G-BA2021

Nivolumab bei Kolorektalkarzinom: G-BA Nutzenbewertung

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: G-BA (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Dieser Artikel basiert auf den administrativen Eckdaten des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) aus dem Jahr 2022 zur Nutzenbewertung des Wirkstoffs Nivolumab (Opdivo). Es wird ein neues Anwendungsgebiet in der onkologischen Therapie bewertet.

Das Kolorektalkarzinom gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen. Ein Teil dieser Tumoren weist eine Mismatch-Reparatur-Defizienz (dMMR) oder eine hohe Mikrosatelliteninstabilität (MSI-H) auf, was als prädiktiver Biomarker für das Ansprechen auf Immuntherapien gilt.

Die vorliegende Bewertung bezieht sich auf die Kombinationstherapie von Nivolumab mit Ipilimumab. Die Zielgruppe sind erwachsene Personen mit metastasiertem Kolorektalkarzinom, die bereits eine spezifische Vortherapie erhalten haben.

Empfehlungen

Der G-BA definiert in seinem Beschluss das genaue Anwendungsgebiet für die Nutzenbewertung von Nivolumab.

Zugelassene Indikation

Laut Dokument ist Nivolumab (Opdivo) für folgende spezifische Konstellation indiziert:

  • Kombinationstherapie mit Ipilimumab

  • Behandlung des metastasierten Kolorektalkarzinoms

  • Vorliegen einer Mismatch-Reparatur-Defizienz (dMMR) oder einer hohen Mikrosatelliteninstabilität (MSI-H)

  • Anwendung bei Erwachsenen

Vorbehandlung

Das Dokument spezifiziert zudem die Anforderungen an die Vortherapie. Die Anwendung der Kombinationstherapie ist bei Personen indiziert, die zuvor eine fluoropyrimidinbasierte Kombinationschemotherapie erhalten haben.

Diese Zusammenfassung basiert auf dem Kurztext des G-BA-Beschlusses zur Nutzenbewertung.

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💡Praxis-Tipp

Bei der Indikationsstellung für Nivolumab beim Kolorektalkarzinom wird laut G-BA-Dokument zwingend der molekularpathologische Nachweis einer Mismatch-Reparatur-Defizienz (dMMR) oder einer hohen Mikrosatelliteninstabilität (MSI-H) vorausgesetzt. Zudem wird darauf hingewiesen, dass die Therapie erst nach einer fluoropyrimidinbasierten Kombinationschemotherapie zugelassen ist.

Häufig gestellte Fragen

Laut G-BA-Beschluss ist Nivolumab für das metastasierte Kolorektalkarzinom indiziert. Voraussetzung ist das Vorliegen einer Mismatch-Reparatur-Defizienz (dMMR) oder einer hohen Mikrosatelliteninstabilität (MSI-H).

Das Dokument spezifiziert die Anwendung von Nivolumab in Kombination mit dem Wirkstoff Ipilimumab.

Die Indikation umfasst erwachsene Personen, die bereits vorbehandelt sind. Gemäß den Angaben muss zuvor eine fluoropyrimidinbasierte Kombinationschemotherapie erfolgt sein.

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