Comirnaty JN.1 COVID-19-Impfung: AkdÄ
Hintergrund
Das vorliegende Dokument der AkdÄ beschreibt die Anwendung des mRNA-Impfstoffs Comirnaty JN.1. Der Impfstoff dient der aktiven Immunisierung zur Vorbeugung einer durch SARS-CoV-2 verursachten COVID-19-Erkrankung bei Personen ab einem Alter von 6 Monaten.
Bretovameran ist eine einzelsträngige mRNA, die das virale Spike-Protein der SARS-CoV-2-Variante Omikron JN.1 kodiert. Die Sicherheit und Wirksamkeit des angepassten Impfstoffs wird maßgeblich aus den umfangreichen klinischen Daten der vorherigen Comirnaty-Impfstoffe abgeleitet.
Empfehlungen
Indikation und Anwendung
Laut Dokument erfolgt die Verabreichung des Impfstoffs streng intramuskulär. Eine Verdünnung ist je nach Altersgruppe und Präparat erforderlich.
Als bevorzugte Injektionsstellen werden folgende Bereiche genannt:
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Anterolateraler Oberschenkel bei Säuglingen (6 bis unter 12 Monate)
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Anterolateraler Oberschenkel oder Deltamuskel bei Kleinkindern (1 bis 4 Jahre)
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Deltamuskel des Oberarms bei Personen ab 5 Jahren
Koadministration
Es wird beschrieben, dass Comirnaty JN.1 in der 30-Mikrogramm-Dosierung gleichzeitig mit einem saisonalen Influenza-Impfstoff verabreicht werden kann.
Für spezifische Altersgruppen gelten folgende zusätzliche Hinweise zur Koadministration:
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Ab 18 Jahren: Eine gleichzeitige Gabe mit einem nicht-adjuvantierten rekombinanten RSV-Impfstoff ist möglich.
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Ab 65 Jahren: Die gleichzeitige Gabe mit einem RSV-Impfstoff und einem hochdosierten Influenza-Impfstoff ist möglich.
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Für die 10-Mikrogramm-Dosierung bei Kindern liegen keine Studien zur Koadministration vor.
Schwangerschaft und Stillzeit
Das Dokument gibt an, dass Comirnaty JN.1 während der Schwangerschaft und Stillzeit verwendet werden kann. Bisherige Beobachtungsdaten zeigen kein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten oder schädliche Auswirkungen auf gestillte Neugeborene.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Es wird auf ein erhöhtes Risiko für Myokarditis und Perikarditis nach der Impfung hingewiesen. Das Risiko ist laut Datenlage bei jungen Männern am höchsten und tritt meist innerhalb von 14 Tagen nach der Impfung auf.
Geimpfte Personen sollen angewiesen werden, bei Symptomen wie akutem und anhaltendem Brustschmerz, Kurzatmigkeit oder Palpitationen sofort medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Zudem wird erwähnt, dass angstbedingte Reaktionen wie Synkopen oder Hyperventilation im Zusammenhang mit dem Impfvorgang auftreten können.
Dosierung
Das Dokument spezifiziert unterschiedliche Dosierungen und Volumina in Abhängigkeit vom Alter der zu impfenden Person. Für Kinder unter 5 Jahren ist eine Grundimmunisierung aus drei Dosen vorgesehen.
| Altersgruppe | Dosis | Injektionsvolumen | Impfschema |
|---|---|---|---|
| Ab 12 Jahren | 30 µg | 0,3 mL | Einzeldosis |
| 5 bis 11 Jahre | 10 µg | 0,3 mL (Fertigspritze) oder 0,2 mL (verdünnt) | Einzeldosis |
| 6 Monate bis 4 Jahre | 3 µg | 0,2 mL (nach Verdünnung) | 3 Dosen (Dosis 2 nach 3 Wochen, Dosis 3 nach ≥ 8 Wochen) |
💡Praxis-Tipp
Das Dokument betont, dass bei der Entnahme mehrerer Dosen aus einer Durchstechflasche zwingend Spritzen und Kanülen mit einem geringen Totvolumen (maximal 35 Mikroliter) verwendet werden sollen. Bei Verwendung von Standardspritzen reicht das Volumen laut Herstellerangaben möglicherweise nicht aus, um die vorgesehene Anzahl an Dosen vollständig zu entnehmen.
Häufig gestellte Fragen
Laut Dokument erhalten Kinder im Alter von 6 Monaten bis 4 Jahren eine Grundimmunisierung mit 3 Mikrogramm. Diese besteht aus drei Dosen, wobei die zweite Dosis nach 3 Wochen und die dritte Dosis mindestens 8 Wochen nach der zweiten Dosis verabreicht wird.
Die Fachinformation gibt an, dass die 30-Mikrogramm-Dosierung gleichzeitig mit einem saisonalen Influenza-Impfstoff verabreicht werden kann. Für die 10-Mikrogramm-Dosierung bei Kindern liegen hierzu jedoch keine Studien vor.
Es wird beschrieben, dass Schmerzen an der Injektionsstelle, Ermüdung und Kopfschmerzen zu den häufigsten Reaktionen gehören. Bei Säuglingen und Kleinkindern werden zudem Reizbarkeit, Schläfrigkeit und verminderter Appetit sehr häufig beobachtet.
Das Dokument bestätigt, dass der Impfstoff während der Schwangerschaft und Stillzeit angewendet werden kann. Bisherige Beobachtungsdaten zeigen keine Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten oder negative Effekte auf das Neugeborene.
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Quelle: AkdÄ: Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) vom (AkdÄ, 2021). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.