Baldrian in der Schwangerschaft: Embryotox

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Embryotox (2026)|Arzneimittel-Fachinformation|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Baldrianwurzel-Zubereitungen (Valeriana officinalis) werden traditionell aufgrund ihrer sedierenden Wirkung als Arzneimittel eingesetzt. Die genaue Zuordnung der Wirkung zu spezifischen Inhaltsstoffen ist laut Embryotox bisher unklar.

Zu den Hauptindikationen zählen Unruhezustände sowie nervös bedingte Einschlafstörungen. Bekannte Handelsnamen für entsprechende Präparate sind unter anderem Baldriparan, Baldrivit und Sedonium.

Da der Quelltext sehr kurz ist, wird darauf hingewiesen, dass diese Zusammenfassung auf den kompakten Monographie-Daten von Embryotox basiert. Der Erfahrungsumfang mit dem Medikament in der Schwangerschaft wird insgesamt als "mittel" eingestuft.

Empfehlungen

Die Embryotox-Datenbank formuliert folgende Kernempfehlungen zur Anwendung von Baldrian:

Schwangerschaft (1. Trimenon)

Die Anwendung von Baldrian in der Schwangerschaft wird als akzeptabel eingestuft. Es wird betont, dass ausschließlich nichtalkoholische Zubereitungen verwendet werden sollen.

Laut Quelle ergab eine schwedische Registerstudie mit 98 exponierten Schwangeren keine Hinweise auf teratogene Effekte. Selbst bei Einnahme suizidaler Mengen in der Frühschwangerschaft wurden bei zwei dokumentierten Fällen keine Fehlbildungen oder Spätschäden beobachtet.

Schwangerschaft (2. und 3. Trimenon)

Für das zweite und dritte Trimenon sowie die Perinatalperiode liegen laut Leitlinie bisher keine Hinweise auf fetotoxische Effekte vor. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass systematische Untersuchungen für diesen Zeitraum fehlen.

Eine versehentliche Einnahme hat laut Quelle keine klinischen Konsequenzen für die Schwangerschaft.

Stillzeit

Die Anwendung von Baldrian in der Stillzeit gilt ebenfalls als akzeptabel, sofern nichtalkoholische Präparate gewählt werden.

Es liegen zwar keine pharmakokinetischen Daten zum Übergang der Extrakte in die Muttermilch vor. Bisher wurden jedoch keine Unverträglichkeiten beim gestillten Kind berichtet.

Alternativen

Als besser geeignete medikamentöse Alternativen zur kurzfristigen Therapie von Schlafstörungen in der Schwangerschaft nennt die Quelle:

  • Diphenhydramin

  • Doxylamin

Kontraindikationen

Es wird ausdrücklich davor gewarnt, alkoholhaltige Baldrian-Zubereitungen in der Schwangerschaft und Stillzeit zu verwenden. Laut Quelle ist bei der Präparatewahl strikt auf nichtalkoholische Extrakte zu achten.

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💡Praxis-Tipp

Ein wichtiger Hinweis der Quelle ist die Bevorzugung von Diphenhydramin oder Doxylamin bei kurzfristigen Schlafstörungen in der Schwangerschaft. Obwohl Baldrian als akzeptabel gilt, werden diese beiden Wirkstoffe als besser geeignete Alternativen eingestuft. Zudem wird nachdrücklich auf die zwingende Auswahl alkoholfreier Extrakte verwiesen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Embryotox ist die Anwendung von Baldrian im ersten Trimenon akzeptabel. Eine schwedische Studie zeigte bei exponierten Schwangeren keine Hinweise auf teratogene Effekte.

Die Quelle betont, dass ausschließlich nichtalkoholische Zubereitungen verwendet werden dürfen. Bei der Auswahl von Präparaten wie Baldriparan oder Sedonium muss die genaue Zusammensetzung auf Alkohol geprüft werden.

Die Anwendung von alkoholfreiem Baldrian in der Stillzeit wird als akzeptabel eingestuft. Es sind bisher keine Unverträglichkeiten beim gestillten Kind dokumentiert, auch wenn Daten zum Übergang in die Muttermilch fehlen.

Als besser geeignete Alternativen zur kurzfristigen Behandlung nennt die Leitlinie Diphenhydramin und Doxylamin. Diese Wirkstoffe sollten bei der Therapieplanung bevorzugt in Betracht gezogen werden.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.

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