Fertilitätserhalt: Kryokonservierung bei Krebstherapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Onkopedia|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Onkologische Behandlungen wie Chemotherapien, Strahlentherapien oder Stammzelltransplantationen können die Fertilität von Patienten stark einschränken. Das Risiko einer Infertilität hängt dabei vom Alter, der Art und der Intensität der Therapie ab.

Besonders gonadotoxisch wirken hochdosierte Alkylanzien sowie Bestrahlungen im Bereich der Hoden oder des kleinen Beckens. Auch eine Schädelbestrahlung kann durch eine Beeinträchtigung der Hypothalamus-Hypophysen-Achse zu einem Hypogonadismus führen.

Die Leitlinie betont, dass die Nachkommen von Langzeitüberlebenden kein erhöhtes Risiko für nicht-hereditäre Krebserkrankungen oder Fehlbildungen aufweisen. Dies gilt laut Leitlinie auch nach der Anwendung von Methoden der künstlichen Befruchtung.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie weist darauf hin, dass ein unauffälliger AMH-Wert oder ein normales Spermiogramm lediglich Momentaufnahmen darstellen und keine sichere Vorhersage über die zukünftige Fertilitätsentwicklung erlauben. Es wird daher empfohlen, bei Auffälligkeiten die Diagnostik nach einigen Wochen zu wiederholen und das Thema Fertilität auch in der Langzeitnachsorge regelmäßig zu adressieren.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie ist die Kryokonservierung von Eizellen bei Frauen über 18 Jahren sowie von Ovargewebe ab der Pubertät eine Kassenleistung. Bei männlichen Patienten werden die Kosten für die Kryokonservierung von Hodengewebe und Samenzellen ab der Pubertät übernommen.

Die Leitlinie stellt klar, dass Nachkommen von Langzeitüberlebenden kein erhöhtes Risiko für nicht-hereditäre Krebserkrankungen oder Fehlbildungen aufweisen. Dies gilt auch, wenn die Schwangerschaft durch künstliche Befruchtung herbeigeführt wurde.

Ja, die Leitlinie empfiehlt die Gabe von GnRH-Analoga zur Fertilitätsprotektion bei jungen Mammakarzinompatientinnen unabhängig vom Hormonrezeptor-Status. Langzeitdaten zeigen dadurch keine Verschlechterung der onkologischen Prognose.

Für die Kryokonservierung von Oozyten wird laut Leitlinie ein Zeitfenster von circa zwei Wochen vor Beginn der onkologischen Therapie benötigt. Die Stimulation kann dabei nach neueren Protokollen zyklusunabhängig begonnen werden.

Die Leitlinie empfiehlt eine Karenzzeit (keine Ejakulation) von etwa 2 bis 5 Tagen. Dadurch wird eine optimale Ausbeute für die Kryokonservierung des Ejakulats erzielt.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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