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Diabetes mellitus: Kardiovaskuläres Screening und EKG

Diese Leitlinie stammt aus 2018 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Diabetes Canada (2018)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Menschen mit Diabetes mellitus weisen ein deutlich erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen auf. Diese treten im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung häufiger, in jüngerem Alter und oft ohne vorherige Symptome auf.

Ein großer Teil der Myokardinfarkte bei Diabetes verläuft stumm. Dennoch zeigt die Evidenz, dass ein routinemäßiges Ischämie-Screening bei völlig asymptomatischen Personen ohne weitere Risikofaktoren die Prognose nicht signifikant verbessert.

Die Diabetes Canada Leitlinie fokussiert sich daher auf die Identifikation von Hochrisikogruppen. Ziel ist es, durch gezielte Diagnostik diejenigen zu erkennen, die von einer intensivierten Therapie oder Revaskularisation profitieren.

Empfehlungen

Die Diabetes Canada Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen zum kardiovaskulären Screening:

Ruhe-EKG

Ein Ruhe-EKG wird alle 3 bis 5 Jahre empfohlen, wenn mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllt ist (Grad D, Konsens):

  • Alter über 40 Jahre

  • Diabetesdauer über 15 Jahre und Alter über 30 Jahre

  • Vorliegen von Endorganschäden (mikrovaskulär oder kardiovaskulär)

  • Mindestens ein kardiovaskulärer Risikofaktor (Rauchen, Hypertonie, positive Familienanamnese, chronische Nierenerkrankung, Adipositas, erektile Dysfunktion)

  • Alter über 40 Jahre und Planung von sehr intensivem oder lang andauerndem Sport

Belastungs-EKG

Als initiale Untersuchung zur Abklärung einer koronaren Herzkrankheit (KHK) wird ein Belastungs-EKG empfohlen, wenn eines der folgenden Merkmale vorliegt:

  • Typische oder atypische kardiale Symptome wie unerklärliche Dyspnoe (Grad C)

  • Zeichen assoziierter Erkrankungen wie periphere arterielle Verschlusskrankheit, Karotisgeräusche, TIA oder Schlaganfall (Grad D)

  • Auffälligkeiten im Ruhe-EKG, wie beispielsweise Q-Zacken (Grad D)

  • Ein Koronarkalk-Score (CAC) von über 400 Agatston-Einheiten (Grad D)

Bildgebende Stressverfahren

Eine pharmakologische Stressechokardiografie oder Myokardszintigrafie wird anstelle eines Belastungs-EKGs empfohlen, wenn das Ruhe-EKG eine Beurteilung unter Belastung nicht zulässt (Grad D). Dies betrifft beispielsweise einen Linksschenkelblock oder ST-T-Strecken-Veränderungen.

Ebenso wird diese bildgebende Diagnostik empfohlen, wenn die betroffene Person körperlich nicht in der Lage ist, ein Belastungs-EKG zu absolvieren (Grad C).

Überweisung zum Spezialisten

Es wird eine Überweisung an einen kardiologischen Spezialisten empfohlen, wenn in der Belastungsuntersuchung eine Ischämie bei geringer körperlicher Leistungsfähigkeit auftritt (Grad D). Die Leitlinie definiert dies als eine Leistungsfähigkeit von weniger als 5 metabolischen Äquivalenten (METs).

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie betont, dass ein routinemäßiges Ischämie-Screening bei asymptomatischen Personen mit Diabetes ohne zusätzliche Risikofaktoren nicht empfohlen wird, da es das Auftreten des ersten kardialen Ereignisses nicht verhindert. Ein unauffälliges Ruhe-EKG schließt zudem zukünftige kardiovaskuläre Ereignisse nicht aus. Bei Verdacht auf eine periphere arterielle Verschlusskrankheit wird die regelmäßige Palpation der Fußpulse als einfacher, aber prognostisch hochrelevanter klinischer Parameter hervorgehoben.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird ein Ruhe-EKG alle 3 bis 5 Jahre empfohlen, wenn bestimmte Risikofaktoren vorliegen. Dazu gehören unter anderem ein Alter über 40 Jahre, eine Diabetesdauer von über 15 Jahren (bei Alter >30) oder das Vorliegen von Endorganschäden.

Wenn EKG-Veränderungen wie ein Linksschenkelblock die Auswertung eines Belastungs-EKGs unmöglich machen, wird ein bildgebendes Verfahren empfohlen. Die Leitlinie nennt hierbei die pharmakologische Stressechokardiografie oder die Myokardszintigrafie.

Ein generelles Screening auf Ischämien bei völlig asymptomatischen Personen ohne weitere Risikofaktoren wird nicht empfohlen. Die Evidenz zeigt, dass dies die Rate an ersten kardialen Ereignissen nicht signifikant senkt.

Die Leitlinie empfiehlt eine Überweisung an einen kardiologischen Spezialisten, wenn eine Ischämie bereits bei einer geringen Belastungskapazität auftritt. Als Grenzwert werden hierbei weniger als 5 metabolische Äquivalente (METs) definiert.

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Quelle: Diabetes Canada Chapter 24: Screening for the Presence of Cardiovascular Disease (Diabetes Canada, 2018). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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