Lynch-Syndrom: Klinische Praxisleitlinie (ESMO 2019)
📋Auf einen Blick
- •Die Leitlinie befasst sich mit Trägern von Keimbahnmutationen in Lynch-Syndrom-Prädispositionsgenen.
- •Sie definiert Schritte zur Primär- und Sekundärprävention bei hohem Risiko für erblichen Krebs.
- •Die Erstellung erfolgte in Zusammenarbeit von Onkogenetik, Onkologie, Onkogykologie und Gastroenterologie.
Hintergrund
Die klinische Praxisleitlinie der ESMO (European Society of Medical Oncology) aus dem Jahr 2019 befasst sich mit hereditären gastrointestinalen Krebssyndromen, insbesondere dem Lynch-Syndrom. Sie richtet sich an Träger von Keimbahnmutationen in den Prädispositionsgenen des Lynch-Syndroms, namentlich MLH1, MSH2, MSH6, PMS2 sowie großen Deletionen von EPCAM.
Die Leitlinie definiert die notwendigen Schritte zur Primär- und Sekundärprävention für Personen mit einem hohen Risiko, an erblichem Krebs zu erkranken. Die Erarbeitung dieser Empfehlungen wurde von der Arbeitsgruppe für Onkogenetik der Gesellschaft für Medizinische Genetik und Genomik der J. E. Purkyně Czech Medical Society organisiert. Dies geschah in Kooperation mit Vertretern der Onkologie, Onkogykologie und Gastroenterologie.
Die Empfehlungen basieren auf den aktuellen Richtlinien des National Comprehensive Cancer Network (NCCN) und der European Society of Medical Oncology (ESMO), wobei die Kapazitäten des tschechischen Gesundheitssystems berücksichtigt wurden.
💡Praxis-Tipp
Beachten Sie, dass spezifische Leitlinien zur Primär- und Sekundärprävention für Träger von Lynch-Syndrom-Mutationen existieren.