Epidurale Injektionen: Indikation, Technik & Bildgebung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Epidurale Injektionen gehören zu den am häufigsten durchgeführten Interventionen bei Bandscheibenvorfällen und Lumboischialgien. Die AWMF S3-Leitlinie differenziert dabei zwischen drei Zugangswegen: transforaminal (häufig als periradikuläre Therapie oder PRT bezeichnet), interlaminär und kaudal.

Das primäre Ziel dieser Interventionen ist die Schmerzreduktion durch die gezielte Applikation von entzündungshemmenden und schmerzstillenden Medikamenten an die betroffenen Nervenwurzeln. Dadurch soll die Fortführung konservativer Therapiemaßnahmen erleichtert und die Mobilität verbessert werden.

Die Leitlinie betont, dass epidurale Injektionen bei akuten, subakuten und chronischen Schmerzen angeboten werden können. Bei chronischen Verläufen wird empfohlen, die Injektion in ein interdisziplinäres Gesamtkonzept auf Basis des biopsychosozialen Modells einzubetten, nachdem medikamentöse und physiotherapeutische Maßnahmen erfolgt sind.

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💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie besteht insbesondere bei interlaminären Injektionen ein nicht zu vernachlässigendes Risiko für ein epidurales Hämatom. Es wird daher eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung bezüglich des Pausierens von Antikoagulantien und Thrombozytenaggregationshemmern für jeden Patienten empfohlen. Zudem betont die Leitlinie, dass bei epiduraler Anwendung Kortisonpräparate ohne Konservierungsstoffe (wie Benzylalkohol) bevorzugt werden sollten.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt für transforaminale Injektionen an der Halswirbelsäule zwingend die Verwendung von nicht-kristallinem Kortison, wie beispielsweise Dexamethason. Dies dient der Vermeidung von Embolien und Rückenmarksinfarkten bei einer versehentlichen intraarteriellen Injektion.

Eine Sedierung kann unter adäquatem Monitoring durchgeführt werden. Es wird jedoch betont, dass der Patient jederzeit ansprechbar bleiben muss, um über neu auftretende Schmerzen oder Sensibilitätsstörungen während des Eingriffs berichten zu können.

Laut Leitlinie sollte eine Wiederholung nur bei einem positiven Ansprechen auf die vorherige Injektion im Abstand von 1 bis 3 Wochen erfolgen. Die jährliche Maximaldosis von 200 mg Methylprednisolon-Äquivalent sollte dabei nicht überschritten werden.

Die Durchleuchtung wird als Goldstandard für transforaminale und interlaminäre Injektionen angesehen. Alternativ können auch CT oder Ultraschall verwendet werden, wobei bei der CT eine CT-Fluoroskopie ohne Planungs-Scan erwogen werden kann.

Es wird eine individuelle Risiko-Nutzen-Abwägung für jeden Patienten empfohlen. Die Leitlinie weist darauf hin, dass das Risiko eines epiduralen Hämatoms gegen das Risiko thromboembolischer Komplikationen beim Absetzen abgewogen werden muss.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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