Eisen-Substitution bei Kindern: Dosierung & Indikation
Hintergrund
Die Monographie des Kinderformulariums beschreibt den Einsatz von Midazolam in der Pädiatrie. Der Wirkstoff aus der Gruppe der Benzodiazepine hat hypnotische, sedierende, anxiolytische, antikonvulsive und muskelrelaxierende Eigenschaften.
Die zentralen Wirkungen beruhen auf der Förderung der durch GABA vermittelten synaptischen Hemmung. Der Wirkungseintritt variiert je nach Applikationsform und reicht von 3 Minuten bei intravenöser Gabe bis zu 30 bis 45 Minuten bei oraler Verabreichung.
Die Halbwertszeit unterscheidet sich stark nach dem Alter der Kinder. Bei Neugeborenen liegt sie bei 6 bis 12 Stunden, während sie bei gesunden Kindern zwischen 3 und 10 Jahren lediglich 1 bis 1,5 Stunden beträgt.
Empfehlungen
Das Kinderformularium formuliert folgende Kernaspekte für die Anwendung von Midazolam:
Indikationen und Anwendung
Der Wirkstoff wird bei Kindern für verschiedene klinische Szenarien eingesetzt. Zu den Hauptindikationen zählen:
-
Behandlung des Status epilepticus
-
Prozedurale Sedierung und Analgosedierung
-
Prämedikation vor der Narkoseeinleitung
-
Sedierung auf der Intensivstation und in der Palliativmedizin
Überwachung und Sicherheit
Es wird betont, dass die Verabreichung stets unter entsprechender Überwachung erfolgen muss. Der Antagonist Flumazenil sollte jederzeit verfügbar sein.
Bei einer ambulanten oder tagesstationären Verabreichung wird eine Entlassung erst empfohlen, wenn das Kind wieder vollständig wach ist. Bei kardiovaskulär instabilen Kindern sollte eine schnelle intravenöse Gabe vermieden werden.
Besondere Patientengruppen
Das Dokument weist auf ein erhöhtes Apnoe-Risiko bei nicht intubierten Früh- und Neugeborenen hin. Bei dieser Altersgruppe kann Midazolam zudem zu einer verminderten zerebralen Durchblutung führen.
Bei Kindern mit Nierenfunktionsstörungen (GFR 10-30 ml/min/1.73 m²) wird eine Dosierung nach Wirksamkeit und Nebenwirkungen empfohlen. Es wird geraten, auf die Akkumulation des aktiven Metaboliten zu achten.
Dosierung
Es werden umfangreiche Dosierungsempfehlungen für verschiedene Indikationen vorgegeben:
Status epilepticus (Oromukosal / Buccal im Krankenhaus)
| Alter | Dosis (einmalig) | Wiederholung |
|---|---|---|
| 1 bis 3 Monate | 0,2 mg/kg | Bei Bedarf 1x nach 5 Min. |
| 3 bis 6 Monate | 2,5 mg | Bei Bedarf 1x nach 5 Min. |
| 6 Monate bis 1 Jahr | 2,5 mg | Bei Bedarf 1x nach 5 Min. |
| 1 bis 5 Jahre | 5 mg | Bei Bedarf 1x nach 5 Min. |
| 5 bis 10 Jahre | 7,5 mg | Bei Bedarf 1x nach 5 Min. |
| 10 bis 18 Jahre | 10 mg | Bei Bedarf 1x nach 5 Min. |
Prozedurale Sedierung und Prämedikation
| Indikation | Applikationsweg | Alter | Dosis (einmalig) | Maximaldosis |
|---|---|---|---|---|
| Prozedurale Sedierung | Oral | 1 Monat bis 18 Jahre | 0,2 - 0,5 mg/kg | 20 mg |
| Prozedurale Sedierung | Nasal | 1 Monat bis 18 Jahre | 0,2 - 0,5 mg/kg | 10 mg |
| Prämedikation | Oral | 1 Monat bis 18 Jahre | 0,25 - 0,5 mg/kg | 20 mg |
| Prämedikation | Rektal | 1 Monat bis 18 Jahre | 0,25 - 0,5 mg/kg | 15 mg |
Status epilepticus (Intravenös)
| Patientengruppe | Initialdosis (Bolus) | Erhaltungsdosis (Dauerinfusion) |
|---|---|---|
| Frühgeborene (< 36 Wochen) | 0,05 mg/kg | 0,05 - 0,3 mg/kg/h |
| Neugeborene (mit Hypothermie) | 0,05 mg/kg | 0,05 - 0,1 mg/kg/h |
| Neugeborene (ohne Hypothermie) | 0,1 mg/kg | 0,1 - 0,3 mg/kg/h |
| 1 Monat bis 18 Jahre | 0,1 - 0,2 mg/kg (max. 5 mg) | 0,1 mg/kg/h (bei persistierendem Status) |
Kontraindikationen
Folgende allgemeine Kontraindikationen werden für Midazolam genannt:
-
Myasthenia gravis
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Schwere respiratorische Insuffizienz oder akute Atemdepression
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Schlafapnoe-Syndrom
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Stark eingeschränkte Leberfunktion (Gefahr der Enzephalopathie)
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Gleichzeitige Anwendung von sehr starken CYP3A-Induktoren oder -Inhibitoren
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Abhängigkeitsanamnese
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Akute Intoxikation mit Alkohol, Schlafmitteln, Schmerzmitteln oder Psychopharmaka
💡Praxis-Tipp
Es wird nachdrücklich darauf hingewiesen, dass bei der Verabreichung von Midazolam stets der Antagonist Flumazenil griffbereit sein muss, da insbesondere bei Kombination mit Opioiden oder bei Frühgeborenen ein hohes Risiko für eine Atemdepression oder Apnoe besteht.
Häufig gestellte Fragen
Der Wirkungseintritt hängt von der Applikationsform ab. Bei intravenöser Gabe wirkt es nach etwa 3 Minuten, bei rektaler nach 10 bis 20 Minuten und bei oraler Verabreichung nach 30 bis 45 Minuten.
Die oromukosale Dosis richtet sich nach dem Alter. Beispielsweise erhalten Kinder zwischen 1 und 5 Jahren 5 mg, während Jugendliche ab 10 Jahren 10 mg als Einzeldosis bekommen.
Propofol senkt die Clearance von Midazolam und verstärkt dessen sedative Effekte synergistisch. Es wird empfohlen, in dieser Kombination niedrigere Dosierungen beider Wirkstoffe zu wählen und die Sedierung eng zu überwachen.
Bei einer GFR zwischen 10 und 30 ml/min/1.73 m² ist eine Dosierung nach Wirksamkeit und Nebenwirkungen möglich. Es wird jedoch geraten, auf eine mögliche Akkumulation des aktiven Metaboliten zu achten.
Bei Früh- und Neugeborenen kann es zu Konvulsionen und Hypotonie kommen. Zudem besteht bei Frühgeborenen das Risiko einer verminderten zerebralen Durchblutung.
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Quelle: Kinderformularium: Eisen - Pädiatrische Dosierung (Kinderformularium, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.
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