachweis von B-Linien kann laut Leitlinie helfen, eine kardiale Ursache von bronchospastischen Erkrankungen abzugrenzen.

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Quelle: StatPearls: EMS Field Identification of Heart Failure (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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