Digoxin in der Schwangerschaft: Embryotox Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Embryotox (2026)|Arzneimittel-Fachinformation|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Digoxin gehört zur Gruppe der Herzglykoside und wird laut der Embryotox-Datenbank bei manifester chronischer Herzinsuffizienz sowie bei Vorhofflimmern und Vorhofflattern eingesetzt. Aufgrund der geringen therapeutischen Breite ist eine sorgfältige individuelle Dosiseinstellung erforderlich.

Alle Herzglykoside sind plazentagängig. Die fetale Plasmakonzentration liegt dabei unterhalb der mütterlichen Konzentration.

Der Erfahrungsumfang für die Anwendung in der Schwangerschaft wird von der Quelle als mittel eingestuft. Es liegt eine sehr lange Markterfahrung vor.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernaspekte für die Behandlung:

Einsatz in der Schwangerschaft

  • Digoxin kann bei entsprechender mütterlicher oder fetaler Indikation in der Schwangerschaft eingesetzt werden.

  • Im ersten Trimenon ergaben historische Daten keine Hinweise auf eine erhöhte Fehlbildungsrate.

  • Nach einer Exposition im ersten Trimenon kann eine weiterführende Ultraschalluntersuchung angeboten werden.

  • Bei einer längerfristigen mütterlichen Therapie wird eine Kontrolle der fetalen Herzfrequenz empfohlen.

Fetale Arrhythmien

  • Digoxin gilt als erste Therapieoption bei den meisten fetalen supraventrikulären Tachykardien und bei fetalem Vorhofflattern.

  • Die Substanz wird vom Feten bei transplazentarer Anwendung gut vertragen, da die fetale Myokardempfindlichkeit geringer zu sein scheint als beim Erwachsenen.

  • Wichtige Einschränkung: Bei Vorliegen eines fetalen Hydrops wirkt Digoxin weniger gut als andere Antiarrhythmika wie Flecainid oder Sotalol.

Stillzeit

  • Unter einer mütterlichen Digoxin-Therapie kann laut Quelle gestillt werden.

  • Bei gestillten Säuglingen wurden bisher keine Symptome berichtet, da die aufgenommene Menge in der Regel sehr gering ist.

  • Falls eine intravenöse Gabe erforderlich ist, kann die Aufnahme durch das Kind durch eine Stillpause von zwei Stunden minimiert werden.

Dosierung

Der Quelltext enthält keine expliziten Dosierungsschemata in Milligramm, liefert jedoch detaillierte pharmakokinetische Daten, die für die Beurteilung der Exposition in der Stillzeit relevant sind:

ParameterWert
Halbwertszeit (Erwachsener)34 - 44 Stunden
Halbwertszeit (Neugeborenes)36 Stunden
Halbwertszeit (Frühgeborenes)57 Stunden
Relative Dosis (Stillzeit)2,3 %
Milch/Plasma-Quotient0,8
Orale Bioverfügbarkeit60 - 80 %

Zudem wird darauf hingewiesen, dass der Übergang in die Muttermilch in etwa 1 % einer therapeutischen neonatalen Erhaltungsdosis entspricht.

Kontraindikationen

Die Quelle nennt keine absoluten Kontraindikationen für die Schwangerschaft. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass Digoxin bei Vorliegen eines fetalen Hydrops eine geringere Wirksamkeit aufweist als alternative Antiarrhythmika.

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💡Praxis-Tipp

Ein wichtiger klinischer Hinweis der Leitlinie ist die reduzierte Wirksamkeit von Digoxin bei Vorliegen eines fetalen Hydrops. In solchen Fällen wird darauf hingewiesen, dass andere Antiarrhythmika wie Flecainid oder Sotalol eine bessere Wirkung erzielen. Zudem wird bei einer intravenösen Applikation in der Stillzeit eine zweistündige Stillpause empfohlen, um die kindliche Exposition weiter zu reduzieren.

Häufig gestellte Fragen

Laut Embryotox kann Digoxin bei entsprechender Indikation in der gesamten Schwangerschaft eingesetzt werden. Bisherige Daten zeigen keine erhöhte Fehlbildungsrate nach einer Exposition im ersten Trimenon. Es kann jedoch eine weiterführende Ultraschalldiagnostik angeboten werden.

Die Quelle beschreibt Digoxin als erste Therapieoption bei den meisten fetalen supraventrikulären Tachykardien und bei fetalem Vorhofflattern. Die transplazentare Anwendung wird vom Feten in der Regel gut vertragen.

Es wird empfohlen, dass unter einer oralen Digoxin-Therapie der Mutter gestillt werden kann. Die über die Muttermilch aufgenommene Menge ist sehr gering, sodass bei üblichen Dosierungen keine Symptome beim Säugling erwartet werden.

Falls eine intravenöse Verabreichung erforderlich ist, beschreibt die Leitlinie eine Stillpause von zwei Stunden als mögliche Maßnahme. Dadurch kann die Aufnahme des Medikaments durch das Kind weiter minimiert werden.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.

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