Apremilast bei Psoriasis: G-BA Nutzenbewertung
Hintergrund
Der Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) aus dem Jahr 2015 regelt die Nutzenbewertung für den Wirkstoff Apremilast (Handelsname Otezla). Das Dokument definiert die genauen Anwendungsgebiete in der Dermatologie und Rheumatologie.
Apremilast wird als systemische Therapie bei entzündlichen Erkrankungen eingesetzt. Die Bewertung fokussiert sich auf die Indikationen Psoriasis-Arthritis sowie die chronische Plaque-Psoriasis.
Das Verfahren legt fest, unter welchen Bedingungen und nach welchen Vortherapien der Einsatz des Medikaments bei erwachsenen Personen indiziert ist.
Empfehlungen
Der G-BA-Beschluss definiert folgende zugelassene Anwendungsgebiete für Apremilast:
Psoriasis-Arthritis (PsA)
Laut Dokument ist Apremilast zur Behandlung der aktiven Psoriasis-Arthritis bei Erwachsenen indiziert. Die Anwendung kann dabei als Monotherapie oder in Kombination mit krankheitsmodifizierenden antirheumatischen Arzneimitteln (DMARDs) erfolgen.
Für den Einsatz bei PsA gelten folgende Voraussetzungen:
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Es muss eine vorangegangene DMARD-Therapie stattgefunden haben.
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Die betroffene Person muss auf diese Vortherapie unzureichend angesprochen haben.
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Alternativ ist der Einsatz möglich, wenn die vorherige DMARD-Therapie nicht vertragen wurde.
Plaque-Psoriasis
Das Dokument beschreibt die Indikation für die mittelschwere bis schwere chronische Plaque-Psoriasis bei Erwachsenen. Hierbei wird Apremilast als Zweitlinientherapie eingestuft.
Der Einsatz wird beschrieben, wenn auf eine andere systemische Therapie nicht angesprochen wurde, diese kontraindiziert ist oder nicht vertragen wurde. Als Beispiele für solche systemischen Vortherapien nennt der Text:
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Ciclosporin
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Methotrexat (MTX)
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Psoralen in Kombination mit UVA-Licht (PUVA)
💡Praxis-Tipp
Laut G-BA-Beschluss ist Apremilast weder bei der Psoriasis-Arthritis noch bei der Plaque-Psoriasis als primäre Erstlinientherapie vorgesehen. Es wird darauf hingewiesen, dass vor dem Einsatz ein unzureichendes Ansprechen, eine Unverträglichkeit oder eine Kontraindikation gegenüber etablierten systemischen Vortherapien (wie DMARDs, MTX oder PUVA) dokumentiert sein muss.
Häufig gestellte Fragen
Laut G-BA ist Apremilast bei erwachsenen Personen mit aktiver Psoriasis-Arthritis indiziert. Voraussetzung ist, dass eine vorherige DMARD-Therapie nicht ausreichend gewirkt hat oder nicht vertragen wurde.
Das Dokument gibt an, dass der Wirkstoff sowohl allein als auch in Kombination mit krankheitsmodifizierenden antirheumatischen Arzneimitteln (DMARDs) angewendet werden kann.
Der Beschluss nennt beispielhaft systemische Therapien wie Ciclosporin, Methotrexat oder die PUVA-Therapie. Apremilast ist indiziert, wenn diese Optionen nicht wirksam waren, nicht vertragen wurden oder kontraindiziert sind.
Gemäß der Nutzenbewertung ist das Medikament für die mittelschwere bis schwere Form der chronischen Plaque-Psoriasis bei Erwachsenen vorgesehen.
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Quelle: G-BA Nutzenbewertung: Apremilast (Plaque-Psoriasis, Psoriasis-Arthritis) (G-BA, 2015). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.