Ginkgo in der Schwangerschaft: Embryotox
Hintergrund
Ginkgo biloba ist ein pflanzliches Arzneimittel, das eine Vielzahl sekundärer Pflanzenstoffe enthält. Es wird klinisch zur Verbesserung der Blutzirkulation bei kognitiven Störungen, Schwindel und Tinnitus eingesetzt.
Bekannte Handelsnamen für Ginkgo-Präparate sind unter anderem Gingium, Kaveri, Rökan und Tebonin.
Die Embryotox-Monographie weist darauf hin, dass ein möglicher Einfluss von Ginkgo auf die Metabolisierung anderer Arzneistoffe über verschiedene Cytochrom-P450-Isoenzyme diskutiert wird. Zudem wird eine erhöhte Blutungsbereitschaft unter der Einnahme beschrieben.
Empfehlungen
Die Embryotox-Monographie stuft den Erfahrungsumfang für die Anwendung von Ginkgo in der Schwangerschaft als gering ein.
Schwangerschaft
Laut der Quelle gibt es keine systematischen Untersuchungen zu Schwangerschaftsverläufen unter Ginkgo-Exposition. Es wird Folgendes festgehalten:
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Für das 1. Trimenon ergaben sich bisher keine Hinweise auf eine spezifische Teratogenität.
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Im 2. und 3. Trimenon sowie perinatal zeigten sich in einer tierexperimentellen Studie intrauterine Wachstumsretardierungen, die in Folgestudien jedoch nicht bestätigt wurden.
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Es wird empfohlen, auf die Verwendung von Ginkgo-Extrakten während der Schwangerschaft möglichst zu verzichten.
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Bei einer bereits erfolgten Anwendung in der Schwangerschaft ergeben sich laut Monographie keine klinischen Konsequenzen.
Stillzeit
Für die Stillzeit liegen der Quelle zufolge weder pharmakokinetische Daten zum Übergang in die Muttermilch noch klinische Daten vor.
Aufgrund dieser fehlenden Datenlage wird von einer längerfristigen Anwendung während der Stillzeit abgeraten.
Kontraindikationen
Die Quelle beschreibt folgende Warnhinweise im Zusammenhang mit der Einnahme von Ginkgo biloba:
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Es wird eine erhöhte Blutungsbereitschaft beschrieben.
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Ein möglicher Einfluss auf die Metabolisierung anderer Arzneistoffe durch die Wirkung auf verschiedene Cytochrom-P450-Isoenzyme wird diskutiert.
💡Praxis-Tipp
Obwohl empfohlen wird, auf Ginkgo in der Schwangerschaft zu verzichten, ergeben sich bei einer versehentlichen Einnahme laut Embryotox keine zwingenden klinischen Konsequenzen. Es wird zudem darauf hingewiesen, dass unter der Therapie eine erhöhte Blutungsbereitschaft sowie mögliche Interaktionen über das Cytochrom-P450-System beachtet werden sollten.
Häufig gestellte Fragen
Laut Embryotox sollte auf die Verwendung von Ginkgo-Extrakten während der Schwangerschaft möglichst verzichtet werden. Der Erfahrungsumfang wird als gering eingestuft.
Die Monographie gibt an, dass sich aus einer Anwendung in der Schwangerschaft keine klinischen Konsequenzen ergeben. Bisher gibt es keine Hinweise auf eine spezifische Teratogenität.
Es liegen keine Daten zum Übergang in die Muttermilch vor. Daher wird laut Quelle eine längerfristige Anwendung während der Stillzeit nicht empfohlen.
Die Embryotox-Datenbank nennt für das Anwendungsgebiet von Ginkgo keine besser geeigneten Alternativen.
Die Quelle weist auf eine mögliche erhöhte Blutungsbereitschaft hin. Zudem wird ein Einfluss auf den Abbau anderer Medikamente über Cytochrom-P450-Enzyme diskutiert.
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Quelle: Embryotox: Ginkgo in der Schwangerschaft/Stillzeit (Embryotox, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.