Finerenon: Indikation bei CKD und Typ-2-Diabetes (T2D)
Hintergrund
Diese Zusammenfassung basiert auf den administrativen Dokumenten des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Nutzenbewertung nach § 35a SGB V. Bewertet wird der Wirkstoff Finerenon.
Finerenon (Handelsname Kerendia) wird zur Behandlung der chronischen Nierenerkrankung (CKD) eingesetzt. Diese Erkrankung tritt häufig als Begleiterkrankung bei Typ-2-Diabetes auf und führt zu einem fortschreitenden Verlust der Nierenfunktion.
Das vorliegende Verfahren bewertet den Zusatznutzen des Medikaments für das deutsche Gesundheitssystem. Die Beschlussfassungen erfolgten im Jahr 2023 und schließen explizit auch die Bewertung von Kombinationstherapien ein.
Empfehlungen
Der Beschluss definiert das genaue Anwendungsgebiet für den bewerteten Wirkstoff.
Zugelassenes Anwendungsgebiet
Laut Dokumentation wird Finerenon (Kerendia) für folgende spezifische Indikation angewendet:
-
Erwachsene Patienten mit Typ-2-Diabetes
-
Vorliegen einer chronischen Nierenerkrankung
-
Spezifisch für die Stadien 3 und 4
-
Vorhandensein einer Albuminurie
Verfahrensdetails und Zusatznutzen
Das Bewertungsverfahren umfasst sowohl die Monotherapie als auch den Einsatz in Kombinationstherapien. Die entsprechenden Beschlüsse zur Anlage XII und XIIa der Arzneimittel-Richtlinie wurden im August und November 2023 gefasst.
Es wird darauf hingewiesen, dass die Festlegung der zweckmäßigen Vergleichstherapie ein zentraler Bestandteil dieser Nutzenbewertung ist. Das konkrete Ausmaß des Zusatznutzens sowie die detaillierten tragenden Gründe sind in den verlinkten Beschlussdokumenten hinterlegt.
Dosierung
Der vorliegende Beschluss enthält keine spezifischen Dosierungsangaben in Milligramm. Die Anwendung wird anhand der zugelassenen Patientengruppe definiert:
| Wirkstoff | Handelsname | Zielgruppe | Indikation |
|---|---|---|---|
| Finerenon | Kerendia | Erwachsene | Chronische Nierenerkrankung (Stadium 3 und 4 mit Albuminurie) bei Typ-2-Diabetes |
💡Praxis-Tipp
Es wird darauf hingewiesen, dass die Verordnung von Finerenon gemäß diesem Beschluss spezifisch an das Vorliegen der CKD-Stadien 3 und 4 in Kombination mit einer Albuminurie bei Typ-2-Diabetikern gebunden ist.
Häufig gestellte Fragen
Der Beschluss nennt erwachsene Patienten mit Typ-2-Diabetes als Zielgruppe. Zusätzlich muss eine chronische Nierenerkrankung der Stadien 3 oder 4 mit Albuminurie vorliegen.
Der Wirkstoff Finerenon wird unter dem Handelsnamen Kerendia vertrieben.
Ja, das Bewertungsverfahren schließt explizit auch den Einsatz in Kombinationstherapien ein. Ein entsprechender Beschluss wurde im November 2023 gefasst.
Die Details zur zweckmäßigen Vergleichstherapie und zum Ausmaß des Zusatznutzens sind in den tragenden Gründen des Beschlusses dokumentiert. Diese sind als separate Dokumente in der Anlage XII der Arzneimittel-Richtlinie hinterlegt.
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Quelle: G-BA Nutzenbewertung: Finerenon (Chronische Nierenerkrankung bei Typ-2-Diabetes, Stadium 3 und 4 mit Albuminurie) (G-BA, 2023). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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