Diphenhydramin in Schwangerschaft & Stillzeit: Embryotox

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Embryotox (2026)|Arzneimittel-Fachinformation|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diphenhydramin ist ein Antihistaminikum der ersten Generation. Es hemmt kompetitiv die Wirkung von Histamin an den H1-Rezeptoren und zeichnet sich durch sedierende, antiallergische, antiemetische sowie anticholinerge Eigenschaften aus.

Die Indikationen umfassen die Kurzzeitbehandlung von Schlafstörungen sowie die Prophylaxe und symptomatische Therapie von Übelkeit, Erbrechen und Reisekrankheit. Das Medikament ist ausschließlich als orale Zubereitung verfügbar.

Diese Zusammenfassung basiert auf den Angaben von Embryotox zur Anwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit. Der Erfahrungsumfang für dieses Medikament wird als sehr hoch eingestuft.

Empfehlungen

Die Embryotox-Datenbank formuliert folgende Kernempfehlungen zur Anwendung:

Anwendung in der Schwangerschaft

Laut Quelle kann Diphenhydramin während der gesamten Schwangerschaft eingesetzt werden. Bei der Behandlung von Schlafstörungen wird jedoch eine möglichst kurzfristige Anwendung empfohlen.

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass eine gleichzeitige Gabe mit Benzodiazepinen oder anderen sedierenden Arzneistoffen vermieden werden soll. Konsequenzen nach einer Anwendung in der Schwangerschaft sind laut den vorliegenden Daten nicht zu befürchten.

Risikobewertung nach Trimenon

Die Datenlage zeigt folgendes Sicherheitsprofil:

  • 1. Trimenon: Es gibt keine Hinweise auf Teratogenität oder ein erhöhtes Spontanabortrisiko.

  • 2. und 3. Trimenon: Es besteht kein erhöhtes Risiko für Frühgeburten, Totgeburten oder ein verringertes Geburtsgewicht.

  • Perinatalperiode: Unter der Geburt kann es zu einer Uterusstimulation kommen. Bei peripartaler Einnahme sind in Einzelfällen leichte Anpassungsstörungen beim Neugeborenen möglich.

Besser geeignete Alternativen

Je nach Indikation werden folgende Alternativen empfohlen:

  • Als Antiemetikum: Doxylamin in Kombination mit Pyridoxin, Meclozin oder Dimenhydrinat.

  • Als Antiallergikum: Nicht sedierende Wirkstoffe wie Loratadin.

  • Als Schlafmittel: Eine individuelle ärztliche Rücksprache ist erforderlich, da die Wahl von der Art der Schlafstörung abhängt.

Anwendung in der Stillzeit

Die Anwendung von Diphenhydramin in der Stillzeit wird für einige Tage als akzeptabel eingestuft. Es liegen kaum Erfahrungen zur Verträglichkeit vor, jedoch wurde in Einzelfällen über leichte Schläfrigkeit beim gestillten Kind berichtet. Auch Unruhe beim Säugling ist ein denkbares Symptom.

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💡Praxis-Tipp

Laut Quelle ist bei der peripartalen Anwendung von Diphenhydramin besondere Vorsicht geboten, da es ähnlich wie Dimenhydrinat zu einer Uterusstimulation führen kann. Zudem wird davor gewarnt, den Wirkstoff mit Benzodiazepinen oder anderen sedierenden Medikamenten zu kombinieren. Bei peripartaler Einnahme sollte auf mögliche leichte Anpassungsstörungen des Neugeborenen geachtet werden.

Häufig gestellte Fragen

Laut Embryotox erwies sich Diphenhydramin in Untersuchungen mit über 3000 exponierten Schwangerschaften als nicht teratogen. Es gibt zudem keinen Hinweis auf ein erhöhtes Spontanabortrisiko.

Die Quelle stuft die Einnahme in der Stillzeit für einige Tage als akzeptabel ein. Es sollte jedoch beachtet werden, dass beim gestillten Kind in Einzelfällen leichte Schläfrigkeit oder Unruhe auftreten kann.

Als besser geeignete Alternativen bei Übelkeit und Erbrechen werden Doxylamin in Kombination mit Pyridoxin, Meclozin oder Dimenhydrinat empfohlen.

Es ist laut den vorliegenden Daten anzunehmen, dass der Wirkstoff unter der Geburt zu einer Uterusstimulation führen kann. Ein Fallbericht beschreibt schmerzhafte Uteruskontraktionen nach einer massiven Überdosierung in der 26. Schwangerschaftswoche.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.

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