AkdÄ2021

Comirnaty JN.1, KP.2, LP.8.1: Dosierung & Warnhinweise

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Sicherheitsbericht der AkdÄ informiert über die aktualisierten COVID-19-mRNA-Impfstoffe von Comirnaty. Dies betrifft die an die Omikron-Varianten JN.1, KP.2 und LP.8.1 angepassten Impfstoffe.

Die Impfstoffe sind für die aktive Immunisierung zur Vorbeugung von COVID-19, verursacht durch SARS-CoV-2, zugelassen. Die Anwendung erstreckt sich von Säuglingen ab 6 Monaten bis hin zu Erwachsenen.

Die Sicherheit und Wirksamkeit der neuen Varianten wird aus den umfangreichen klinischen Daten der bisherigen Comirnaty-Impfstoffe abgeleitet.

Empfehlungen

Der Sicherheitsbericht der AkdÄ formuliert folgende Kernaspekte für die Anwendung der angepassten Comirnaty-Impfstoffe:

Indikation und Anwendung

Die Impfstoffe werden zur aktiven Immunisierung gegen COVID-19 empfohlen. Die Verabreichung erfolgt ausschließlich intramuskulär.

Bei Säuglingen von 6 bis unter 12 Monaten wird der anterolaterale Oberschenkel als Injektionsort bevorzugt. Bei Personen ab 5 Jahren wird die Injektion in den Deltamuskel des Oberarms empfohlen.

Koadministration

Laut Dokument ist die gleichzeitige Verabreichung mit anderen Impfstoffen unter bestimmten Bedingungen möglich:

  • Bei Personen ab 18 Jahren kann eine zeitgleiche Gabe mit saisonalen Influenza-Impfstoffen oder unadjuvantierten RSV-Impfstoffen erfolgen.

  • Bei Personen ab 65 Jahren ist die Koadministration mit einem unadjuvantierten RSV-Impfstoff und einem hochdosierten Influenza-Impfstoff möglich.

  • Für die 10-Mikrogramm- und 3-Mikrogramm-Dosierungen liegen keine Studien zur gleichzeitigen Verabreichung vor.

Schwangerschaft und Stillzeit

Die Anwendung der angepassten Comirnaty-Impfstoffe während der Schwangerschaft und Stillzeit ist laut Dokument möglich. Bisherige Daten zeigen kein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten oder negative Auswirkungen auf gestillte Säuglinge.

Dosierung

Die Dosierung richtet sich nach dem Alter der zu impfenden Person. Für Säuglinge und Kleinkinder (6 Monate bis 4 Jahre) ist bei fehlender Grundimmunisierung ein Schema aus drei Dosen vorgesehen.

AltersgruppeDosierungKappenfarbe der Durchstechflasche
Ab 12 Jahren30 Mikrogramm (0,3 ml)Grau
5 bis 11 Jahre10 Mikrogramm (0,3 ml oder 0,2 ml je nach Präparat)Blau oder Orange
6 Monate bis 4 Jahre3 Mikrogramm (0,3 ml oder 0,2 ml je nach Präparat)Gelb oder Dunkelrot

Bei stark immungeschwächten Personen können zusätzliche Dosen verabreicht werden.

Kontraindikationen

Kontraindikationen

Eine Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile stellt eine absolute Kontraindikation dar.

Warnhinweise

Das Dokument hebt folgende wichtige Warnhinweise hervor:

  • Es besteht ein erhöhtes Risiko für Myokarditis und Perikarditis nach der Impfung, insbesondere bei jungen Männern.

  • Geimpfte Personen sollten auf Symptome wie akuten Brustschmerz, Kurzatmigkeit oder Palpitationen überwacht werden.

  • Angstbedingte Reaktionen (Synkopen, Hyperventilation) können im Zusammenhang mit dem Impfvorgang auftreten.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Es wird dringend darauf hingewiesen, die Kappenfarben der Durchstechflaschen genau zu überprüfen, da diese die jeweilige Dosierung und Altersgruppe definieren. Eine Verwechslung der Präparate für Erwachsene (grau), Kinder (blau/orange) und Kleinkinder (gelb/dunkelrot) stellt eine häufige Fehlerquelle dar. Zudem erfordern einige Formulierungen eine Verdünnung vor der Anwendung, während andere direkt injektionsfertig sind.

Häufig gestellte Fragen

Laut Dokument erhalten Säuglinge und Kinder von 6 Monaten bis 4 Jahren eine Dosis von 3 Mikrogramm. Bei einer Erstimmunisierung besteht die Grundimmunisierung aus drei Dosen.

Bei Personen ab 18 Jahren ist die gleichzeitige Verabreichung mit einem saisonalen Influenza-Impfstoff möglich. Für jüngere Altersgruppen liegen hierzu keine Studiendaten vor.

Zu den sehr häufigen Nebenwirkungen zählen Schmerzen an der Einstichstelle, Ermüdung, Kopfschmerzen und Myalgien. Bei Säuglingen und Kleinkindern werden häufig Reizbarkeit und Schläfrigkeit beobachtet.

Das Dokument beschreibt ein erhöhtes, aber insgesamt seltenes Risiko für Myokarditis und Perikarditis. Dieses tritt am häufigsten bei jungen Männern innerhalb von 14 Tagen nach der Impfung auf.

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Quelle: AkdÄ: Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) vom (AkdÄ, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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