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Sexuelle Gesundheit bei Krebspatientinnen: Leitlinienvergleich

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf ESMO Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Weibliche Krebspatientinnen leiden häufig unter sexuellen Funktionsstörungen, die einen wichtigen Aspekt der Nachsorge darstellen.
  • Alle Leitlinien empfehlen nicht-hormonelle Therapien (Gleitmittel, Feuchtigkeitscremes) als Erstlinientherapie bei Vaginaltrockenheit.
  • Bei erfolgloser Erstlinientherapie besteht Konsens für niedrig dosierte Östrogenpräparate als Zweitlinientherapie bei Vaginaltrockenheit.
  • Multidisziplinäre Versorgung, einschließlich psychosozialer Beratung und kognitiver Verhaltenstherapie, wird von allen Leitlinien empfohlen.
  • Für pharmakologische Interventionen bei geringer Libido gibt es Empfehlungen, jedoch mit begrenzter Datenlage.
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Hintergrund

Weibliche Krebspatientinnen und Überlebende erleben häufig sexuelle Funktionsstörungen. Diese sind ein signifikanter und zunehmend anerkannter Aspekt der Nachsorge. Um das Management dieser Beschwerden zu verbessern, wurden aktuelle Leitlinien der American Society of Clinical Oncology (ASCO), der European School of Oncology-European Society of Medical Oncology (ESO-ESMO), des National Comprehensive Cancer Network (NCCN) und der Society of Obstetricians and Gynaecologists of Canada (SOGC) verglichen.

Vergleich der Leitlinienempfehlungen

Die Empfehlungen der Leitlinien wurden nach Art der sexuellen Dysfunktion gruppiert: Vaginaltrockenheit, geringe Libido, Schmerzen, Orgasmusstörungen und psychologische Bedenken.

Vaginaltrockenheit

Alle verglichenen Leitlinien empfehlen nicht-hormonelle Therapien als Erstlinientherapie zur Behandlung von Vaginaltrockenheit. Wenn diese Therapien nicht erfolgreich sind, besteht Konsens für niedrig dosierte Östrogencremes, -tabletten, -kapseln oder -ringe als Zweitlinientherapie.

TherapieoptionEmpfehlungLeitlinienAnmerkung
Nicht-hormonelle Therapien (Gleitmittel, Feuchtigkeitscremes)ErstlinieAlle (ASCO, ESO-ESMO, NCCN, SOGC)Starke Empfehlung
Niedrig dosierte Östrogenpräparate (Cremes, Tabletten, Kapseln, Ringe)ZweitlinieAlle (ASCO, ESO-ESMO, NCCN, SOGC)Bei erfolgloser Erstlinientherapie

Psychologische Bedenken

Alle Leitlinien empfehlen eine multidisziplinäre Versorgung. Diese umfasst psychosoziale und partnerschaftliche Beratung, Überweisungen an Spezialisten und kognitive Verhaltenstherapie zur Behandlung psychologischer Bedenken.

Schmerzen

Zur Linderung von Schmerzen empfehlen ASCO, NCCN und SOGC die Anwendung von vaginalen Dilatatoren und Beckenboden-Physiotherapie.

Sexuelle Reaktion und Erregung

  • ASCO empfiehlt jede Art von Stimulation (einschließlich Masturbation) zur Verbesserung der sexuellen Reaktion.
  • NCCN und SOGC empfehlen die Verwendung von sexuellen Hilfsmitteln (z.B. Vibratoren) zur Steigerung der Erregung.

Geringe Libido

Alle Leitlinien, mit Ausnahme der ESO-ESMO, enthalten Empfehlungen für Androgene, Bupropion, Flibanserin, Bremelanotid und Buspiron bei geringer Libido. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Datenlage hierzu begrenzt ist.

Fazit

Es besteht Konsens unter den Leitlinien bezüglich bestimmter Empfehlungen zur sexuellen Gesundheit, mit einigen Variationen. Weitere Forschung ist erforderlich, insbesondere zu pharmakologischen Interventionen und verschiedenen Arten der Beratung, um deren Evidenz zu stärken.

💡Praxis-Tipp

Beraten Sie weibliche Krebspatientinnen mit Vaginaltrockenheit primär zu nicht-hormonellen Optionen wie Gleitmitteln und Feuchtigkeitscremes, bevor Sie niedrig dosierte topische Östrogenpräparate in Betracht ziehen.

Häufig gestellte Fragen

Alle Leitlinien empfehlen nicht-hormonelle Therapien wie Gleitmittel oder Feuchtigkeitscremes als Erstlinientherapie bei Vaginaltrockenheit.
Bei erfolgloser Erstlinientherapie besteht Konsens für niedrig dosierte Östrogencremes, -tabletten, -kapseln oder -ringe als Zweitlinientherapie.
Alle Leitlinien empfehlen eine multidisziplinäre Versorgung, einschließlich psychosozialer und partnerschaftlicher Beratung sowie kognitiver Verhaltenstherapie, zur Behandlung psychologischer Bedenken.
Einige Leitlinien (ASCO, NCCN, SOGC) erwähnen Androgene, Bupropion, Flibanserin, Bremelanotid und Buspiron, weisen jedoch auf eine begrenzte Datenlage hin.

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