Diabetisches Fußsyndrom: Diagnostik und Antibiotika

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IDSA (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die IWGDF/IDSA-Leitlinie 2023 aktualisiert die Empfehlungen zur Diagnose und Behandlung von Fußinfektionen bei Menschen mit Diabetes mellitus. Diabetische Fußinfektionen (DFI) stellen eine der häufigsten diabetesbedingten Komplikationen dar.

Sie sind eine Hauptursache für Krankenhausaufenthalte und gehen mit einem hohen Risiko für Amputationen der unteren Extremitäten einher. Die Behandlung erfordert einen systematischen, interdisziplinären Ansatz.

Eine optimale Versorgung umfasst neben der Infektionskontrolle auch die lokale Wundversorgung, Druckentlastung, Revaskularisation bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK) und eine gute Stoffwechseleinstellung.

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💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler im klinischen Alltag ist die antibiotische Behandlung von klinisch nicht infizierten diabetischen Fußulzera. Die Leitlinie betont, dass dies weder die Wundheilung beschleunigt noch neuen Infektionen vorbeugt, sondern lediglich Resistenzen fördert. Zudem wird darauf hingewiesen, dass für eine verlässliche mikrobiologische Diagnostik aseptisch entnommene Gewebeproben (Biopsie oder Kürettage) oberflächlichen Wundabstrichen deutlich überlegen sind.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird initial eine Kombination aus Probe-to-Bone-Test, konventionellem Röntgen und Entzündungsmarkern (BSG, CRP oder PCT) empfohlen. Bei anhaltender Unklarheit sollte ein MRT durchgeführt werden.

Für Weichteilinfektionen empfiehlt die Leitlinie eine Dauer von 1 bis 2 Wochen, die bei langsamer Heilung auf 3 bis 4 Wochen verlängert werden kann. Bei einer Osteomyelitis ohne Knochenresektion wird eine Therapiedauer von 6 Wochen empfohlen.

Die Leitlinie rät davon ab, oberflächliche Abstriche zu verwenden. Stattdessen wird empfohlen, bei Verdacht auf eine Infektion aseptisch eine Gewebeprobe mittels Kürettage oder Biopsie zu entnehmen.

Es wird empfohlen, Patienten mit einer schweren Infektion gemäß IWGDF/IDSA-Klassifikation stationär aufzunehmen. Auch bei moderaten Infektionen, die mit relevanten Begleiterkrankungen wie einer schweren pAVK einhergehen, sollte eine Hospitalisierung erwogen werden.

Bei milden Infektionen in gemäßigten Klimazonen empfiehlt die Leitlinie, empirisch nur aerobe grampositive Erreger (wie Staphylococcus aureus und beta-hämolysierende Streptokokken) zu behandeln. Eine empirische Abdeckung von Pseudomonas aeruginosa wird in diesen Fällen nicht empfohlen.

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Quelle: IWGDF/IDSA: Diabetic Foot Infections (IDSA, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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